Grü­ne kri­ti­sie­ren Sa­nie­rungs­ver­trag mit Mi­brag und Leag

Dresdner Neueste Nachrichten - - WIRTSCHAFT -

DRES­DEN. Der Ab­schluss von Sa­nie­rungs­ver­ein­ba­run­gen mit den Braun­koh­leun­ter­neh­men Mi­brag und Leag stößt bei den Grü­nen auf Kri­tik. „Die­se Ver­ein­ba­run­gen sind das Pa­pier nicht wert, auf dem sie ge­druckt sind“, sag­te der en­er­gie­po­li­ti­sche Spre­cher der Dresd­ner Land­tags­frak­ti­on, Gerd Lip­pold. „Die­se Über­ein­kunft setzt vor­aus, dass der in der Koh­le­kom­mis­si­on dis­ku­tier­te Koh­le­aus­stieg schei­tert und bis 2030 nicht in Gang kommt.“Nur dann ge­he der Plan auf, dass die bei­den Fir­men das Geld für die Re­kul­ti­vie­rung ih­rer Ta­ge­baue an­spa­ren und an den Frei­staat ver­pfän­den.

Das säch­si­sche Ober­berg­amt hat­te die bei­den Ver­ein­ba­run­gen am Don­ners­tag als Durch­bruch ge­fei­ert. Knapp 1,5 Mil­li­ar­den Eu­ro sol­len die bei­den Berg­bau­un­ter­neh­men in den nächs­ten Jah­ren in zwei neue Zweck­ge­sell­schaf­ten ein­zah­len, die sich ab 2042 um die Re­kul­ti­vie­rung der Ta­ge­baue küm­mern. Da­bei wird da­von aus­ge­gan­gen, dass der Ab­bau im Ver­ei­nig­ten Schle­en­hain süd­lich von Leip­zig bis 2037 wei­ter­geht, in Reich­wal­de in der Lau­sitz bis 2042. Bis wann ge­nau das Geld an­ge­spart wer­den soll, wur­de in den ver­öf­fent­lich­ten Ver­trags­tex­ten aber als „ver­trau­lich“ge­schwärzt. Die­se Ge­heim­hal­tung, so Lip­pold, „ist ein wirk­li­cher Skan­dal“. joh Pünkt­lich zum Weih­nachts­ge­schäft steht bei Ama­zon in Leip­zig (gro­ßes Fo­to) wie­der die Streik­front: Punkt Mit­ter­nacht leg­ten am Frei­tag die ers­ten Mit­ar­bei­ter der Nach­schicht die Ar­beit nie­der, im Lau­fe des Ta­ges schlos­sen sich Kol­le­gen aus Früh- und Spät­schicht an. In der vier Ki­lo­me­ter ent­fern­ten Gast­stät­te „Auf­ge­hen­de Son­ne“(klei­nes Fo­to) schlu­gen sie ihr Streik­lo­kal auf. Heu­te soll der Aus­stand wei­ter­ge­hen. Seit fünf­ein­halb Jah­ren ruft Ver­di im­mer wie­der zu Streiks auf, vor al­lem in der Zeit vor Weih­nach­ten. Die Ge­werk­schaft will Ta­rif­ver­hand­lun­gen durch­set­zen.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.