Ski­welt­cup: Dres­den hofft auf Schnee

Rad­ler­ver­band ADFC kri­ti­siert Um­lei­tung nach El­be­rad­weg­sper­rung / Eis­hal­le spen­det Abrieb

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - Von Uwe Hof­mann

Dres­den. Am Sonn­abend be­ginnt der Ski­welt­cup am Kö­nigs­ufer in Dres­den – der zwei­te vor der fern­seh­taug­li­chen Alt­stadt­ku­lis­se. Be­vor die Ath­le­ten auf ei­ner 800 Me­ter lan­gen Schne­e­pis­te um Welt­cup­punk­te sprin­ten kön­nen, muss noch rich­tig ge­klotzt wer­den: Es gilt, die der­zeit noch grü­nen Elb­wie­sen mit wei­ßem Wett­kampf­be­lag zu ver­klei­den. Da­für läuft seit Ta­gen die Kunst­schnee­be­rei­tung am Flug­ha­fen in Klotz­sche auf Hoch­tou­ren. Und auch die Eis­meis­ter der Ener­gie­ver­bund-are­na wol­len ih­ren Bei­trag leis­ten. Sie stel­len et­wa 100 Ku­bik­me­ter Eis­ab­rieb zur Ver­fü­gung, die bei der Eis­be- rei­tung in Form von 0,3 Mil­li­me­ter di­cken Eis­spä­nen an­fal­len. Viel lässt sich mit der kal­ten Spen­de al­ler­dings nicht an­s­tel- len, wur­den doch im ver­gan­ge­nen Jahr mehr als 4000 Ku­bik­me­ter Schnee be­nö­tigt. Auch wenn die Wett­kampf­stre­cke in die­sem Jahr um ein Drit­tel ver­kürzt wur­de, müs­sen des­halb ab Don­ners­tag­mor­gen vie­le Las­ter­la­dun­gen Kunst­schnee zum Kö­nigs­ufer ge­bracht wer­den. Au­ßer, Vä­ter­chen Frost zeigt sich doch noch gnä­dig. In den nächs­ten Ta­gen ste­hen nach Mei­nung von Me­teo­ro­lo­gen die Chan­cen nicht schlecht, dass sich ein sel­ten ge­wor­de­ner Gast im Elb­tal bli­cken lässt: die Schnee­flo­cke. Ob nun Kunst­schnee oder Na­tur­flo­cken – nicht al­le mit dem Ski­welt­cup glück­lich. Der Rad­ler­ver­band ADFC be­klagt die aus sei­ner Sicht ver­kehrs­wid­ri­ge und ge­fähr­li­che Um­lei­tung, die vom El­be­rad­weg ver­bann­te Rad­ler be­wäl­ti­gen müs­sen. Die Zwei­rad­fah­rer füh­len sich eis­kalt ab­ser­viert.

FOTOS (2): AN­JA SCHNEI­DER

Or­ga­ni­sa­tor René Kin­der­mann schau­felt Eis­ab­rieb für den Ski­welt­cup.

Auch wenn es an Schnee fehlt, läuft der Auf­bau der Skia­re­na am Kö­nigs­ufer auf Hoch­tou­ren.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.