Ehe­ma­li­ger KZ-Auf­se­her stirbt mit 95 Jah­ren

Donauwoerther Zeitung - - Politik -

Der ehe­ma­li­ge KZ-Auf­se­her Ja­kiv Pa­lij ist tot. Er starb im Al­ter von 95 Jah­ren in ei­nem Al­ten­heim im müns­ter­län­di­schen Ah­len. Der staa­ten­lo­se Pa­lij war erst im Au­gust ver­gan­ge­nen Jah­res aus den USA nach Deutsch­land ab­ge­scho­ben wor­den. Der Mann, der nach An­ga­ben der US-Re­gie­rung Auf­se­her im NS-Ar­beits­la­ger Traw­ni­ki im be­setz­ten Po­len war, leb­te nach dem Zwei­ten Welt­krieg im New Yor­ker Stadt­teil Queens. Der ge­bür­ti­ge Po­le, der auf dem Ge­biet der heu­ti­gen Ukrai­ne ge­bo­ren wur­de, war 1949 in die USA emi­griert und 1957 ame­ri­ka­ni­scher Staats­bür­ger ge­wor­den. Weil er fal­sche An­ga­ben zu sei­ner Be­tei­li­gung an NSK­riegs­ver­bre­chen ge­macht hat­te, wur­de er 2003 aus­ge­bür­gert und 2004 sei­ne Ab­schie­bung an­ge­ord­net. In Traw­ni­ki wur­den am 3. No­vem­ber 1943 et­wa 6000 Ju­den er­schos­sen. Pa­lij wur­de vor­ge­wor­fen, dies in sei­ner Rol­le als Wach­mann mit er­mög­licht zu ha­ben.

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