Ein­satz der „Aqua­ri­us“wird be­en­det

Dresdner Neueste Nachrichten - - POLITIK -

BER­LIN. Sie war das Sym­bol für die See­notret­tung von Mi­gran­ten im Mit­tel­meer – jetzt ist die Mis­si­on am En­de: Das Ret­tungs­schiff „Aqua­ri­us“läuft nicht mehr aus. Die Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on SOS Mé­di­ter­ra­née be­en­det den Ein­satz des Schif­fes, weil sie sich nach „ge­ziel­ten po­li­ti­schen An­grif­fen“da­zu ge­zwun­gen se­he.

Seit 2016 war das Schiff auf dem Mit­tel­meer für Ärz­te oh­ne Gren­zen und SOS Mé­di­ter­ra­née im Ein­satz und ret­te­te in der Zeit et­wa 30 000 Men­schen. Be­reits seit zwei Mo­na­ten liegt die „Aqua­ri­us“im fran­zö­si­schen Mar­seil­le vor An­ker. Im Ju­ni ver­wei­ger­te Ita­li­en der „Aqua­ri­us“ei­nen Ha­fen zum An­le­gen. Zu­dem wur­de dem Schiff den Or­ga­ni­sa­tio­nen zu­fol­ge nach Ret­tungs­ein­sät­zen auf po­li­ti­schen Druck hin zwei­mal die Flag­ge ent­zo­gen. Und die ita­lie­ni­schen Be­hör­den hät­ten das Schiff we­gen an­geb­lich il­le­ga­ler Ab­fall­ent­sor­gung be­schlag­nah­men wol­len. Den­noch wol­len bei­de Or­ga­ni­sa­tio­nen wei­ter­ma­chen.

Die de­si­gnier­te Spd-eu­ro­pa­spit­zen­kan­di­da­tin Ka­ta­ri­na Bar­ley be­dau­ert das Aus für die „Aqua­ri­us“. „Wer auf See Le­ben ret­tet, ver­dient Re­spekt und nicht Schi­ka­ne und Kri­mi­na­li­sie­rung. Die Rechts­po­pu­lis­ten in Ita­li­en pro­fi­lie­ren sich mit ih­rer Sa­bo­ta­ge pri­va­ter See­notret­tung auf Kos­ten der Ge­flüch­te­ten“, sag­te die Po­li­ti­ke­rin ges­tern dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND).

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