Reich­lich Raum für Ex­pe­ri­men­te

Ge­gen den TSV Gil­ching wird der FC Gun­del­fin­gen nur sel­ten ge­for­dert und kann et­was Kraft für den Jah­res­end­spurt spa­ren

Donau Zeitung - - SPORT VOR ORT -

En­de konn­te der FC Gun­del­fin­gen in den Spar­mo­dus schal­ten. Der Spit­zen­rei­ter der Lan­des­li­ga Süd­west führ­te schließ­lich mit 2:0 ge­gen den TSV Gil­ching-Ar­gels­ried, oben­drein war der Geg­ner durch die Am­pel­kar­te für Nick Schnöl­ler un­mit­tel­bar vor der Pau­se de­zi­miert. „Da konn­ten wir schon ein we­nig die Kräf­te spa­ren“, hat­te FCGTrai­ner Mar­tin Weng durch­aus Ver­ständ­nis, zu­mal sich am Er­geb­nis nichts mehr än­der­te.

Ein Stück weit hat­te der Trai­ner die­se Marsch­rou­te zur Pau­se vor­ge­ge­ben. „Gil­ching stand ja oh­ne­hin schon sehr tief“, so Weng, „und der Plan war, den Ball in den ei­ge­nen Rei­hen lau­fen zu las­sen und den Geg­ner et­was zu lo­cken.“Doch die Ober­bay­ern lie­ßen sich nicht lo­cken und be­fürch­te­ten wohl ei­ne Klat­bay­ern sche wie vor ei­nem Jahr, als sie im Schwa­ben­sta­di­on mit 0:6 un­ter­gin­gen. An die­ses Spiel hat­te der FCGCoach sei­ne Schütz­lin­ge eben­falls er­in­nert, be­son­ders an die Stan­dards von Ma­nu­el Mül­ler. „Ge­nau die­se Si­tua­ti­on hat­te ich an­ge­spro­chen“, so Weng, und er freu­te sich, dass der Füh­rungs­tref­fer nach Mül­lers Flan­ke durch den Kopf­ball von Fa­bio Kühn fiel (17.). Fünf Mi­nu­ten spä­ter hat­te Mül­ler von der Straf­raum­kan­te freie Schuss­bahn und jag­te den Ball zum 2:0 ins Netz.

Da­mit war schon früh ei­ne Vor­ent­schei­dung ge­fal­len, denn die Gil­chin­ger ent­wi­ckel­ten in den ge­sam­ten 90 Mi­nu­ten kei­ne ech­te Tor­ge­fahr. FCG-Schluss­mann Do­mi­nik De­wein war nie echt ge­for­dert, was ein Stück weit auch am Platz­ver­weis für Schnöl­ler lag, bei dem die OberAm

mit Re­fe­ree Tho­mas Sprin­kart ha­der­ten. Denn die ers­te hal­be St­un­de hat­te Sprin­kart bei meh­re­ren hart ge­führ­ten Zwei­kämp­fen auf bei­den Sei­ten die Kar­ten ste­cken las­sen. Als es dem Re­fe­ree zu viel wur­de, zeig­te er Schnöl­ler den gel­ben Kar­ton – und kurz dar­auf nach ei­nem wei­te­ren Foul Schnöl­lers ge­gen Eli­as Weich­ler an der Straf­raum­kan­te gleich noch ein­mal. Was in der Sum­me Gelb-Rot war.

So konn­ten sich die Gärt­ner­städ­ter in der zwei­ten Halb­zeit et­was scho­nen, oh­ne die Spiel­kon­trol­le zu ver­lie­ren. Da­zu pass­te, dass Trai­ner Weng sei­nen Tor­jä­ger Phil­ipp Schmid vom Feld hol­te. „Bei ihm macht sich lang­sam be­merk­bar, dass er kei­ne Som­mer­pau­se hat­te. Da scha­det es nicht, wenn er mal nicht durch­spie­len muss“, so Weng, der bei der Auf­stel­lung noch wei­ter ex­pe­ri­men­tier­te und Jan-Lu­ca Fink als Links­ver­tei­di­ger an­stel­le von Eli­as Weich­ler ein­wech­sel­te. „Fink hat bald al­le Po­si­tio­nen bei uns durch, egal ob links oder rechts. Jetzt fehlt nur noch das Tor.“Aber vi­el­leicht er­gibt sich in die­ser Sai­son da­für noch die Ge­le­gen­heit.

Fo­to: W. Brug­ger

So frei kommt Fa­bio Kühn (Mit­te) sel­ten im geg­ne­ri­schen Straf­raum zum Kopf­ball. Wo­bei sich der Gun­del­fin­ger Ver­tei­di­ger gar nicht in die Luft schrau­ben, son­dern eher so­gar du­cken muss­te, um den Ball zum 1:0 im Gil­chin­ger Tor zu ver­sen­ken.

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