Gro­ßes Bild, gro­ße Emo­tio­nen

Ob für drin­nen oder drau­ßen: Bea­mer sind kurz vor der Fuß­ball-wm hoch im Kurs – wor­auf beim Kauf zu ach­ten ist

Dresdner Neueste Nachrichten - - WARENWELT - VON TOMMA LE­NA PE­TER­SEN

Gro­ße Emo­tio­nen brau­chen gro­ße Lein­wän­de – kurz vor der Fuß­ball-welt­meis­ter­schaft in Russ­land ist die Nach­fra­ge nach Bea­mern und Pro­jek­to­ren da­her hoch. Wer sich mit Fa­mi­lie und Freun­den zum Fuß­ball­gu­cken im hei­mi­schen Wohn­zim­mer oder Gar­ten ver­ab­re­det, setzt da­bei nicht bloß auf die Grö­ße des Bil­des, das klei­ne Ge­rät lie­fert mög­lichst auch ei­ne Über­tra­gung in Ki­no­qua­li­tät. Fä­hig­kei­ten und Prei­se von Bea­mern sind da­bei ganz un­ter­schied­lich. Ein Vi­deo­pro­jek­tor von aus­rei­chen­der Qua­li­tät lässt sich schon für we­ni­ge Hun­dert Eu­ro kau­fen. Für ein High-end-pro­dukt hin­ge­gen kann man bis zu 10 000 Eu­ro aus­ge­ben. Al­ler­dings muss man mo­men­tan, so kurz vor dem Wm-start, mit län­ge­ren War­te­zei­ten rech­nen. Vor al­lem in den On­li­ne­shops wird der Nach­schub lang­sam knapp.

Grund­sätz­lich las­sen sich Pro­jek­to­ren in Ver­bin­dung mit al­len Ge­rä­ten nut­zen, die auch an ei­nen Fern­se­her an­ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Da­zu ge­hö­ren Dvd­play­er, Spie­le­kon­so­len oder auch Com­pu­ter und Lap­tops. Heu­te wer­den Bea­mer nicht mehr nur für Prä­sen­ta­tio­nen im Bü­ro be­nutzt, längst ha­ben sie auch ih­ren Platz in den Pri­vat­haus­hal­ten ge­fun­den. Film­freun­de et­wa rich­ten sich Heim­ki­nos in ih­ren Kel­lern ein oder in­te­grie­ren gro­ße, aus­roll­ba­re Lein­wän­de in ih­re Wohn­zim­mer. Doch wor­auf muss man beim Kauf ei­nes Bea­mers ach­ten? Wel­che Pro­jek­to­ren eig­nen sich für die un­ter­schied­li­chen Be­dürf­nis­se?

Hoch­auf­lö­sen­des Ver­gnü­gen für abend­li­che Über­tra­gun­gen

Die Fuß­ball-welt­meis­ter­schaft 2018 über­tra­gen im Free-tv wie üb­lich die öf­fent­lich-recht­li­chen Sen­der ZDF und ARD. Die WM wird auf dem Be­zahl­sen­der Sky al­ler­dings auch hoch­auf­lö­send aus­ge­strahlt – vie­le der Spie­le sind hier in Ul­tra-high-de­fi­ni­ti­on, dem vier­fa­chen der Hdtv-auf­lö­sung. Be­son­ders span­nend: Full-hd-bea­mer sind mitt­ler­wei­le, an­ders als noch vor ei­ni­ger Zeit, be­zahl­bar und be­reits für et­wa 700 Eu­ro zu ha­ben. Wer­muts­trop­fen für al­le Sport­fans: Für ein tol­les Bild muss es dun­kel sein. Bea­mer wer­fen die Pro­jek­ti­on auf ei­ne hel­le Lein­wand, die Son­nen­licht re­flek­tiert. Da­ge­gen kommt beim ak­tu­ells­ten Er­geb­nis der Stif­tung Wa­ren­test kein ge­tes­te­ter Bea­mer an. Bei Ta­ges­licht kön­nen die Pro­jek­to­ren al­le nicht über­zeu­gen. Wer al­so bei ei­ner nach­mit­täg­li­chen Grill­par­ty im Gar­ten die Welt­meis­ter­schaft in Ul­tra-high-de­fi­ni­ti­on ver­fol­gen möch­te, könn­te mit dem Bild des Bea­mers un­zu­frie­den sein. Abend­spie­le da­ge­gen kön­nen pro­blem­los auf wei­ße, hel­le Lein­wän­de pro­ji­ziert wer­den.

Bea­mer für den klei­nen Geld­beu­tel

Be­reits für et­wa 300 Eu­ro sind Bea­mer zu ha­ben. Für den Heim­ki­no­ge­brauch oder das Über­tra­gen der Fuß­ball-wm sind sie al­ler­dings von zu ge­rin­ger Qua­li­tät. Laut Stif­tung Wa­ren­test gibt es ihn aber, den Schnäpp­chen­bea­mer: Der View­so­nic PJD7720HD kos­tet um die 529 Eu­ro und be­kommt die Test­no­te „gut“. In­ter­es­sant für Fuß­bal­lfans oder Net­flix-abon­nen­ten: Auch die Bild­qua­li­tät be­kommt ei­ne gu­te Be­wer­tung. An­de­re Bea­mer mit die­ser Be­no­tung kos­ten knapp 3000 Eu­ro. Wer al­so spon­tan ein paar Bil­der von der Zim­mer­wand neh­men möch­te, um ein­fach mal ei­nen Film auf die gro­ße Flä­che zu pro­ji­zie­ren, kann mit dem güns­ti­gen Bea­mer laut Stif­tung Wa­ren­test nichts falsch ma­chen.

Ge­rin­ge Le­bens­dau­er der Lam­pen

Ein gro­ßer Nach­teil der Bea­mer ist: Die Lam­pen der Pro­jek­to­ren ha­ben oft kei­ne lan­ge Le­bens­dau­er, sind aber ver­hält­nis­mä­ßig teu­er. Im Be­trieb sind Bea­mer al­so meist weit­aus kos­ten­in­ten­si­ver als gro­ße Fern­se­her. Für die Halt­bar­keit der Lam­pen ge­ben die Her­stel­ler Durch­schnitts­wer­te an, wie lan­ge ei­ne Lam­pe je­doch tat­säch­lich durch­hält, ist un­ter­schied­lich. Hier hat das ja­pa­ni­sche Un­ter­neh­men Ep­son gleich zwei Bea­mer auf dem Markt, die die Stif­tung Wa­ren­test über­durch zeugt ha­ben. Bei­de Sie­ger des Bea­mer­tests stam­men aus Ja­pan. Der EHTW5650 und der EH-TW540 be­ka­men je­weils die No­te „gut“und sind bei­de Full-hd-pro­jek­to­ren. Die ho­he Auf­lö­sung (1080 Pi­xel) eig­net sich laut Her­stel­ler nicht nur für Fil­me, son­dern auch Sport­sen­dun­gen und Kon­so­len­spie­le. Für die Bea­mer muss man al­ler­dings tie­fer in die Ta­sche grei­fen – sie kos­ten 800 Eu­ro auf­wärts.

Wich­tig für den Kauf: Licht­stär­ke und Lein­wand

Kon­trast­ver­hält­nis und Licht­stär­ke be­stim­men die Qua­li­tät des pro­ji­zier­ten Bil­des. Je hö­her das Kon­trast­ver­hält­nis ei­nes Pro­jek­tors ist, des­to hel­ler ist das Bild auf der Lein­wand. Bea­mer für den Heim­ge­brauch soll­ten ein Kon­trast­ver­hält­nis von 10 000:1 ha­ben. Die Licht­stär­ke wird in An­si-lu­men oder Lu­men ge­mes­sen. In ab­ge­dun­kel­ten Räu­men kann die Licht­hel­lig­keit nied­ri­ger sein.

Wer sich für ei­nen Bea­mer als Fern­se­her-er­satz ent­schei­det, kann schon für re­la­tiv we­nig Geld ei­nen Pro­jek­tor kau­fen, der über ei­ne sehr gu­te Bild­qua­li­tät ver­fügt. Da­bei soll­te man aber nicht ver­ges­sen, dass es mit dem Kauf al­lein nicht ge­tan ist. Si­cher­lich kann auch ei­ne wei­ße Wohn­zim­mer- oder Haus­wand den Job als Lein­wand über­neh­men, für das bes­te Er­geb­nis sorgt al­ler­dings ei­ne ex­tra Lein­wand. Und wer das Bild mit ei­nem Sur­round-sound-sys­tem ver­bin­det, be­kommt auch im hei­mi­schen Gar­ten oder in den ei­ge­nen vier Wän­den ein ech­tes Ki­no­ge­fühl.

Foto: istock

Gu­te Bea­mer lie­fern auch im Frei­en hoch­auf­lö­sen­de Bil­der – al­ler­dings soll­te es da­zu mög­lichst dun­kel sein.

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