Dresdner Neueste Nachrichten

Hy­brid-ju­bi­lä­um bei Por­sche in Sach­sen

Bei al­ter­na­ti­ven An­trie­ben hat der Au­to­bau­er in Sach­sen seit zehn Jah­ren Er­fah­rung ge­sam­melt

- Von Andre­as Dun­te Cars · Porsche Automobil Holding SE · FC Sachsen Leipzig · Leipzig · Saxony · Bratislava · European Union · Europe · France · Germany · Porsche Taycan · Cayenne · Porsche Panamera · Slovakia

Leip­zig. Der Por­sche Tay­can ent­wi­ckelt sich zum Ver­kaufs­schla­ger des Sport­wa­gen­bau­ers. Rund 30000 Vor­be­stel­lun­gen für den elek­trisch an­ge­trie­be­nen Wa­gen lie­gen laut Por­sche bis­her vor. Um die Nach­fra­ge nach E-mo­bi­len zu stil­len, legt Por­sche mit dem E-ma­can nach. Ak­tu­ell bau­en die Stutt­gar­ter für rund 600 Mil­lio­nen Eu­ro das Leip­zi­ger Werk für die Fer­ti­gung des neu­en Suv-stro­mers um.

Elek­tro­mo­bi­li­tät ist für Por­sche Leip­zig aber nichts gänz­lich Neu­es:

Be­reits im Jahr 2010 roll­te das erste Hy­bridfahr­zeug von Por­sche – der Cay­enne S E-hy­brid – in Sach­sen vom Band. Leip­zig sei da­mit zum Vor­rei­ter bei der Ein­füh­rung in­no­va­ti­ver Tech­no­lo­gi­en ge­wor­den, meint Ver­stand Al­brecht Rei­mold. „Mit der In­te­gra­ti­on von Hy­bridfahr­zeu­gen in die be­ste­hen­de Fer­ti­gungs­li­nie be­wies der Stand­ort Leip­zig ein Höchst­maß an Fle­xi­bi­li­tät.“

Drei Mo­del­le zur Aus­wahl

In den dar­auf­fol­gen­den Jah­ren ha­be sich Por­sche vom tech­no­lo­gi­schen

Vor­rei­ter zum ein­zi­gen Her­stel­ler im Pre­mi­um-seg­ment mit gleich drei Plug-in-hy­bri­den ent­wi­ckelt. Nur ein Jahr nach der Welt­pre­mie­re des Hy­brid-cay­enne fei­er­te der Pan­ame­ra sei­nen Pro­duk­ti­ons­start in Leip­zig, für den es in­zwi­schen auch ei­ne Va­ri­an­te mit 560 PS und hö­he­rer Ereich­wei­te gibt.

Bis heu­te sei­en im Leip­zi­ger Werk mehr als 75000 Hy­brid-fahr­zeu­ge der Mo­del­le Cay­enne und Pan­ame­ra ge­fer­tigt wor­den. Der Cay­enne läuft al­ler­dings seit 2017 nicht mehr in Leip­zig, son­dern im Werk in Bra­tis­la­va (Slo­wa­kei) vom Band.

In Eu­ro­pa ist die al­ter­na­ti­ve An­triebs­form be­son­ders be­liebt: Im Ge­schäfts­jahr 2019 lie­fer­te Por­sche dort 60 Pro­zent der Pan­ame­ra als Hy­brid­mo­del­le aus. In Frank­reich liegt der An­teil so­gar bei 80 Pro­zent. In Deutsch­land sind es 44 Pro­zent und welt­weit 26 Pro­zent.

Leip­zi­ger Werk wird ver­grö­ßert Beim Aus­bau des Leip­zi­ger Werks lie­ge man im Plan. Das Ge­bäu­de für den neu­en Ka­ros­se­rie­bau ist fer­tig. Ak­tu­ell werden die ers­ten An­la­gen auf­ge­baut und die Mit­ar­bei­ter auf die Her­aus­for­de­run­gen der Elek­tro­mo­bi­li­tät

ge­schult, wie Gerd Rupp, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­füh­rung bei Por­sche Leip­zig sagt.

Al­brecht Rei­mold: „Durch den Aus­bau schaf­fen wir die Mög­lich­keit, künf­tig Ben­zin-, Hy­brid- und rei­ne Elek­tro­fahr­zeu­ge auf ei­ner Li­nie zu fer­ti­gen. Wir be­rei­ten un­se­ren Stand­ort da­mit bes­tens auf die Mo­bi­li­tät so­wie die Kun­den­an­sprü­che der Zu­kunft vor.“Da sich die Welt­re­gio­nen in Be­zug auf die Elek­tro­mo­bi­li­tät sehr un­ter­schied­lich ent­wi­ckeln, will der Sport­wa­gen­her­stel­ler zu­nächst auch wei­ter­hin Mo­del­le mit Ver­bren­nungs­mo­tor par­al­lel an­bie­ten.

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