So wird man Trump nicht los

Donau Zeitung - - Erste Seite - VON GRE­GOR PE­TER SCHMITZ [email protected]­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

War­um ist es Do­nald Trump ge­lun­gen, die stol­ze re­pu­bli­ka­ni­sche Par­tei so in sei­nen Bann zu zie­hen? Nicht durch Kom­pe­tenz, vie­le Par­tei­freun­de hal­ten ihn für völ­lig über­for­dert. Nicht durch Sym­pa­thie, vie­le Par­tei­freun­de kön­nen ihn wei­ter­hin kaum aus­ste­hen. Nein, die völ­li­ge Do­mi­nanz des eins­ti­gen Au­ßen­sei­ters Trump in sei­ner Par­tei er­klärt sich maß­geb­lich durch ei­nen Punkt: dass er ge­gen al­le Vor­her­sa­gen Hil­la­ry Cl­in­ton an der Ur­ne ge­schla­gen hat. Ame­ri­ka­ner lie­ben Ge­win­ner. Noch mehr lie­ben sie Sen­sa­ti­ons­ge­win­ner.

Das heißt aber auch: Wer das Ge­spenst des Trum­pis­mus dau­er­haft aus­trei­ben will, muss dies durch ei­ne Wahl tun, nicht durch ju­ris­ti­sche Tricks oder ein Amts­ent­he­bungs­ver­fah­ren, wie es die US-De­mo­kra­ten nun dis­ku­tie­ren. Die­ses gä­be Trump bloß die Ge­le­gen­heit, sich als Mär­ty­rer zu prä­sen­tie­ren – und wür­de zu­dem bei je­dem Aus­gang Ver­schwö­rungs­theo­ri­en be­feu­ern.

Die De­mo­kra­ten soll­ten sich dar­auf kon­zen­trie­ren, Kan­di­da­ten zu fin­den, die Trump schla­gen kön­nen – und aus (ver­ständ­li­chem) Frust über den ra­di­ka­len Rechts­po­pu­lis­ten nicht zu sehr nach links rü­cken. Das macht die­sen nur stär­ker.

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