Ja­ni­na Fi­al­kow­s­ka in Frank­reich

Donau Zeitung - - Feuilleton -

Nicht ver­wun­der­lich, dass Ja­ni­na Fi­al­kow­s­ka, erst­ran­gi­ge In­ter­pre­tin der Mu­sik Cho­pins, die­ses fran­ko­phils­ten al­ler pol­ni­scher Kom­po­nis­ten, ein Fai­b­le für die Kla­vier­mu­sik der Gran­de Na­ti­on hat. Um­so mehr, als die bei Augs­burg le­ben­de ka­na­di­sche Pia­nis­tin durch ih­re ei­ge­ne Aus­bil­dung tief ver­wur­zelt ist in der fran­zö­si­schen Kla­vier­tra­di­ti­on. Nun hat sie ihr neu­es Al­bum aus­schließ­lich der Mu­sik un­se­res west­li­chen Nach­barn ge­wid­met, und na­tür­lich dür­fen da ins­be­son­de­re zwei Na­men nicht feh­len. Wäh­rend die Aus­wahl der Wer­ke De­bus­sys (u.a. aus „Images“, „Pré­ludes“) Fi­al­kow­s­ka Ge­le­gen­heit gibt, dem Flü­gel feins­te Val­eurs zu ent­lo­cken, nimmt sie Ra­vels „Jeux d’eau“vor al­lem als vir­tuo­se Her­aus­for­de­rung, um das Stück in ei­ne ein­zi­ge glit­zern­de Im­pres­si­on zu ver­wan­deln. Die ei­gent­li­che Über­ra­schung die­ses Al­bums aber sind die Ba­ga­tel­len von Cha­b­rier, Fau­ré, Pou­lenc und Taille­fer­re, die Ja­ni­na Fi­al­kow­s­ka al­le­samt herr­lich duf­tig aus den Tas­ten hebt. ★★★★✩

(At­ma/In-Akus­tik)

Les sons et les par­fums – J. Fi­al­kow­s­ka

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