Wirt­schaft: No­bel­preis für Us-öko­no­men

Ob­wohl der Dach­stuhl noch nicht kom­plett mon­tiert ist, fei­er­te der Au­to­zu­lie­fe­rer Dr­äxlmai­er Richt­fest. Denn sein po­ti­en­zel­ler Ab­neh­mer baut auch.

Dresdner Neueste Nachrichten - - ERSTE SEITE - Von Andre­as Dun­te

Stock­holm. Die Us-öko­no­men Paul R. Mil­grom and Ro­bert B. Wil­son er­hal­ten in die­sem Jahr den No­bel­preis für Wirt­schaft. Das gab die Kö­nig­lich-schwe­di­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten be­kannt.

Sie wür­den für Ver­bes­se­run­gen der Auk­ti­ons­theo­rie und die Ent­wick­lung neu­er und bes­se­rer Ver­stei­ge­rungs­for­ma­te ge­ehrt, teil­te die Aka­de­mie mit.

Leip­zig. Richt­fest für die neue Bat­te­rie­fa­brik in Leip­zig-stahmeln: Zwar ist der Dach­stuhl nur zu 75 Pro­zent auf dem ge­wal­ti­gen Hal­len­kom­plex mon­tiert. Aber das ma­che nichts, sagt ein Spre­cher. Man ha­be sich nach den Ter­mi­nen des Mi­nis­ter­prä­si­den­ten ge­rich­tet, heißt es.

Ob­wohl das Por­sche-werk nur we­ni­ge Ki­lo­me­ter ent­fernt ist, hält man sich bei Däxlmai­er be­deckt, für wen man in Leip­zig künf­tig Hoch­volt-bat­te­ri­en pro­du­zie­ren wird. Für ei­nen „Pre­mi­um-suv“, sagt le­dig­lich der Vor­sit­zen­de der Ge­schäfts­füh­rung, Fritz Dr­äxlmai­er. Dass das Por­sche ist, steht au­ßer Fra­ge. In Stutt­gart, wo die Sport­wa­gen­schmie­de be­reits den Elek­trotay­can fer­tigt, stam­men die Bat­te­ri­en eben­falls von Dr­äxlmai­er. Die in Sach­sen­heim (Land­kreis Lud­wigs­burg) her­ge­stell­ten Sport­wa­gen­bat­te­ri­en zeich­nen sich durch ei­ne sehr kur­ze La­de­dau­er aus und sind für das 800-Volt-sys­tem ent­wi­ckelt wor­den, das ge­gen­über ei­nem kon­ven­tio­nel­len 400-Volt­sys­tem in der hal­ben Zeit la­den kann.

Dr­äxlmai­er drückt ge­wal­tig auf die Tu­be, denn bei Por­sche Leip­zig geht die Werks­er­wei­te­rung zü­gig vor­an. Por­sche schult be­reits sei­ne Mit­ar­bei­ter für den Bau des voll­elek­tri­schen Ma­can, der En­de 2021 an der Start ge­hen soll.

In dem 25000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Hal­len­kom­plex in Stahmeln sol­len im Ja­nu­ar kom­men­den Jah­res die Ma­schi­nen ein­ge­baut wer­den. Dann will man auch mit den ers­ten Schu­lun­gen der Mit­ar­bei­ter be­gin­nen. „Wir stel­len be­reits ein und be­nö­ti­gen Fach­leu­te für In­for­ma­ti­ons-tech­no­lo­gie und Ro­bo­tik“, sagt Spre­cher To­bi­as Ni­ckel. Ge­sucht wer­den fer­ner In­stand­hal­tungs­me­cha­ni­ker so­wie Per­so­nal für Lo­gis­tik und Ver­wal­tung. Zum Pro­duk­ti­ons­start sol­len 100 Mit­ar­bei­ter an Bord sein.

Wann das ge­nau sein wird, sei noch of­fen. Ins­ge­samt wer­de man in Stahmeln ein­mal 180 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tig­ten – das zu­min­fest scheint si­cher.

Die 800-Volt-bat­te­ri­en lie­fert Dr­äxlmai­er in ver­schie­de­nen Leis­tungs­stär­ken di­rekt ans Band bei Por­sche.

Das Un­ter­neh­men mit Sitz im baye­ri­schen Vils­bi­burg ver­fügt im be­nach­bar­ten Leip­zi­ger Gü­ter­ver­kehrs­zen­trum be­reits über ei­nen Stand­ort mit 240 Be­schäf­tig­ten. Mon­tiert wer­den Au­to­tei­le wie

Cock­pits, Mit­tel­kon­so­len und Tür­ver­klei­dun­gen.

Un­stim­mig­kei­ten hat­te es im Vor­feld der An­sied­lung ge­ge­ben. Vor Ort be­fürch­te­te man, dass die für den neu­en Ge­wer­be­park vor­ge­se­he­nen Stra­ßen und Kreu­zun­gen den zu er­war­ten­den Ver­kehr nicht auf­neh­men könn­ten. Nach den Nach­bes­se­run­gen auch beim Sicht- und Lärm­schutz stimm­te aber der Stadt­rat mit gro-ßer Mehr­heit oh­ne Ge­gen­stim-men dem städ­te­bau­li­chen Ver­trag zur Er­schlie­ßung des Ge­wer­be­parks zu.

FO­TO: JAN WOI­TAS/DPA

Blick von oben auf das künf­ti­ge Pro­duk­ti­ons­werk für Hoch­volt-bat­te­rie­sys­te­me des Au­to­mo­bil-zu­lie­fe­rers Dr­äxlmai­er in Leip­zig-stahmeln.

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