„Am Abend ist die Kon­kur­renz im E-Mail-Post­fach ge­rin­ger!”

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News­let­ter-Mar­ke­ting scheint un­sterb­lich. Vor al­lem die E-Com­mer­ce-Bran­che weist ein im­men­ses Ver­sand­vo­lu­men auf – die Be­liebt­heit die­ses Mar­ke­ting-Ka­nals scheint so­mit be­wie­sen. Doch was macht News­let­ter für E-Com­mer­ce so at­trak­tiv und wie kön­nen On­li­ne­shops ih­re News­let­ter-Stra­te­gie op­ti­mie­ren? Wir ha­ben Sa­rah Wein­gar­ten, Con­tent Ma­na­ge­rin bei News­let­ter2Go, ge­fragt. Im Post­fach ei­nes Ver­brau­chers be­fin­den sich heut­zu­ta­ge fast mehr News­let­ter als wirk­li­che E-Mails von Freun­den und Be­kann­ten. Und die­se News­let­ter sind be­wusst abon­niert wor­den, denn dank der DSGVO ist ei­ne ein­deu­ti­ge Ein­wil­li­gung zum Er­halt un­um­gäng­lich. Das be­deu­tet, dass die Ak­zep­tanz der Ver­brau­cher groß ist. Das spielt den Un­ter­neh­men vor al­lem aus der E-Com­mer­ce-Bran­che in die Kar­ten. Doch was ge­nau macht E-MailMar­ke­ting für Un­ter­neh­men so at­trak­tiv?

// Sa­rah Wein­gar­ten­_Laut ei­ner ei­gens durch­ge­führ­ten Stu­die ha­ben 36 Pro­zent der Be­frag­ten in­ner­halb von drei Mo­na­ten min­des­tens ein Pro­dukt ge­kauft, das in ei­nem News­let­ter be­wor­ben wur­de. Das zeigt schon sehr gut, wie ef­fek­tiv News­let­ter vor al­lem im E-Com­mer­ce sind. E-Mail-Mar­ke­ting bringt ei­ni­ge be­son­de­re Vor­tei­le im Ver­gleich zu an­de­ren Mar­ke­tin­gKa­nä­len mit sich. So kann mit News­let­tern ein di­rek­ter und per­sön­li­cher Kon­takt zu In­ter­es­sen­ten und Kun­den auf­ge­baut wer­den, oh­ne dass der Auf­wand groß ist. Ein Mai­ling wird ein­mal er­stellt und mit Funk­tio­nen wie Au­to­ma­ti­sie­rung, Seg­men­tie­rung und Per­so­na­li­sie­rung zu ei­ner in­di­vi­du­el­len und auf je­den Emp­fän­ger an­ge­pass­ten Nach­richt ver­wan­delt. Das stei­gert na­tür­lich nicht nur die Ein­zig­keit des Mai­lings, son­dern auch die Re­le­vanz des News­let­ters für den Ein­zel­nen und so­mit die Ak­zep­tanz, Kun­den­bin­dung und im Ide­al­fall auch die Kauf­be­reit­schaft.

Wel­che be­son­de­ren Tipps kön­nen Sie On­li­ne­shops ge­ben, um Ih­re News­let­ter-Kam­pa­gnen zu per­fek­tio­nie­ren?

// SW_Je bes­ser sie ih­re Emp­fän­ger ken­nen, des­to re­le­van­ter und bes­ser kön­nen die ein­zel­nen News­let­ter auf den Emp­fän­ger zu­ge­schnit­ten wer­den. Ein be­son­ders gu­ter Tipp ist, News­let­ter zu per­so­na­li­sie­ren. Die per­sön­li­che An­spra­che sorgt für ei­ne bes­se­re Bin­dung zum Le­ser und ei­ne hö­he­re Re­le­vanz des News­let­ters. An­sons­ten zählt na­tür­lich die De­vi­se: Treue soll­te be­lohnt wer­den, Geburtstag­e sind ein tol­ler An­lass für be­son­de­re Ak­tio­nen und Gut­schei­ne kön­nen die Ver­käu­fe an­feu­ern.

On­li­ne­shop­ping geht ei­gent­lich im­mer. Egal zu wel­cher Ta­ge­sund Nacht­zeit: Be­stel­lun­gen kön­nen im­mer auf­ge­ge­ben wer­den, stö­bern ist 24/7 mög­lich. Doch wie sieht es da bei den News­let­tern aus. Wann wer­den die­se wirk­lich ge­le­sen und gibt es den per­fek­ten Ver­sand­zeit­punkt für On­li­ne­shops?

// SW_Jein. Ge­ne­rell gilt für E-Com­mer­ce: Der Abend ist die Zeit, zu der Emp­fän­ger ih­re pri­va­ten Mails che­cken und sich Zeit neh­men für On­li­ne­shop­ping und Co. Weil die­se Fra­ge für vie­le un­se­rer Kun­den so re­le­vant ist und auch, weil es da­für kei­ne pau­scha­le Ant­wort gibt, ha­ben wir meh­re­re hun­dert­tau­send Mai­lings aus­ge­wer­tet, um zu ver­ste­hen, wie sich die Ver­sand­zeit auf Öff­nungs- und Klick­ra­ten aus­wirkt. In­ter­es­sant ist an die­ser Stel­le, dass der be­lieb­tes­te Ver­sand­zeit­punkt wäh­rend der ty­pi­schen Bü­ro­zei­ten ist, die Öff­nungs­ra­ten aber am Abend be­son­ders gut wa­ren. Das kann na­tür­lich dar­an lie­gen, dass die

Kon­kur­renz im Post­fach ge­rin­ger ist, denn am Abend wer­den we­ni­ger News­let­ter ver­schickt. Ein ge­nau­es Re­zept kann uns die Stu­die den­noch nicht bie­ten. Sie hilft bei der Ori­en­tie­rung. Ge­ne­rell gilt sonst aber: Tes­ten, tes­ten, tes­ten. Ei­ne gu­te Ori­en­tie­rung bei E-Com­mer­ce-Un­ter­neh­men bie­tet die Per­for­mance der Web­sei­te. Es kann ganz ge­nau ge­mes­sen wer­den, wann die meis­ten Be­su­cher auf der Sei­te ak­tiv sind. Dar­aus lässt sich schlie­ßen, wann die Ziel­grup­pe für ge­wöhn­lich ak­tiv ist.

News­let­ter-Kam­pa­gnen be­dür­fen Krea­ti­vi­tät und Res­sour­cen das ist ganz klar. Das Ziel ist na­tür­lich, dass die Kun­den und In­ter­es­sen­ten letzt­end­lich die News­let­ter auch wirk­lich le­sen und im Ide­al­fall auch ei­ne Con­ver­si­on durch­füh­ren. Wie kann ein Shop den Er­folg sei­ner News­let­ter-Kam­pa­gnen mes­sen?

// SW_Mit Kenn­zah­len. Da­zu zäh­len be­son­ders Öff­nungs­ra­te, Klick­ra­te, CTR und auch die Ab­mel­de­ra­te. Die Öff­nungs­ra­te zeigt, wie gut der News­let­ter im Post­fach auf­fällt und ob er es schafft, die Auf­merk­sam­keit der Emp­fän­ger auf sich zu zie­hen und In­ter­es­se für den In­halt zu schü­ren. Je hö­her Die Öff­nungs­ra­te, des­to bes­ser. Denn hier gilt auch: Je mehr öff­nen, des­to mehr po­ten­ti­el­le Kli­cker und letzt­end­lich auch Käu­fer ha­ben Sie. Die Ab­mel­de­ra­te ist üb­ri­gens auch nicht zu ver­ges­sen. Ist sie hoch, ist dies ein In­diz da­für, dass Emp­fän­ger die News­let­ter nicht re­le­vant ge­nug emp­fin­den oder gar ge­nervt sind von den News­let­tern.

Ein kur­zes Fa­zit zum Schluss?

// SW_E-Mail Mar­ke­ting lohnt sich im­mer. Wer dran bleibt und sich wei­ter­bil­det, der wird das schnell mer­ken. Trai­nings, wie bei­spiels­wei­se die News­let­ter2Go Aca­de­my und auch Fach­ar­ti­kel und Stu­di­en hel­fen, ein E-Mail-Mar­ke­ting-Ex­per­te zu wer­den. Dr­an­blei­ben ist die De­vi­se. ║

Fo­tos: News­let­ter2go

SA­RAH WEIN­GAR­TEN ... ar­bei­tet bei News­let­ter2Go als Con­tent-Mar­ke­ting Ma­na­ge­rin und be­fasst sich täg­lich mit span­nen­den The­men und Zah­len rund ums E-Mail-Mar­ke­ting.

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