Uu­und . . . lä­cheln bit­te!

Die Ent­ste­hung der Fo­to­gra­fie ist ei­ne span­nen­de und lan­ge Ge­schich­te, die es zu ent­de­cken gilt. Auf die­ser Sei­te er­klä­ren wir dir, wie sich die Ka­me­ra ent­wi­ckelt hat.

Dresdner Neueste Nachrichten - - KINDER, KINDER - Von Ju­lia­ne Lan­ge

Zu fo­to­gra­fie­ren, ist für uns zur Selbst­ver­ständ­lich­keit ge­wor­den. Mit ei­nem Fo­to­ap­pa­rat oder dem Smart­pho­ne kannst du fast über­all und je­der­zeit Fo­tos schie­ßen und so dei­ne Er­leb­nis­se fest­hal­ten. Doch das war nicht im­mer so ein­fach. Fan­gen wir ganz am An­fang an. Das Wort Fo­to­gra­fie stammt aus dem Grie­chi­schen. Es be­deu­tet: „Schrei­ben mit Licht“. In der Fo­to­gra­fie macht man Bil­der, in­dem man Licht mit ei­nem Ge­rät ein­fängt. Das Ge­rät nennt man Ka­me­ra oder eben auch Fo­to­ap­pa­rat, die Bil­der hei­ßen Fo­tos. Wer ein Foto macht, fo­to­gra­fiert. Es gibt auch den Be­ruf da­zu: der Fo­to­graf. Die meis­ten Fo­tos ent­ste­hen heu­te mit den win­zi­gen Ka­me­ras, die auch in Smart­pho­nes ein­ge­baut sind.

Wie nun funk­tio­niert das Fo­to­schie­ßen? Das Licht wird ein­ge­fan­gen, und es wird ge­spei­chert. Das ist ähn­lich wie bei un­se­ren Au­gen: Das Licht trifft auf un­se­re Lin­se. Sie ver­engt die Licht­strah­len. Das Licht­bün­del fällt dann hin­ten in un­se­rem Au­ge auf die Netz­haut.

Bei der Ka­me­ra fällt das ge­bün­del­te Licht durch ein Ob­jek­tiv auf ei­nen Film oder auf ei­ne licht­emp­find­li­che Schei­be, den Sen­sor. Der spei­chert das Licht und macht dar­aus ein Foto. Ein Ob­jek­tiv be­steht aus ei­ner oder – meis­tens – meh­re­ren Lin­sen. Be­reits im Jahr 1840 wur­de die Fo­to­gra­fie er­fun­den. Zu der Zeit hat man ei­ne Flüs­sig­keit zum Bei­spiel auf ei­ne Glas­schei­be ge­ge­ben, die licht­emp­find­lich war. Wenn das Licht auf ei­ne Stel­le ge­fal­len ist, wur­de die Stel­le dunk­ler. Die Glas­schei­be steck­te man in die Ka­me­ra. So mach­te man Fo­tos. Ganz zu An­fang dau­er­te es noch meh­re­re St­un­den, um ein Foto zu ma­chen. Doch über die Jah­re wur­de das Fo­to­ma­te­ri­al im­mer bes­ser, den­noch muss­ten die Men­schen ziem­lich lan­ge still­ste­hen, da­mit ein Foto et­was wur­de. Die Ka­me­ras wur­den im Lau­fe der Zeit im­mer klei­ner, so­dass man sie mit­neh­men konn­te. Das war et­wa um 1900 der Fall. Ein Foto zu ver­viel­fäl­ti­gen, das war aber noch nicht mög­lich. Das ei­ne Bild, das der Fo­to­graf im „Kas­ten“hat­te, war das ein­zi­ge.

In den Jah­ren nach 1900 er­fand man den Film, das war ein Plas­tik­strei­fen. Der war auf­ge­rollt und steck­te in ei­nem klei­nen Käst­chen, der Kas­set­te. Die­se leg­te man in die Ka­me­ra. Wenn man ein Foto ge­schos­sen hat­te, dreh­te man an der Ka­me­ra ei­nen He­bel. Da­mit zog man so am Film, dass man an ei­ne neue Stel­le kam. Dann mach­te man ein neu­es Foto. Die­se neue Stel­le wur­de be­lich­tet. Mit der Film­kas­set­te ging man zu ei­nem Fo­to­stu­dio. Das Stu­dio „ent­wi­ckel­te“

den Film zu ei­nem Ne­ga­tiv: Es tauch­te ihn in ei­ne Flüs­sig­keit, die da­für sorg­te, dass er sich nicht mehr durch neu­es Licht ver­än­der­te. Der Kun­de be­kam nicht nur das Ne­ga­tiv, son­dern auch Ab­zü­ge da­von. So nennt man die ei­gent­li­chen Fo­tos.

Seit et­wa 1930 gab es dann den Farb­film zu kau­fen. Doch selbst noch um 1970 wa­ren die meis­ten Fo­tos nur Schwarz-weiß, weil ein

Farb­film teu­rer war. Und heu­te sind di­gi­ta­le Ka­me­ras der Hit. In den Jah­ren nach 1990 bau­te man die ers­ten. Bei so ei­ner Ka­me­ra fällt das Licht nicht mehr auf ei­nen Film, son­dern ei­nen Sen­sor. Das ist ein Ge­rät, das Licht in Com­pu­ter­si­gna­le ver­wan­delt. Das Foto ist dann di­gi­tal, be­steht aus Da­ten und kann vom Com­pu­ter be­ar­bei­tet und ver­viel­fäl­tigt wer­den.

FOTO: AFP FO­TOS (3): STOCK.ADOBE.COM

frü­her aus. Sie wa­ren So sa­hen die Fo­to­ap­pa­ra­te man konn­te sie wirk­lich ziem­lich groß und nicht so ein­fach mit­neh­men. Heut­zu­ta­ge ma­chen vie­le Rei­sen­de Fo­tos mit dem Han­dy. Der Sel­fiestick ist im­mer da­bei. Auf die­sem Bild ist die Akro­po­lis in At­hen im Hin­ter­grund. Und Ac­tion: Die­ses Mäd­chen macht mit ei­ner Ka­me­ra gera­de ein Sel­fie. Die­ses Mäd­chen hält ei­ne pro­fes­sio­nel­le Ka­me­ra Hän­den, um Fo­tos zu in ih­ren ma­chen. Vie­le Fo­to­gra­fen sol­che Ka­me­ras. be­nut­zen

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