Auch LED-Lam­pe im­mer gleich aus­schal­ten

Wer zu Hau­se Ener­gie spa­ren will, soll­te häu­fi­ger auf den Licht­schal­ter drü­cken, wenn er den Raum ver­lässt. Das lohnt sich auch bei den oh­ne­hin spar­sa­men mo­der­nen Leucht­mit­teln

Donau Zeitung - - Geld & Leben -

Die Ta­ge sind spür­bar kür­zer ge­wor­den. Zu­dem wer­den am kom­men­den Sonn­tag die Uh­ren um­ge­stellt. Dann ge­hen die Lich­ter in den Häu­sern noch frü­her an. Vie­le Men­schen fra­gen sich da­bei, ob es sinn­voll ist, beim Ver­las­sen des Raums je­des Mal das Licht aus­zu­knip­sen, auch wenn man nur kurz weg ist. Ge­ne­rell lässt sich sa­gen: Ja, Licht aus­ma­chen lohnt sich und hilft beim Ener­gie­spa­ren. Am größ­ten ist der Ef­fekt bei Glüh­lam­pen, weil sie ver­gleichs­wei­se viel Strom brau­chen.

Auch bei Ener­gie­spar­lam­pen ist das Aus­schal­ten beim Ver­las­sen des Raums in en­er­ge­ti­scher Sicht sinn­voll, selbst wenn man nur we­ni­ge Mi­nu­ten weg ist. Da­bei kann man im­mer wie­der Ge­gen­tei­li­ges le­sen und hö­ren. Zwar be­nö­ti­gen Ener­gie­spar­lam­pen tat­säch­lich beim Ein­schal­ten kurz ge­ring­fü­gig mehr Strom als im lau­fen­den Be­trieb – aber der Ef­fekt ist sehr ge­ring und da­her zu ver­nach­läs­si­gen. Glei­ches gilt für Leucht­stoff­röh­ren. Ein Pro­blem bei Ener­gie­spar­lam­pen: Sie brau­chen nach dem Ein­schal­ten ei­ni­ge Zeit, bis sie die vol­le Be­leuch­tungs­stär­ke er­rei­chen. Das wird als stö­rend emp­fun­den – ins­be­son­de­re dann, wenn man die Lam­pen im­mer wie­der ein- und aus­schal­tet. Das ist mit ein Grund, wes­halb LED-Lam­pen ers­te Wahl bei Leucht­mit­teln sein soll­ten. LED-Lam­pen sind so­fort hell. Zu­dem be­nö­ti­gen sie noch­mals spür­bar we­ni­ger Strom als Ener­gie­spar­lam­pen.

Trotz des ge­rin­gen Ener­gie­ver­brauchs ist auch bei LED-Lam­pen das Aus­schal­ten beim Ver­las­sen des Raums sinn­voll. Die Ein­spa­rung mag im Ein­zel­fall als ge­ring er­schei­nen, macht sich in der Sum­me aber den­noch be­merk­bar.

Was die Le­bens­dau­er an­geht, ist das häu­fi­ge Ein- und Aus­schal­ten für die LED-Lam­pe kein Pro­blem. Letz­te­re sind mit rund 50 000 man ge­ne­rell nur LED-Lam­pen ver­wen­det.

Wich­tig noch: Beim Kauf ei­ner LED-Leuch­te soll­te man auf ei­ne aus­rei­chend ho­he Leucht­kraft ach­ten. Letz­te­re wird in Lu­men an­ge­ge­ben. Ei­ne LED mit 700 Lu­men hat die Leucht­kraft ei­ner 60-Wat­tGlüh­lam­pe, ver­braucht aber rund 75 Pro­zent we­ni­ger Ener­gie. Das zwei­te Aus­wahl­kri­te­ri­um ist die Farb­tem­pe­ra­tur, die in Kel­vin auf der Ver­pa­ckung an­ge­ge­ben ist. Für Wohn­räu­me emp­feh­len sich LEDs mit ei­nem Wert von 2500 bis ca. 3000 Kel­vin, die für ei­ne warm­wei­ße Be­leuch­tung sor­gen. Das ty­pi­sche Bü­ro­licht liegt bei 3000 bis 5300 Kel­vin.

Fo­to: adobe stock

Wer Strom­kos­ten re­du­zie­ren und Ener­gie spa­ren will, greift zu LEDs.

Martin Sam­ba­le ist Ge­schäfts­füh­rer des Ener­gie- und Um­welt­zen­trums All­gäu, kurz eza!

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