Es lohnt sich, auf Ins­ta­gram zu set­zen

E-Commerce Magazin - - Inhalt - │von Ro­land Wassermann

► Mit 13 Mil­lio­nen Käu­fern ge­hö­ren die 45- bis 54-Jäh­ri­gen in­zwi­schen zu der wich­tigs­ten Grup­pe der On­li­ne-Shop­per, ge­folgt von 12,6 Mil­lio­nen 35- bis 44-Jäh­ri­gen und 11,2 Mil­lio­nen 25- bis 34-Jäh­ri­gen. E-Com­mer­ce ist kei­nes­falls ein Ju­gend­phä­no­men, son­dern in un­se­rer Ge­sell­schaft selbst­ver­ständ­lich. Mehr als 60 Pro­zent al­ler On­li­ne-Ein­käu­fe wer­den laut Sta­tis­ta mitt­ler­wei­le via Smart­pho­ne oder Ta­blet durch­ge­führt. M-Com­mer­ce ist ei­ne Chan­ce, die ge­nutzt wer­den soll­te.

Her­aus­for­de­rung M-Com­mer­ce

Wer auf M-Com­mer­ce setzt, tut gut dar­an, sei­ne Ziel­grup­pe und de­ren Be­dürf­nis­se zu ken­nen. Da lohnt es sich, ge­nau zu ana­ly­sie­ren:

Wie wer­den Kun­den er­reicht?

Wie las­sen sich ih­re Be­dürf­nis­se, Er­war­tun­gen und Kauf­ent­schei­dungs­pro­zes­se eru­ie­ren?

Wie ist ein un­be­grenz­tes On­li­ne-An­ge­bot dif­fe­ren­zier­bar un­ter voll­kom­me­ner Preis­trans­pa­renz und Ver­gleich­bar­keit? Wie wird Kun­den­loya­li­tät er­zeugt?

So­ci­al Me­dia-Platt­for­men ei­g­nen sich nicht nur für die Analyse von Kun­den­be­dürf­nis­sen, son­dern auch als Ver­triebs­ka­nal. Ins­ta­gram hat sich in­zwi­schen zu einem der größ­ten Markt­plät­ze welt­weit ent­wi­ckelt. Das Netz­werk be­wies nach dem Launch 2010, dass der Sprung über die Mil­li­ar­den­gren­ze in­ner­halb we­ni­ger Jah­re mög­lich ist. Der Er­folg der Platt­form liegt aber auch an den tech­ni­schen Rah­men­be­din­gun­gen wie die zu­neh­mend ver­füg­ba­re und er­schwing­li­che Band­brei­te so­wie schnel­le­re Pro­zes­so­ren in Smart­pho­nes.

Ins­ta­gram – das neue QVC für Mill­en­ni­als

Auf Ins­ta­gram las­sen sich User nicht nur in­spi­rie­ren, son­dern sie ent­de­cken und kau­fen neue Pro­duk­te. So wer­den Be­stell­pro­zess und Kun­den­be­treu­ung dort wie selbst­ver­ständ­lich ab­ge­wi­ckelt. Zu­dem in­te­grie­ren die Ma­cher von Face­book im­mer mehr Shop­ping-Funk­tio­nen. „Ins­ta­gram is now QVC for mill­en­ni­als“schrieb Dan Sei­fert, Re­dak­teur beim US-TechB­log The Ver­ge, tref­fend vor Kur­zem auf Twit­ter.

Doch wer glaubt, dass Ins­ta­gram nur ein Netz­werk für Te­ens und Twens ist, irrt. Zwar zähl­ten die 25-bis 34-Jäh­ri­gen im Ja­nu­ar 2019 noch zur größ­ten User­grup­pe. Die Grup­pe der ab 35-Jäh­ri­gen holt in­zwi­schen ge­wal­tig auf. So wie die ab 45-jäh­ri­gen Ins­ta­gram-User. Sie sind so­gar häu­fi­ger als 13- bis 17- Jäh­ri­ge auf Ins­ta­gram ak­tiv – ei­ne idea­le Platt­form, um di­gi­tal­af­fi­ne Ziel­grup­pen über ver­schie­de­ne Al­ters­grup­pen an­zu­spre­chen.

Be­son­ders für B2C-Un­ter­neh­men ent­wi­ckelt sich Ins­ta­gram im­mer mehr zu einem Ka­nal über den, die Ziel­grup­pe der Ge­ne­ra­tio­nen Y und Z (ge­bo­ren ab den frü­hen 80er Jah­ren) ge­zielt er­reicht wer­den kann.

Da­zu bie­tet die Platt­form um­fas­sen­de tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten. Seit ei­ni­gen Mo­na­ten sind Shop­ping­tags auf Fo­tos und Sto­ries mög­lich. Sie zei­gen an, wenn User auf das Fo­to oder Vi­deo tip­pen, von wel­cher Mar­ke et­wa die Klei­dung der Per­son auf dem Fo­to stammt. Über den Tag/But­ton lan­det der User di­rekt auf der Sei­te der Mar­ke oder beim Pro­dukt. Ähn­li­ches gilt auch für die Swi­pe-up-Funk­ti­on. Hier strei­chen die User in den Sto­ries nach oben und wer­den auf Pro­dukt- oder Mar­ken­sei­te ge­lei­tet. Vor­aus­ge­setzt, die­se Funk­ti­on ist in­te­griert.

Doch was pas­siert, wenn ein In­ter­es­sent über die­sen Weg die Pro­dukt­sei­te er­reicht? Wie wird er zum Kun­den? Ins­ta­gram leis­tet viel, aber nicht al­les. Der Kauf­pro­zess muss ganz­heit­lich zu En­de ge­dacht wer­den, min­des­tens bis zum Kauf der Wa­re, bes­ser noch dar­über hin­aus.

Zehn Tipps für die er­folg­rei­che Ins­ta­gram-Nut­zung

Wer mit Ins­ta­gram er­folg­reich das On­li­ne-Mar­ke­ting er­gän­zen möch­te, soll­te die­se zehn Es­sen­ti­als be­rück­sich­ti­gen: 1. Set­zen Sie auf Mit­ar­bei­ter, für die Ins­ta­gram ein we­sent­li­cher Be­stand­teil ih­res pri­va­ten und be­ruf­li­chen Le­bens ist. 2. Kom­mu­ni­zie­ren Sie kei­ne Wer­bung, son­dern Sto­ries, in die Sie Ih­re Pro­duk­te ein­bet­ten. Fol­lo­wer na­vi­gie­ren ger­ne durch in­ter­ak­ti­ve Sto­ry-For­ma­te und er­freu­en sich an rea­len in­ter­es­san­ten Ein­bli­cken hin­ter die Ku­lis­sen.

3. Bau­en Sie In­hal­te so auf, dass sie vi­deo- oder bild­ba­siert, un­ter­halt­sam, in­ter­ak­tiv und „snacka­ble“sind, al­so gut ge­eig­net für zwi­schen­durch und un­ter­wegs – sprich mo­bil. Hal­ten Sie Vi­de­os kurz.

4. Gestal­ten Sie in­ter­ak­ti­ve Sto­ries und kom­mu­ni­zie­ren Sie ak­tiv mit Ih­ren Fol­lo­wern. So­mit ge­ben Sie ih­ren die Mög­lich­keit, ak­ti­ver Be­stand­teil der Com­mu­ni­ty zu wer­den. Durch die In­ter­ak­ti­on ler­nen Sie Ih­re Ziel­grup­pe im­mer bes­ser ken­nen.

5. Pro­bie­ren Sie im­mer wie­der Neu­es aus – zum Bei­spiel neue For­ma­te, neue Tech­ni­ken und Gim­micks – und ana­ly­sie­ren Sie den Er­folg. So ver­ste­hen Sie im­mer bes­ser, was Ih­ren Ziel­grup­pen ge­fällt. 6. Grei­fen Sie zur Analyse auf ver­füg­ba­re Tools zu­rück. Zwar ler­nen Sie auch vom Zu­schau­en, aber ziel­ge­rich­tet han­deln Sie nur mit so­li­den Ana­ly­sen. Et­li­che, zum Teil auch kos­ten­lo­se, On­li­ne-Tools er­mög­li­chen, die Per­for­mance Ih­rer je­wei­li­gen Ins­ta­gram-Ak­ti­vi­tä­ten zu tra­cken. 7. Über­frach­ten Sie Ih­re In­hal­te nicht. Ins­ta­gram ist ein Me­di­um für Smart­pho­nes. Gestal­ten Sie da­her Ih­ren Con­tent mit vi­su­ell ein­fa­chen Bil­dern und Vi­de­os, leuch­ten­den Far­ben, pas­sen­den Links und kur­zen Tex­ten.

8. Ach­ten Sie auf ei­ne ho­he Wie­der­er­kenn­bar­keit.

9. Ach­ten Sie auf ho­he Qua­li­tät und Un­ter­halt­sam­keit. Es muss kurz­wei­lig sein, Ih­rem Ac­count zu fol­gen. So er­zeu­gen Sie Loya­li­tät.

10. Ex­pe­ri­men­tie­ren Sie mit un­ter­schied­li­chen Post-Rhyth­men und -Häu­fig­kei­ten und fin­den Sie so den bes­ten Fit für Ih­re Com­mu­ni­ty her­aus.

Ins­ta­gram er­le­ben ist ein­fach, aber kein Selbst­läu­fer. In der An­fangs­pha­se ist die Un­ter­stüt­zung durch pro­fes­sio­nel­le Di­enst­leis­ter Gold wert. Ent­wi­ckeln Sie pas­sen­de Kam­pa­gnen und Sto­ries, nut­zen Sie Ih­re Ka­nä­le und ler­nen Sie er­folg­rei­ches Kom­mu­ni­zie­ren und In­ter­agie­ren auf Ins­ta­gram. Bau­en Sie die Cust­o­m­er Jour­ney ganz­heit­lich auf, in­dem Sie so­wohl die Schrit­te auf Ins­ta­gram als auch dar­über hin­aus, bis hin zum Kauf in Ih­rem Shop, de­fi­nie­ren. Be­schrän­ken Sie sich nicht al­lein auf die Traf­fic-Analyse, son­dern flan­kie­ren Sie Ih­re Be­stre­bun­gen durch er­gän­zen­de Per­for­mance Mar­ke­ting Maß­nah­men wie bei­spiels­wei­se Paid Con­tent,

SEO, SEA, und Tar­ge­ting. ║

Mo­bi­le Com­mer­ce ver­än­dert den Han­del nach­hal­tig und wird zum Um­satz­trei­ber der Zu­kunft. In­tel­li­gen­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und In­ter­ak­tio­nin den So­ci­al-Me­dia-Ka­nä­len sind ge­fragt. Ins­ta­gram ist die Platt­form der St­un­de und der di­rek­te Ka­nal zu den Ge­ne­ra­tio­nen Y und Z.

RO­LAND WASSERMANN ... … ist Ma­na­ging Di­rec­tor des auf Ins­ta­gram spe­zia­li­sier­ten Me­di­en­hau­ses Hy­ped­by. Bild­quel­le: Hy­ped­by

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