Ein­sa­mes Duo im SPD-Ren­nen

Wal­ter-Bor­jans und Es­ken er­hal­ten bis­lang we­nig Schüt­zen­hil­fe

Donau Zeitung - - Politik - VON BERN­HARD JUNGINGER UND CHRIS­TI­AN GRIMM

Ber­lin Das Kan­di­da­ten-Duo Nor­bert Wal­ter-Bor­jans und Sas­kia Es­ken kann im Ren­nen um den SPDVor­sitz nicht auf Un­ter­stüt­zung der im ers­ten Wahl­gang aus­ge­schie­de­nen Be­wer­ber zäh­len. „Die Mit­glie­der sind hier die Ent­schei­der, Emp­feh­lun­gen von au­ßen braucht es nicht“, sag­te SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Karl Lau­ter­bach un­se­rer Re­dak­ti­on. „Ni­na Scheer und ich ge­ben kei­ne Emp­feh­lun­gen ab.“Auch das dritt­plat­zier­te Kan­di­da­ten-Duo Micha­el Roth und Chris­ti­na Kamp­mann will sich nicht fest­le­gen.

„Chris­ti­na Kamp­mann und ich sind zwar nicht mehr im Ren­nen um den SPD-Par­tei­vor­sitz, aber wir wer­ben selbst­ver­ständ­lich wei­ter für die In­hal­te“, sag­te Eu­ro­pa-Staats­mi­nis­ter Roth. „Dar­an müs­sen sich auch die bei­den ver­blie­be­nen Teams mes­sen las­sen.“Die künf­ti­ge Par­tei­spit­ze soll­te die Tü­ren und Fens­ter der SPD weit auf­sto­ßen. „Lei­der ver­läuft der der­zei­ti­ge Pro­zess zu bin­nen­fi­xiert“, sag­te Roth.

Der SPD-Ein­zel­kan­di­dat Kar­lHeinz Brun­ner, der sei­ne Kan­di­da­tur vor dem ers­ten Wahl­gang zu­rück­ge­zo­gen hat, spricht sich für das Duo Kla­ra Gey­witz und Olaf Scholz aus. „Die SPD braucht in ih­rer schwie­ri­gen Si­tua­ti­on Vor­sit­zen­de mit Er­fah­rung in Füh­rungs­ver­ant­wor­tung, ho­her in­ter­na­tio­na­ler Ver­net­zung so­wie der Be­reit­schaft, so­li­de zu ar­bei­ten und die Par­tei zu­sam­men­zu­füh­ren“, sag­te Brun­ner un­se­rer Re­dak­ti­on. „Die­se Ei­gen­schaf­ten spre­chen für Kla­ra Gey­witz und Olaf Scholz, wel­che als Ge­ne­ral­se­kre­tä­rin in Bran­den­burg, Ers­ter Bür­ger­meis­ter von Ham­burg und Vi­ze­kanz­ler der Bun­des­re­pu­blik dem ent­spre­chen.“Das Duo Ge­si­ne Schwan und Ralf Steg­ner hat­te be­reits an­ge­kün­digt, kei­ne Wahl­emp­feh­lung für die Stich­wahl ab­zu­ge­ben. Die SPD-Lin­ken Hil­de Matt­heis und Dierk Hir­schel ha­ben dar­über noch nicht ent­schie­den.

Meh­re­re pro­mi­nen­te So­zi­al­de­mo­kra­ten wie Mar­tin Schulz, Hei­ko Maas und Tho­mas Op­per­mann spra­chen sich für Scholz als Par­tei­chef aus, die Ju­sos un­ter­stüt­zen Wal­ter-Bor­jans und Es­ken.

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