VW lehnt Scha­den­er­satz ab

Bei der Mus­ter­kla­ge müs­sen sich Die­sel­kun­den noch ge­dul­den

Donau Zeitung - - Erste Seite -

Braun­schweig Mit ei­ner Mus­ter­kla­ge ver­su­chen fast ei­ne hal­be Mil­li­on Die­sel­fah­rer, ih­re Chan­cen auf Ent­schä­di­gung von Volks­wa­gen zu er­hö­hen. Ges­tern hat das ers­te gro­ße Ge­richts­ver­fah­ren zum The­ma be­gon­nen. Doch die Be­trof­fe­nen müs­sen sich ge­dul­den. Man müs­se zu­nächst vor­he­ri­ge Ur­tei­le an­de­rer Ge­rich­te „sorg­fäl­tig prü­fen“, er­klär­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Micha­el Neef nach der Er­öff­nung des Ver­fah­rens. Wäh­rend Ver­brau­cher­an­wäl­te be­reits Hoff­nung auf Scha­den­er­satz se­hen, gibt es nach In­ter­pre­ta­ti­on von VW Zwei­fel, dass den Kun­den über­haupt ein Scha­den ent­stan­den ist. Ei­ne zen­tra­le Fra­ge dürf­te sein, zu wel­chem Zeit­punkt ein mög­li­cher Scha­den für VW-Die­sel­fah­rer ent­stand. Kla­gen­de Kun­den müss­ten sich dar­auf ein­stel­len, im Er­folgs­fall ei­ne Ent­schä­di­gung mit der Nut­zung des Au­tos zu ver­rech­nen, sag­te Neef: „Uns will es nicht ein­leuch­ten, dass die Fahr­zeu­ge über Jah­re kos­ten­los ge­nutzt wer­den durf­ten.“Sol­che Punk­te müss­ten nun zu­erst „aus­führ­lich mit al­len Be­tei­lig­ten er­ör­tert und dann mög­lichst zü­gig ent­schie­den wer­den“, er­klär­te der Rich­ter.

Die Ver­brau­cher­zen­tra­len zeig­ten sich zu­frie­den. „Das Ge­richt hat die Ver­hand­lung bis­her sehr gut ge­führt und aus un­se­rer Sicht An­deu­tun­gen ge­macht, dass es zu ei­ner Ver­ur­tei­lung kom­men kann“, sag­te An­walt Ralf Stoll.

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