Donau Zeitung

Eine Mama hofft auf Antifalten­creme

Am Sonntag werden auf der ganzen Welt Mütter geehrt. Wir haben Frauen aus dem Landkreis Dillingen gefragt, was sie gern als Geschenk bekommen – und was auf gar keinen Fall

- VON CHRISTINA BRUMMER

Landkreis So mancher hat es wohl im Hinterkopf, wenn es Mai wird. Da war doch was, ach ja: Muttertag! Puristen unter den Schenkende­n gehen da gern den Weg des geringsten Widerstand­es und befragen die Frau Mama dann einfach nach dem bevorzugte­n Präsent. Häufig kommt dann aber die Antwort: Gar nichts! Doch der Druck ist groß, in Supermarkt-Prospekten, in Schaufenst­ern von Konditorei­en oder Parfümerie­n wird kräftig geworben für die klassische­n Muttertags­geschenke.

Was wünscht sich etwa eine Mutter, die schon aus berufliche­n Gründen jeden Tag von Blumen umgeben ist? Corinna Kratzer führt zusammen mit ihrem Mann die Gärtnerei Passiflora in Buttenwies­en. Wenn man sie fragt, was sie gern zum Muttertag geschenkt bekommen will, holt sie erst einmal tief Luft: „Also trotz allem muss ich sagen, Blumen stehen auf Platz eins.“

Als Floristin bekäme man selten Blumen geschenkt. Besonders freut die 34-jährige Zweifachma­ma, dass ihre achtjährig­e Tochter die Sträußchen nun schon selbst bindet. „Aber sonst geht auch immer selbst Gemachtes von den Kindern“, sagt Kratzer. Was gar nicht geht, weiß die Unternehme­rin aber auch: „Haushaltsg­eräte, das bräuchte ich nun wirklich nicht.“

Dieser Meinung ist auch Silvia Wagner aus Aislingen. Sie betreibt dort die Bäckerei Wagner und bietet zum Muttertag passend kleine Erdbeerher­zen an. „Die kommen gut an“, sagt die 39-Jährige. „Das Hauptgesch­enk sind ja doch Blumen und ein kleines Kuchenherz kann man schön dazu schenken.“

Sie selbst freut sich zum Muttertag über Selbstgeba­steltes, ein entspannte­s Frühstück und Zeit mit Tochter. Stress kommt für sie vor ihrem Ehrentag jedoch nicht auf, trotz der Mehrarbeit für die Erdbeerher­zen. „Das ist genau das, was ich machen will, das ist für mich kein Stress“, sagt die 39-Jährige.

Auch für Gretl Philipp, Vorsitzend­e des Mütterkrei­ses Schretzhei­m, steht ein Geschenk ganz oben auf der Wunschlist­e: Zeit mit den Kindern verbringen. „Ich habe vier Kinder und jeder Muttertag war bisher schön“, sagt die 76-Jährige. Normalerwe­ise kämen alle Kinder vorbei und brächten Blumen. Auch über selbst gemachte Karten freut sich Philipp. „Momentan ist es ja aber leider nicht möglich, dass alle gleichzeit­ig kommen.“Beklagen möchte Philipp sich aber nicht. Ihre Kinder wohnten alle in der näheren Umgebung. „Wenn die Familie weit weg ist, dann ist das schon ein Unterschie­d.“

Wer eine Mutter wie Roswitha Steur hat, der braucht sich keine Sorgen machen, nicht das passende Geschenk zu finden. „Ich krieg eigentlich immer, was ich will, weil ich so viel will“, sagt die Inhaberin von Uhren Steur in Dillingen und lacht. Wenn sie nachdenke, kämen ihr viele Ideen, was man sich wünihrer schen könne. Schmuckstü­cke wären bei ihr allerdings fehl am Platz. „Da kaufe ich mir selbst, was mir am besten gefällt.“Doch manche Wünsche könne man momentan ohnehin nicht erfüllen: „Corona wegzaubern kann man sich zwar wünschen, oder auch die perfekte Antifalten­creme.“

Doch diese Dinge seien eigentlich eher zweitrangi­g. „Das schönste Geschenk wäre, wenn mein Sohn am Sonntag kommt“, sagt Steur. Diesen Wunsch haben bestimmt viele Mütter. Und er ist für Kinder, ob groß oder Klein oft ganz leicht zu erfüllen.

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Foto: Karl‰Josef Hildenbran­d, dpa (Symbol) Eine persönlich­e Karte: Bei vielen Mamas steht sie nach wie vor hoch im Kurs.
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Foto: Kratzer Corinna Kratzer
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Foto: Steur Roswitha Steur
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Foto: Philipp Gretl Philipp
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Foto: Herker Silvia Wagner

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