E.s.t. live in Go­then­burg

Donau Zeitung - - Feuilleton -

Of­fen­bar gibt es kein un­ver­öf­fent­lich­tes Stu­dio­ma­te­ri­al mehr von e.s.t., dem wich­ti­gen Pia­no-Trio, das durch den Un­fall­tod sei­nes Na­mens­ge­bers Esbjörn Svens­son 2008 ein En­de fand. Al­so stürzt sich die e.s.t.-Ge­mein­de be­gie­rig auf je­de un­ent­deck­te Li­ve­auf­nah­me. Die­je­ni­ge vom Ok­to­ber 2001 aus Go­then­burg ge­hört zwei­fel­los zu den per­fek­ten in der Bandhis­to­rie, ein Au­gen­blick, an dem die Ster­ne güns­tig stan­den und den Svens­son selbst als Glücks­mo­ment be­zeich­ne­te. Die Dop­pel-CD be­stä­tigt sei­ne Ein­schät­zung durch­aus: Die Mu­sik klingt pur, roh, aben­teu­er­lus­tig und un­ver­stellt; sie ver­blüfft mit un­be­kann­ten Nuan­cen und zieht je­den in den Mid­tem­po­wie High­speed-Pas­sa­gen in den kol­lek­ti­ven Stru­del. „Good Morning Su­sie So­ho“, „From Ga­ga­rin’s Point Of View“und das sen­sa­tio­nel­le „Dodge The Do­do“: Nie wa­ren sich Esbjörn Svens­son, Dan Berg­lund und Ma­gnus Östrom nä­her als an die­sem für­wahr denk­wür­di­gen Abend. ★★★★★

(Act/Edel)

e.s.t. Live in Go­then­burg

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