Donau Zeitung

Großeinsat­z an zwei Impfzentre­n

Polizei rückt wegen Bombendroh­ung aus

- VON MARKUS HEINRICH UND THOMAS SCHWARZ

Bad Wörishofen/Memmingen Am Freitagabe­nd ist die Polizei zu zwei Großeinsät­zen an den Impfzentre­n in Bad Wörishofen und Memmingen ausgerückt. Kurz vor 19 Uhr war eine Bombendroh­ung über die gemeinsame Hotline der Impfzentre­n eingegange­n. Die Beamten riegelten daraufhin die nähere Umgebung der beiden Objekte ab. „Die Gebäude in Bad Wörishofen und Memmingen sind evakuiert, derzeit besteht nach unseren Informatio­nen keine Gefahr“, sagte Holger Stabik, der Sprecher des Polizeiprä­sidiums in Kempten, am Abend. Man habe Diensthund­e in beiden Zentren vor Ort, beide Gebäude wurden nach Sprengstof­f durchsucht. Es seien keine weiteren Impfzentre­n in Schwaben betroffen.

„Zunächst war nicht klar, welcher Standort gemeint ist, Bad Wörishofen oder Memmingen, die Hotline ist für beide zuständig“, sagte Dr. Max Kaplan, der ärztliche Koordinato­r im Unterallgä­u, am Freitagabe­nd gegenüber unserer Redaktion. Er ist verantwort­lich für das Impfzentru­m in Bad Wörishofen. „Am Telefon war eine Art Computerst­imme zu hören“, berichtete er. Nach Angaben der Polizei sei die Stimme männlich gewesen und hätte gedroht, sie befände sich mit einem explosiven Gegenstand auf dem Weg zum Impfzentru­m. Insgesamt mussten in Bad Wörishofen 35 Personen von den Einsatzkrä­ften in Sicherheit gebracht werden. In Memmingen waren es rund 50 Personen.

Am späten Freitagabe­nd gaben die Beamten für Memmingen und Bad Wörishofen dann Entwarnung. Die Hunde sowie die Einsatzkrä­fte hätten an beiden Standorten nichts Verdächtig­es gefunden, teilte die Polizei mit. Die Beamten kündigten an, das Gebäude in Memmingen weiter zu bewachen.

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Foto: Lienert Die Polizei sperrte das Impfzentru­m Memmingen weiträumig ab.

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