Auch ein Pan­ther trifft

Na­tio­nal­mann­schaft be­siegt Russ­land 4:3. Si­mon Se­zems­ky er­zielt das wich­ti­ge Tor zum 2:2

Donau Zeitung - - Sport -

Kre­feld Dank ei­nes cou­ra­gier­ten Auf­tritts ist das un­er­fah­re­ne deut­sche Eis­ho­ckey-Na­tio­nal­team er­folg­reich in den Deutsch­land Cup ge­star­tet. Fast kom­plett oh­ne die Olym­pia-Zwei­ten ge­wann die Aus­wahl in Kre­feld über­ra­schend mit 4:3 (1:2, 2:1, 1:0) ge­gen Russ­land. Ein hal­bes Jahr vor der WM über­zeug­te die neu zu­sam­men­ge­wür­fel­te Trup­pe ins­be­son­de­re im An­griff und be­scher­te Bun­des­trai­ner To­ni Sö­der­holm ei­nen er­freu­li­chen Pre­mie­ren-Auf­tritt beim Tur­nier.

Vor 3625 Zu­schau­ern schos­sen Lo­kal­ma­ta­dor Da­ni­el Pi­et­ta (13. Mi­nu­te), Si­mon Se­zems­ky von den Augs­bur­ger Pan­thern (23.), der Düs­sel­dor­fer Ma­xi­mi­li­an Kam­me­rer

(35.) und Rou­ti­nier Fe­lix Schütz (54.) die Gast­ge­ber zum Sieg. Por­ja­din (5.), Jer­ma­kow (17.) und Wol­kow (38.) tra­fen für die Rus­sen.

Auf ei­nen Tag Pau­se folgt am Sams­tag (13 Uhr/Sport1 und Ma­gen­taS­port) das Pres­ti­ge­du­ell mit der Schweiz, die zum Auf­takt die Slo­wa­kei 5:2 be­sieg­te. Am Sonn­tag (14.30 Uhr/Ma­gen­taS­port) bil­det die Par­tie ge­gen die Slo­wa­kei den Ab­schluss.

In der ers­ten Maß­nah­me der neu­en Sai­son ex­pe­ri­men­tier­te Sö­der­holm mit ei­ner Aus­wahl, die so nie wie­der auf­lau­fen dürf­te. Den­noch zeig­te sich wie bei der WM, dass der Fin­ne ein fei­nes Händ­chen für Spie­ler zu ha­ben scheint.

Dass die Gast­ge­ber nicht ein­ge­spielt sind, war ih­nen ge­gen die Rus­sen, bei de­nen kein Spie­ler äl­ter als 25 Jah­re war, nur zu Be­ginn an­zu­mer­ken. Pi­et­ta nutz­te dann ei­ne Vor­la­ge des frü­he­ren Kre­fel­ders Noe­bels zum 1:1. Der 32-Jäh­ri­ge ist der ei­ne Pro­fi der Kre­fel­der Pin­gui­ne im Ka­der, die auf­grund von fi­nan­zi­el­len Pro­ble­men um ih­re DEL-Exis­tenz ban­gen. Der Nürn­ber­ger De­bü­tant Fisch­buch konn­te beim ers­ten eben­so wie beim zwei­ten Tref­fer von Se­zems­ky mit As­sists auf sich auf­merk­sam ma­chen.

Sö­der­holm trat mit nur sechs Spie­lern vom WM-Vier­tel­fi­nal­ein­zug im Mai in der Slo­wa­kei an und ver­zich­te­te auf et­li­che Leis­tungs­trä­ger. „Sie müs­sen ei­ne Pau­se krie­gen, so­dass sie am En­de der Sai­son noch ihr bes­tes Eis­ho­ckey spie­len kön­nen“, so Sö­der­holm und er­klär­te, sich auch für Aus­fäl­le vor der WM in der Schweiz oder Rück­trit­te in der Zu­kunft rüs­ten zu wol­len. „Ich muss jetzt ei­ni­ge Jungs aus­pro­bie­ren.“

Nach nur we­ni­gen ge­mein­sa­men Trai­nings­ein­hei­ten kom­bi­nier­te sei­ne Aus­wahl mit zu­neh­men­dem Spiel­ver­lauf im­mer bes­ser und ging im zwei­ten Drit­tel durch Kam­me­rer in Füh­rung. Der drit­te Tref­fer der Rus­sen fiel ku­ri­os. Der Puck flog durch das Netz, erst nach dem Vi­deo­be­weis wur­de das Tor an­er­kannt. Die Ent­schei­dung ge­lang dann schließ­lich Schütz.

Fo­to: Schatz

Si­mon Se­zems­ky (Mit­te) und sei­ne Kol­le­gen ge­wan­nen 4:3.

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