WYSIWYG im La­ger­ma­nage­ment: War­um Lo­gis­ti­ker zu Soft­ware-Ent­wick­lern wer­den

...im La­ger­ma­nage­ment – War­um Lo­gis­ti­ker zu Soft­ware-Ent­wick­lern wer­den

E-Commerce Magazin - - Inhalt - │von Fre­de­rik Go­er­gen

Im Zeit­al­ter von E-Com­mer­ce-Gi­gan­ten wie Ama­zon oder Za­lan­do und im­mer ag­gres­si­ver auf­tre­ten­den Ver­sand­haus­shops wie et­wa Ot­to ste­hen Her­stel­ler stark un­ter Druck. Um mit ih­ren Kon­kur­ren­ten mit­hal­ten und sich von ih­nen ab­set­zen zu kön­nen, sind Ver­sand­lo­gis­tik und Ful­fill­ment den An­for­de­run­gen oft nicht mehr ge­wach­sen. Lo­gis­tik­dienst­leis­ter sind ge­fragt – die ste­hen je­doch vor ganz an­de­ren Her­aus­for­de­run­gen.

► Ama­zon ist die al­les be­herr­schen­de Macht im deut­schen On­li­ne-Han­del. Na­he­zu je­der zwei­te Eu­ro, den die Deut­schen 2018 im In­ter­net aus­ge­ge­ben ha­ben, floss laut ei­ner Er­he­bung des Han­dels­ver­bands Deutsch­land (HDE) in die Ta­schen des US-Kon­zerns (Markt­an­teil 46 Pro­zent). An­ge­sichts die­ser Über­macht müs­sen klas­si­sche Her­stel­ler, die bis­lang al­les „In-House“ab­ge­wi­ckel­ten, um­den­ken. Wenn sie nicht über­rollt wer­den wol­len. Vie­le wen­den sich an Lo­gis­tik­dienst­leis­ter, um sich ge­gen­über dem Wett­be­werb ei­nen Vor­teil zu ver­schaf­fen.

Auf­grund der star­ken Kon­kur­renz stei­gen auch die An­for­de­run­gen der Kun­den an die­se Di­enst­leis­ter im­mer wei­ter. So zäh­len längst nicht mehr nur Schnel­lig­keit und Zu­ver­läs­sig­keit bei der Lie­fe­rung. Zu­neh­mend sind in­di­vi­du­ell maß­ge­schnei­der­te Lö­sun­gen ge­fragt, um ein­zel­ne Märk­te noch ge­ziel­ter be­die­nen zu kön­nen. Ful­fill­ment-An­bie­ter ste­hen al­so vor der Her­aus­for­de­rung, an­ge­sichts der agi­len Kon­kur­renz aus dem rei­nen eTail-La­ger, die teil­wei­se be­reits ei­ge­ne Ver­sand­un­ter­neh­men aus Toch­ter­fir­men aus­ge­grün­det ha­ben, mög­lichst schnell auf die Kun­den­an­for­de­run­gen zu re­agie­ren. Da­bei dür­fen sie aber ihr Kern­ge­schäft, die zu­ver­läs­si­ge und schnel­le Wa­ren­lie­fe­rung, nicht ver­nach­läs­si­gen.

What you see is what you get

Das ge­stal­tet sich je­doch schwie­ri­ger als ge­dacht. Bei vie­len Lo­gis­tik­dienst­leis­tern gibt es häu­fig noch zahl­rei­che ma­nu­el­le Pro­zes­se, die ein agi­les Ar­bei­ten na­he­zu un­mög­lich ma­chen. So er­lau­ben bei­spiels­wei­se sta­ti­sche La­ger­ver­wal­tungs­sys­te­me kei­ne schnel­len An­pas­sun­gen der Soft­ware. Än­de­run­gen dau­ern meh­re­re Mo­na­te. So kön­nen die Un­ter­neh­men nicht mit den An­for­de­run­gen und Be­dürf­nis­sen ih­rer Kun­den mit­hal­ten.

Ei­ne Mög­lich­keit, wie Fir­men die Ent­wick­lungs­zeit ra­di­kal re­du­zie­ren, um sich an den Wün­schen ih­rer Kun­den zu ori­en­ti­ern, ist der Ein­satz ei­ner Lo­wCo­de-Platt­form. Men­dix bie­tet dies für die An­wen­dungs­ent­wick­lung an. Dank des vi­su­el­len, mo­dell­ge­trie­be­nen und im User-In­ter­face ge­nutz­ten WYSIWYGEnt­wick­lungs­an­sat­zes (What you see is what you get) ist die Er­stel­lung von Apps auch für Mit­ar­bei­ter aus Fach­ab­tei­lun­gen mög­lich, die kei­ne oder nur we­nig Pro­gram­mier­erfah­rung mit­brin­gen. Sol­che Per­so­nen wer­den auch „Ci­ti­zen De­ve­l­oper“ge­nannt. In Zu­sam­men­ar­beit mit der IT-Ab­tei­lung, die die Fer­tig­stel­lung, In­te­gra­ti­on in die Ba­ckend­sys­te­me

und den Go-Live über­nimmt, ent­ste­hen so maß­ge­schnei­der­te Soft­ware-Lö­sun­gen, die ge­nau die An­for­de­run­gen der Kun­den er­fül­len – in ei­nem Bruch­teil der Zeit.

23 An­wen­dun­gen in vier Jah­ren

Ein Bei­spiel für die er­folg­rei­che Im­ple­men­tie­rung der Ent­wick­lung mit­tels Lo­wCo­de fin­det sich in ei­nem welt­weit füh­ren­den Lo­gis­tik- und Spe­di­ti­ons­un­ter­neh­men. So stell­te die Un­ter­neh­mens­füh­rung fest, dass der Ge­schäfts­be­reich Kon­trakt­lo­gis­tik nicht mehr aus­rei­chend auf die Wün­sche und Be­dürf­nis­se der Kun­den ein­ge­hen konn­te. Das sta­ti­sche La­ger­ver­wal­tungs­sys­tem

des Di­enst­leis­ters war nicht mehr in der La­ge, spon­tan auf wech­seln­de Kun­den­an­for­de­run­gen ein­zu­ge­hen. Statt­des­sen dau­er­te je­de Än­de­rung im Schnitt sechs bis neun Mo­na­te und konn­te sich dar­über hin­aus nach­tei­lig auf die üb­ri­gen Ab­läu­fe aus­wir­ken. Um die ge­for­der­te Agi­li­tät zu er­fül­len, wur­de die An­wen­dungs­ent­wick­lung per Low-Co­de ein­ge­führt. Das Un­ter­neh­men hat bis­her be­reits 23 ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen aus­ge­rollt. So konn­te der Kon­zern meh­re­re For­tu­ne500-Kun­den hal­ten, neue Kun­den ge­win­nen und gleich­zei­tig die Lie­fer­zei­ten für ei­ne Viel­zahl von Wa­ren von Mo­na­ten auf Wo­chen re­du­zie­ren. ║

Fo­to: Men­dix

FRE­DE­RIK GO­ER­GEN ... ver­ant­wor­tet als Sa­les Di­rec­tor DACH bei Men­dix ak­tu­ell den Auf­bau des Men­di­xGe­schäf­tes für Deutsch­land, Ös­ter­reich und die Schweiz. Im Lau­fe sei­ner Kar­rie­re war er im Ver­trieb und im Ver­triebs­ma­nage­ment u.a. für Xerox, BMC Soft­ware, Ser­vice­Now und Ap­pDy­na­mics tä­tig.

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