Tapf­heim: Be­schwer­den über Schul­bus­se

Bür­ger­meis­ter Malz sieht „mas­si­ve Ver­schlech­te­rung“nach Über­nah­me durch Un­ter­neh­men der Deut­schen Bahn

Donau Zeitung - - Landkreis Dillingen | Nachbarsch­aft -

Tapf­heim In Tapf­heim wur­den mas­si­ve Be­schwer­den im Ge­mein­de­rat Tapf­heim über den Schü­ler­ver­kehr ge­äu­ßert. Seit Be­ginn des Schul­jah­res 2019/20 wird der mor­gend­li­che Schü­ler­ver­kehr in Tapf­heim durch ei­ne Bie­ter­ge­mein­schaft der Deut­schen Bahn über­nom­men, – dies war das Er­geb­nis der vor­ge­schrie­be­nen Aus­schrei­bung des Schü­ler­ver­kehrs der Stadt Do­nau­wörth, in dem das Ge­biet der Ge­mein­de Tapf­heim mit­ein­ge­bun­den ist. Bis­lang sei­en ne­ga­ti­ve Ve­rän­de­run­gen spür­bar, teilt Bür­ger­meis­ter Karl Malz un­se­rer Zei­tung mit. „Da­bei wur­de ver­mut­lich von ei­nem von der Stadt Do­nau­wörth be­auf­trag­ten Pla­nungs­bü­ro ne­ben der Op­ti­mie­rung des Schü­ler- und Li­ni­en­ver­kehrs für die Be­völ­ke­rung der wirt­schaft­li­che Aspekt über­be­wer­tet“, meint Malz. Als Re­sul­tat, so äu­ßer­ten es meh­re­re Ge­mein­de­rä­te, hat dies für al­le Schü­ler ei­ne spür­ba­re Ver­schlech­te­rung des Schü­ler­ver­kehrs zur Fol­ge. So wür­den Bus­fah­rer, die die Li­nie nicht ge­nau ken­nen, mit­un­ter Hal­te­stel­len ver­ges­sen und näh­men in der Fol­ge Schü­ler ein­fach nicht mit.

Laut Malz gibt es „Fah­rer, die sprach­lich nicht in der La­ge sind, mit den Schü­lern und El­tern zu kom­mu­ni­zie­ren, Grund­schü­ler, die nicht mal ei­ne Ant­wort be­kom­men, ob das auch ihr rich­ti­ger Bus ist“. Ei­ne Kenn­zeich­nung im Bus, wel­che Stre­cke er fährt oder wo­hin er fährt, feh­le oft. Hin­wei­se gin­gen im Rat­haus ein, dass an den Hal­te­stel­len die Warn­blink­an­la­ge nicht ein­ge­schal­tet sei.

Malz: „Der Pla­ner hat aus un­se­rer Sicht auch die Tak­te zu eng ge­setzt, so­dass, selbst wenn nur durch ei­nen klei­nen Bau­stel­len­be­trieb ein Stau ent­steht, die Fahr­zei­ten nicht zu hal­ten sind, was durch die ört­li­che Un­kennt­nis der Fah­rer noch­mals ver­schärft wird.“

Ge­ra­de au­ßer­orts wer­de ver­sucht, dies mit Ge­schwin­dig­keit aus­zu­glei­chen, was ins­be­son­de­re auf­grund der feh­len­den Sitz­plät­ze ein sehr ho­hes Un­fall­ri­si­ko ber­ge.

Meh­re­re El­tern sei­en, wie der Bür­ger­meis­ter wei­ter be­rich­tet, be­reits an Malz und ver­schie­de­ne Ge­mein­de­rä­te her­an­ge­tre­ten und ha­ben ge­ra­de die feh­len­den Platz­ka­pa­zi­tä­ten, wel­che auch aus ih­rer Sicht ein ho­hes Si­cher­heits­ri­si­ko ber­gen, be­män­gelt und an­ge­mahnt.

Der Ge­mein­de­rat rügt die der­zei­ti­ge Si­tua­ti­on und hat Bür­ger­meis­ter und Ver­wal­tung be­auf­tragt, an die Stadt Do­nau­wörth her­an­zu­tre­ten, um zu prü­fen, ob es nicht sinn­voll und mach­bar sei, den Schü­ler­ver­kehr auf das bis­he­ri­ge Sys­tem wie­der um­zu­stel­len. „Be­zah­len un­term Strich muss den Schü­ler­ver­kehr so­wie­so die Ge­mein­de Tapf­heim be­zie­hungs­wei­se an­tei­lig am Schul­ver­band die Ge­mein­de Tapf­heim“, re­sü­miert Tapf­heims Rat­haus­chef und fügt hin­zu: „Der Ge­mein­de Tapf­heim ist ein si­che­rer und zu­ver­läs­si­ger Schü­ler­ver­kehr deut­lich wich­ti­ger als ei­ne Kos­ten­op­ti­mie­rung zu­las­ten un­se­rer Schü­ler.“

Mit Nach­druck ha­ben sich die Tapf­hei­mer Ge­mein­de­rä­te da­für aus­ge­spro­chen, „dass man end­lich da­mit auf­hö­ren soll, im­mer nur Kos­ten zu spa­ren, und statt­des­sen nach­hal­tig auf die Qua­li­tät des Ver­kehrs ach­ten, was zur Si­cher­heit un­se­rer Kin­der der wich­tigs­te Fak­tor sein muss“.

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