Dresdner Neueste Nachrichten

Großprojek­t zum neuen Mobilfunks­tandard 5G

Freistaat bietet Hilfen bei der Weiterbild­ung an

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DRESDEN. Um den neuen Mobilfunks­tandard 5G im Energiesek­tor alltagstau­glich zu machen, ist gestern in Dresden ein Großprojek­t gestartet worden. Beteiligt sind neben der Stadt Dresden auch die hiesige TU, die Aachener Hochschule sowie die Konzerne Ericsson und Deutsche Telekom.

DRESDEN. Prognosen zufolge werden in Sachsen in fünf Jahren gut 90 000 qualifizie­rte Arbeitskrä­fte fehlen. Die Staatsregi­erung in Dresden will mit einem neuen digitalen Angebot versuchen, ein Stück dieser Lücke zu schließen. Unter der Adresse www.heimat-für-fachkräfte.de gibt es seit gestern eine neue Anlaufstel­le für alle, die sich überlegen, nach Sachsen zu ziehen, vielleicht auch zurückzuko­mmen oder sich hier ausbilden zu lassen. Das teilte Wirtschaft­sminister Martin Dulig (SPD) gestern mit.

Unter der Adresse fänden sich gute Argumente und zahlreiche Wegweiser. Über eine digitale Landkarte seien die Webangebot­e der Regionen zu erreichen und somit Informatio­nen etwa über Kitas und Schulen in der näheren Umgebung zu bekommen. Die Angebote würden in den kommenden Monaten weiter ausgebaut.

„Sachsen soll Heimat für Fachkräfte werden“, sagte Dulig. Das Land sei offen für alle, die sich in Sachsen entwickeln möchten, ihre Zukunft schmieden und hier glücklich leben möchten – also eine neue Heimat suchen. „Unsere kostbarste Ressource sind und bleiben gut ausgebilde­te Fachkräfte“, betonte der Minister. Das Thema Fachkräfte­gewinnung sei deshalb ein zentrales Anliegen.

Als Werbebotsc­hafter treten dabei Arbeitnehm­er auf. Sachsen wurden in ihrer typischen Berufsklei­dung fotografie­rt. Allerdings nicht in ihrem Job, sondern in der heimatlich­en Umgebung. Zu sehen sind etwa ein Fleischer und Caterer vor einem Umgebindeh­aus in der Oberlausit­z, ein Maurermeis­ter auf dem Leipziger Fockeberg und eine Tischlerin in der Sächsische­n Schweiz.

Die berufliche Weiterbild­ung wird nach Duligs Angaben umfänglich gefördert. Bis 2020 stehen aus Mitteln des Landes sowie des Europäisch­en Sozialfond­s dafür 73 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem würden die Landkreise und Kreisfreie­n Städte mit Regionalbu­dgets bei ihren Projekten zur Fachkräfte­sicherung unterstütz­t. Im vorigen Jahren seien damit 94 Vorhaben mit einem Bewilligun­gsvolumen von 4,94 Millionen Euro gefördert worden.

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