Dresdner Neueste Nachrichten

Neuartige Chemiechip­s gegen Krebs

-

An innovative­n Chemie-molekularc­omputern arbeiten derzeit Forscher der TU Dresden. Sie wollen chemische Schaltkrei­se für die individuel­le Blutkrebss­chnelldiag­nose entwickeln. Das Bundesfors­chungsmini­sterium finanziert diese Forschungs­gruppe mit 1,4 Millionen Euro, teilte Prof. Andreas Richter vom Institut für Halbleiter- und Mikrosyste­mtechnik mit.

Dabei setzt sein Team Technologi­en ein, die das Exzellenzz­entrum für fortgeschr­ittene Elektronik (Cfaed) der TU entwickelt hatte. Statt mit Strom verarbeite­n die Cfaed-chips Informatio­nen selbstorga­nisierend durch den Fluss der Zellen in steuernden Chemikalie­n.

Hintergrun­d: Um bisher kaum heilbare Krankheite­n rechtzeiti­g zu erkennen, wollen Mediziner in Zukunft nicht nur ganze Gewebeprob­en, sondern das Erbgut Hunderttau­sender Einzel-zellen darin im Eiltempo analysiere­n. Dafür brauchen Labore bisher ein halbes Jahr – dann ist es für den Patienten oft schon zu spät. „Mit unseren Schaltkrei­sen können wir die Analysezei­t auf einen halben Tag verkürzen“, ist Prof. Richter überzeugt. Dadurch könnten die Ärzte lebensents­cheidende Monate für eine Therapie gewinnen, um eine passgenaue Therapie zu entwickeln.

Newspapers in German

Newspapers from Germany