Sie­mens braucht Joe Ka­e­ser

Donau Zeitung - - Wirtschaft | Capito - VON STE­FAN STAHL [email protected]­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Ei­ne der frag­wür­digs­ten Be­haup­tun­gen aus dem ewi­gen Schatz der Bin­sen­weis­hei­ten lau­tet: „Je­der Mensch ist er­setz­bar.“Da je­der Mensch an­ders und da­mit ein­zig­ar­tig ist, man­che so­gar ganz be­son­de­re Ex­em­pla­re der Gat­tung Mensch dar­stel­len, kön­nen sie eben nicht flugs durch ei­nen an­de­ren er­setzt wer­den. Das gilt auch für Joe Ka­e­ser. Der Sie­mens-Chef hat den Kon­zern in schwie­ri­gen Zei­ten über­nom­men, sta­bi­li­siert und durch ra­di­ka­le Schrit­te für die Zu­kunft ge­rüs­tet, wäh­rend an­de­re Kon­glo­me­ra­te wie Ge­ne­ral Electric in die Kri­se ge­schlit­tert sind. Des­we­gen mu­tet die Dis­kus­si­on ab­surd an, ob Ka­e­ser An­fang 2021 noch mal zwei Jah­re als Vor­stands­chef dran­hän­gen darf. Denn die An­teils­eig­ner kön­nen sich glück­lich schät­zen, wenn ein Mann, der den Wert ih­res Un­ter­neh­mens kräf­tig ge­stei­gert hat, an Bord bleibt.

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