IWH: Wei­ter we­ni­ge, aber da­für gro­ße Fir­men-plei­ten

Dresdner Neueste Nachrichten - - WIRTSCHAFT -

Hal­le. Trotz Co­ro­na-kri­se mel­den in Deutsch­land nach An­ga­ben des Leib­niz-in­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung Hal­le (IWH) wei­ter nur we­ni­ge Un­ter­neh­men In­sol­venz an. Die re­la­tiv we­ni­gen In­sol­ven­zen be­trä­fen aber re­la­tiv vie­le Jobs, schrei­ben die Wirt­schafts­for­scher in ih­rem ges­tern ver­öf­fent­lich­ten In­sol­venz­trend. So sei­en im Sep­tem­ber 702 Per­so­nen­und Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten in­sol­vent ge­mel­det wor­den – rund drei Vier­tel des Vor­jah­res­wer­tes.

Nach wie vor wür­den aber vor al­lem gro­ße Be­trie­be In­sol­venz an­mel­den: Die größ­ten zehn Pro­zent der zah­lungs­un­fä­hig ge­mel­de­ten Un­ter­neh­men hät­ten rund 16000 Men­schen be­schäf­tigt – zu Jah­res­be­ginn sei­en das nur et­wa 6700 ge­we­sen.

„Die nied­ri­gen In­sol­venz­zah­len dürf­ten ih­re Ur­sa­chen in den staat­li­chen Ret­tungs­pa­ke­ten und der Aus­set­zung der In­sol­venz­an­trags­pflicht ha­ben,“so der Lei­ter der Iwh-in­sol­venz­for­schungs­stel­le, Stef­fen Mül­ler. Ei­ne In­sol­venz­wel­le wer­de es die­ses Jahr da­her vor­aus­sicht­lich nicht mehr ge­ben. Die wah­re La­ge der Un­ter­neh­men bleibt so un­klar.

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