Tä­ter von Beucha war auf­fäl­lig

Dresdner Neueste Nachrichten - - SACHSEN UND MITTELDEUTSCHLAND -

Der jun­ge Sy­rer, der vor ei­ner Wo­che auf dem Beucha­er Bahn­hof of­fen­bar im Streit um ein Mäd­chen zu­ge­sto­chen und sei­nen mut­maß­li­chen Ne­ben­buh­ler schwer ver­letzt hat­te, sitzt nach An­ga­ben von Ober­staats­an­walt Ri­car­do Schulz noch im­mer in Un­ter­su­chungs­haft. „Zu den ge­gen ihn er­ho­be­nen Tat­vor­wür­fen hat er sich noch nicht ge­äu­ßert“, so Schulz. Der Er­mitt­ler hat auf Nach­fra­ge zu­dem ei­ne Nach­richt, die au­f­at­men lässt: Der Beucha­er Jun­ge ha­be das Kran­ken­haus in­zwi­schen wie­der ver­las­sen kön­nen. Dem Ver­neh­men nach war der sy­ri­sche Flücht­ling, der als 13-Jäh­ri­ger oh­ne El­tern nach Deutsch­land kam, be­reits vor der Mes­ser­ste­che­rei kein un­be­schrie­be­nes Blatt. Er sei ver­hal­tens­auf­fäl­lig ge­we­sen, heißt es in sei­nem Um­feld. Dort ver­steht man nicht, wes­halb man ihn in sei­nem ag­gres­si­ven Zu­stand in ei­ner Wohn­grup­pe für un­be­glei­te­te min­der­jäh­ri­ge Asyl­su­chen­de un­ter­brin­gen konn­te. Der Vor­wurf wiegt schwer: „Sys­tem­ver­sa­gen!“Straf­fäl­lig ge­wor­de­ne Flücht­lin­ge müss­ten zu ih­rem ei­ge­nen und zum Schutz der All­ge­mein­heit in­ten­siv päd­ago­gisch be­treut wer­den.

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