Fried­rich siegt in Altenberg

Fran­ces­co Fried­rich in der Er­folgs­spur: Am Wo­chen­en­de ge­wann der Pir­na­er Bob-pi­lot mit sei­nen Teams im Zwei­er und im Vie­rer beim Heim-welt­cup in Altenberg.

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - Von As­trid Hof­mann

Fran­ces­co Fried­rich bleibt der Do­mi­na­tor im Bob. Erst recht auf sei­ner Heim­bahn in Altenberg. Der Dop­pel-olym­pia­sie­ger zeigt auch im nach­olym­pi­schen Win­ter kei­ne Schwä­che, son­dern ist er­neut das Maß der Din­ge. Erst fei­er­te er am Sonn­abend bei äu­ßerst schwie­ri­gen Be­din­gun­gen im Zwei­er sei­nen ins­ge­samt 20. Welt­cup-sieg, dann ließ er auch ges­tern im Vie­rer nichts an­bren­nen und die Kon­kur­renz klar hin­ter sich. Mit fünf Sie­gen in sechs Ren­nen führt der Pir­na­er Eh­ren­bür­ger auch deut­lich den Ge­samt-welt­cup an. Da­bei be­wies Fried­rich mit sei­nem Olym­pia-an­schie­ber Thors­ten Mar­gis am Sonn­abend in sei­ner Scho­ko­la­den­dis­zi­plin, dass er sich selbst von wid­ri­gen Be­din­gun­gen nicht aus der Ru­he brin­gen lässt. So lag er nach dem ers­ten Lauf, den er im strö­men­den Re­gen ab­sol­vie­ren muss­te und des­halb ein paar Wack­ler in der Bahn hat­te, hin­ter dem Ka­na­di­er Jus­tin Kripps und dem Let­ten Os­kars Ki­ber­ma­nis nur auf Rang drei. Doch mit ei­nem fu­rio­sen, feh­ler­frei­en zwei­ten Lauf ver­wies er Kripps, der mit ihm in Pyeong­chang zeit­gleich Olym­pia­sie­ger ge­wor­den war, noch mit 37 Hun­dert­sel auf Rang zwei. Hin­ter Ki­ber­ma­nis kam der zwei­te Ober­bä­ren­bur­ger Lo­kal­ma­ta­dor Ni­co Walt­her mit sei­nem An­schie­ber Paul Krenz knapp ge­schla­gen auf den vier­ten Platz. Der drit­te deut­sche Star­ter Jo­han­nes Loch­ner (Stutt­gart) stürz­te im ers­ten Lauf in Kur­ve 13, be­wies aber Neh­mer­qua­li­tä­ten und trat trotz Ver­bren­nen und Ab­schür­fun­gen zum Vie­rer­ren­nen wie­der an. Im gro­ßen Schlit­ten do­mi­nier­te der Sai­son-über­flie­ger Fran­ces­co Fried­rich von Be­ginn an. Mit sei­nen Olym­pia-an­schie­bern Thors­ten Mar­gis, Can­dy Bau­er und Martin Groth­kopp führ­te er be­reits nach dem ers­ten Lauf und ließ sich den Sieg auch von ei­ner et­was schlech­te­ren Start­zeit im zwei­ten Lauf nicht mehr neh­men. Mit 0,31 Se­kun­den Rück­stand er­kämpf­te der Let­te Os­kars Mel­bar­dis Rang zwei vor Ni­co Walt­her, der mit Paul Krenz, Alexander Rö­di­ger und Eric Fran­ke auf Rang drei fuhr. Jo­han­nes Loch­ner be­leg­te trotz sei­ner Bles­su­ren ei­nen gu­ten vier­ten Rang. „Der Heim-welt­cup ist na­tür­lich im­mer et­was Be­son­de­res. Wir ha­ben auch im Hin­blick auf die WM 2020 ku­fen- und schlit­ten­tech­nisch wie­der viel her­aus­ge­fun­den, das war an die­sem Wo­chen­en­de das Wich­tigs­te. Dass es dann noch so gut auf­geht, ist um­so schö­ner. Für die WM ha­ben wir si­cher noch Re­ser­ven“, blieb Fried­rich wie ge­wohnt auf dem Tep­pich, mein­te zu­dem: „Wir sind nach dem Sieg in Win­ter­berg viel­leicht auch ein biss­chen ent­spann­ter als die an­de­ren, die ha­ben Druck und wol­len nach vor­ne, ma­chen da­bei aber Feh­ler.“So ha­der­te zum Bei­spiel Ni­co Walt­her: „Un­ser An­spruch ist es, hier um den Sieg mit­zu­fah­ren. Man muss voll an­grei­fen, wenn man hin­ten liegt, und dann pas­sie­ren Feh­ler. Der Rück­stand aus Durch­gang eins im Vie­rer war viel zu groß. Da müs­sen wir uns jetzt Ge­dan­ken ma­chen, um nächs­tes Jahr zur WM kon­kur­renz­fä­hig zu sein. Die Heim-wm ist nach den Olym­pi­schen Spie­len das Größ­te, was es gibt. Altenberg ist da ganz be­son­ders, die Stim­mung ist ein­fach bes­ser als auf je­der an­de­ren Bahn.“Das be­wie­sen ges­tern auch die rund 3000 Zu­schau­er, die in den Kohl­grund zur Kö­nigs­dis­zi­plin ge­kom­men wa­ren. Für al­le geht es jetzt wei­ter an den Kö­nigs­see zur vier­ten Welt­cup­S­ta­ti­on, bei der zugleich um EMMe­dail­len ge­fah­ren wird.

Für die WM 2020 ha­ben wir si­cher noch Re­ser­ven. Fran­ces­co Fried­rich Bob-pi­lot

FO­TO: DPA/SEBASTIAN KAH­NERT

Fran­ces­co Fried­rich, Can­dy Bau­er, Martin Groth­kopp und Thors­ten Mar­gis ju­beln im Ziel­be­reich mit ih­ren Fans.

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