Mehr Mut zu In­no­va­tio­nen, das ist erst der An­fang

Mehr Mut zu In­no­va­tio­nen, das ist erst der An­fang

E-Commerce Magazin - - Inhalt - │von Dr. Claus-Peter Am­ber­ger

► Vie­le In­no­va­tio­nen, ge­ra­de im E-Com­mer­ce und der Lo­gis­tik ba­sie­ren auf dem In­ter­net der Din­ge (IoT). Start-ups wie er­fah­re­ne Play­er ent­wi­ckeln be­reits Lö­sun­gen. Doch da­hin­ter steckt noch viel mehr Po­ten­zi­al. Da ist sich die Lo­x­xess AG, ein auf E-Com­mer­ce spe­zia­li­sier­ter Lo­gis­tik­dienst­leis­ter, si­cher.

Die west­deut­schen Ent­sor­gungs­dienst­leis­ter Bio­trans und Rhe­nus über­wa­chen mit Hil­fe von IoT-Tech­no­lo­gie Ab­fall­con­tai­ner. Sie sind mit Funk­sen­dern aus­ge­stat­tet und mel­den, wenn die Con­tai­ner voll sind – erst dann wer­den sie ab­ge­holt. Das ver­mei­det un­ren­ta­ble Fahr­ten.

Aber auch Start-ups wie die Münch­ner Grün­der von Pro­gl­ove ent­wi­ckeln in­no­va­ti­ve Lö­sun­gen. Sie ha­ben Scan­ner in Hand­schu­he in­te­griert, um Mess­vor­gän­ge in­klu­si­ve Feh­ler­prü­fun­gen se­kun­den­schnell ab­zu­wi­ckeln. Da nun der Mit­ar­bei­ter bei­de Hän­de frei hat, kann er auf Pro­duk­te und Sen­dun­gen noch wäh­rend des Scan­vor­gangs zu­grei­fen und spart wert­vol­le Zeit.

Der ame­ri­ka­ni­sche Her­stel­ler 6 Ri­vers stell­te auf der In­tra­lo­gis­tik­mes­se Lo­gi­mat in Stutt­gart ei­nen Kom­mis­sio­nier-Ro­bo­ter vor, der ei­gen­stän­dig Wa­ren­be­stel­lun­gen aus dem Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem ab­ruft und lo­gis­ti­sche Ar­beits­ab­läu­fe fest­legt. Der Mit­ar­bei­ter, der den Al­les­kön­ner be­glei­tet, muss die­sen le­dig­lich be- und ent­la­den.

Po­ten­zi­al für die Zu­kunft

Die drei Lö­sun­gen zei­gen, dass durch das „In­ter­net der Din­ge“lo­gis­ti­sche Pro­zes­se be­schleu­nigt oder kos­ten­güns­ti­ger wer­den. Die­se Vor­tei­le macht sich auch die Lo­x­xess AG zu ei­gen und setzt be­reits di­ver­se IoT-ba­sier­te Lö­sun­gen ein – von der Da­ten­bril­le bis zum Hand­scan­ner. Dr. Claus-Peter Am­ber­ger, Vor­stand der Lo­x­xess AG, er­läu­tert die Stra­te­gie da­hin­ter: „Wir set­zen sehr stark auf In­no­va­tio­nen, bei de­nen tech­ni­sche Lö­sun­gen, die auf Di­gi­ta­li­sie­rung und Au­to­ma­ti­sie­rung be­ru­hen und von Künst­li­cher In­tel­li­genz un­ter­stützt und ge­steu­ert wer­den, die Pro­zes­se und Ab­läu­fe op­ti­mie­ren und die Men­schen im La­ger ent­las­ten. Das ist nach un­se­rer

An­sicht die Zu­kunft in der E-Com­mer­ceLo­gis­tik. Denn hier geht es um Schnel­lig­keit, gro­ße Vo­lu­men­schwan­kun­gen und Ska­lier­bar­keit so­wie um In­di­vi­dua­li­sie­rung für den End­ver­brau­cher.“

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren sind be­reits zahl­rei­che Lö­sun­gen ent­stan­den, die völ­lig neue In­ter­ak­tio­nen mit Mit­ar­bei­tern oder wei­te­ren Sys­te­men oder Hard­ware er­mög­li­chen. Ge­ra­de die Lo­gis­tik hat an die­ser Ent­wick­lung ei­nen nicht zu un­ter­schät­zen­den An­teil. Das ist ei­gent­lich nicht wei­ter ver­wun­der­lich. Denn bei je­dem Pro­zess müs­sen Di­s­po­nen­ten, Kom­mis­sio­nie­rer und an­de­re Mit­ar­bei­ter Pro­duk­te er­fas­sen und be­we­gen. Mit IoT kön­nen sie de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen ab­ru­fen und aus­tau­schen so­wie wei­te­re Pro­zes­se in­iti­ie­ren.

In­no­va­ti­ves Kon­zept

Ein Bei­spiel da­für ist das Pro­jekt „Smi­le“, mit dem Lo­x­xess ei­ne Lö­sung in der Kon­trakt­lo­gis­tik rea­li­siert hat, die im Zu­sam­men­spiel von Künst­li­cher In­tel­li­genz, Au­to­ma­ti­sie­rung und Mit­ar­bei­ter­inte­gra­ti­on neue Po­ten­zia­le für Kun­den bie­tet. Mit die­ser Lö­sung hat es Lo­x­xess, ne­ben Kon­zer­nen wie BMW und Air­bus, im Ok­to­ber 2019 un­ter die drei Fi­na­lis­ten des Deut­schen Lo­gis­tik-Prei­ses ge­schafft. Aus­schlag­ge­bend für „Smi­le“war der Auf­trag ei­nes deut­schen Dro­ge­rie­un­ter­neh­mens, für das Lo­x­xess schon

seit 2017 tä­tig ist. Die An­for­de­rung: den On­line-Ver­triebs­ka­nals am Mul­ti-UserCam­pus in Bor na­he der tsche­chi­schen Gren­ze aus­zu­bau­en. Vor al­lem das um­fang­rei­che und he­te­ro­ge­ne Sor­ti­ment, in Kom­bi­na­ti­on mit durch Mar­ke­ting­maß­nah­men aus­ge­lös­ten Auf­trags­spit­zen, mach­te ei­nen neu­en, in­no­va­ti­ven An­satz nö­tig.

Die Pro­jekt­ver­ant­wort­li­chen re­agier­ten auf die Pro­blem­stel­lung mit ei­ner neu­ar­ti­gen Kom­bi­na­ti­on aus La­ger­op­ti­mie­rungs­soft­ware, Künst­li­cher In­tel­li­genz (KI), und Teil­au­to­ma­ti­sie­rung. Di­ver­se Steu­er­funk­tio­nen im La­ger wer­den da­bei durch die La­ger­op­ti­mie­rungs­soft­ware LOS von Heu­re­ka Busi­ness So­lu­ti­ons ab­ge­bil­det (sie­he e-com­mer­ce ma­ga­zin, Aus­ga­be 5/19, Sei­ten 8 - 10). Die in­tel­li­gen­te Pla­nungs­soft­ware, die auf Echt­zeit­da­ten ba­siert, er­mög­licht ei­ne voll­stän­di­ge Trans­pa­renz über die Ar­ti­kel und Ab­läu­fe im La­ger. Am­ber­ger er­klärt da­zu: „Mit un­se­rem in­no­va­ti­ven An­satz ge­lingt die Rea­li­sie­rung ent­schei­den­der Pro­zess­op­ti­mie­run­gen in den Be­rei­chen Kun­den- wie Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit. Das vo­la­ti­le Men­gen­wachs­tum ha­ben wir er­folg­reich be­wäl­tigt und gleich­zei­tig die Lauf­we­ge der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ef­fi­zi­en­ter ge­stal­tet und so das ge­sam­te Team ent­las­tet.“

Of­fen sein für Neu­es

Am­ber­ger rät da­her zu Of­fen­heit und Mut ge­gen­über In­no­va­tio­nen: „Wenn ECom­mer­ce-Un­ter­neh­men und ih­re Lo­gis­tik­dienst­leis­ter heu­te in neue Soft­ware in­ves­tie­ren oder vor­han­de­ne up­daten, soll­ten ih­re künf­ti­gen Lö­sun­gen für neue Tech­no­lo­gi­en of­fen sein – al­so

Block­chain, Ro­bo­tics und vor al­lem IoT. Wir le­ben in span­nen­den Zei­ten, in de­nen der tech­ni­sche Fort­schritt dis­rup­tiv vor­an­schrei­tet.“

In die­sem Fall wür­den vie­le beim Ein­satz von IoT erst mit ih­ren End­kun­den gleich­zie­hen: Vie­le Ver­brau­cher nut­zen be­reits un­be­wusst IoT, wenn sie et­wa mit ih­rem Smart­pho­ne die Sen­dungs­sta­tus ih­rer Pa­ke­te ab­ru­fen. Mit Hoch­druck hat das Fraun­ho­fer In­sti­tut für Ma­te­ri­al­fluss und Lo­gis­tik (IML), das be­reits den in­tel­li­gen­ten Ab­fall­con­tai­ner für Rhe­nus ent­wi­ckelt hat, zu­letzt an ei­ner mit Sen­so­ren be­stück­ten „in­tel­li­gen­ten Pa­let­te“ge­ar­bei­tet. Die­se mel­det un­ter an­de­rem, wann und wie schnell sie be­wegt wird, ob sie in Schief­la­ge ge­rät und wel­chen Tem­pe­ra­tu­ren sie aus­ge­setzt ist. In­for­ma­tio­nen mit der si­cher je­der On­line-Händ­ler et­was an­fan­gen kann. ║

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