Un­fall auf dem Ar­beits­weg?

In wel­chen Fäl­len die Ver­si­che­rung zahlt

Donau Zeitung - - Job-börse -

Frank­furt am Main/Os­na­brück Liegt ein Ar­beits­un­fall vor, ste­hen Ar­beit­neh­mer un­ter dem Schutz der ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rung. Das gilt aber nur, wenn sie zum Un­fall­zeit­punkt auf di­rek­tem Weg zur Ar­beit oder nach Hau­se wa­ren. Wer auf Stre­cken un­ter­wegs ist, die ver­kehrs­be­dingt nicht nach­voll­zieh­bar sind, muss da­mit rech­nen, dass kein ver­si­cher­ter Un­fall vor­liegt.

Das zeigt ein Ur­teil des So­zi­al­ge­richts Os­na­brück: Hier­bei er­litt ein Aus­zu­bil­den­der mit sei­nem Mo­tor­rad ei­nen Un­fall. Er gab an, we­gen ei­nes Staus von der Ar­beits­stät­te nach Hau­se ei­nen gro­ßen Bo­gen ge­fah­ren zu sein. Die Un­fall­ver­si­che­rung wie auch das So­zi­al­ge­richt sa­hen aber kei­nen Grund für die An­er­ken­nung als Ar­beits­un­fall: Als er näm­lich vom di­rek­ten Weg ab­ge­wi­chen sei, hieß es in der Be­grün­dung, hät­te er nur noch 550 Me­ter nach Hau­se ge­habt. Oh­ne Un­fall hät­te er aber ei­ne ins­ge­samt mehr als acht­mal so lan­ge Stre­cke ge­wählt.

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