Oh­ne Au­to­ma­ti­sie­rung kein Wachs­tum

E-Commerce Magazin - - Inhalt - von Dirk Hasch­ke Dirk Hasch­ke ist Vice Pre­si­dent Sa­les DACH & E-Com­mer­ce Ope­ra­ti­ons bei der Münch­ner Des­car­tes Sys­tems (Ger­ma­ny) Gm­bH, ei­nem Mit­glied der Des­car­tes Sys­tems Group.

Der Wett­be­werb im E-Com­mer­ce ist hart: Gro­ße Play­er sind bes­tens auf­ge­stellt, klei­ne Händ­ler ha­ben es schwer, sich durch­zu­set­zen. Oh­ne au­to­ma­ti­sier­te Ab­läu­fe und Work­flows ist je­doch kein nach­hal­ti­ges Wachs­tum mög­lich. Des­halb ist es wich­tig, Stol­per­stei­ne im Ver­sand­pro­zess aus­fin­dig zu ma­chen. Pro­fes­sio­nel­le Wa­ren­wirt­schafts­und La­ger­sys­te­me bie­ten hier vie­le Mög­lich­kei­ten.

► Der Shop ist ge­launcht, die Mar­ke­ting-Ak­ti­vi­tä­ten grei­fen. Der On­line-Händ­ler freut sich über das stei­gen­de Wachs­tum. Doch sind die Ka­pa­zi­tä­ten er­schöpft, neh­men Pro­ble­me im Ver­sand zu: Re­kla­ma­tio­nen und Re­tou­ren stei­gen, da­mit auch die Kos­ten. Wa­re ist nicht lie­fer­bar und die Kun­den­zu­frie­den­heit sinkt.

Wer im E-Com­mer­ce lang­fris­tig be­ste­hen will, setzt auf Au­to­ma­ti­sie­rung. Und das fängt bei der Wa­ren­wirt­schaft an. Ein auf E-Com­mer­ce spe­zia­li­sier­tes Sys­tem als Kom­plett­lö­sung deckt da­bei al­le Wa­ren­strö­me im Un­ter­neh­men ab und un­ter­stützt den Händ­ler beim Ta­ges­ge­schäft. „Durch die Ein­füh­rung ei­ner Wa­ren­wirt­schafts­lö­sung ha­ben sich klas­si­sche Ver­sand­feh­ler, wie fal­sche Adres­sie­rung oder nicht­lie­fer­ba­re Ar­ti­kel, in Luft auf­ge­löst“, be­stä­tigt Den­nis Heidtmann, Ge­sell­schaf­ter bei kof­fer-di­rekt.de und Kun­de von Des­car­tes pi­xi.

Dar­auf müs­sen Shop­be­trei­ber ach­ten

Auf dem Weg zur pas­sen­den Lö­sung soll­ten On­line-Händ­ler ih­re An­for­de­run­gen klar de­fi­nie­ren und dar­auf ach­ten, dass die ITSys­te­me zu­kunfts­fä­hig sind: Die Re­le­vanz von Markt­plät­zen nimmt wei­ter zu und das zen­tra­le Be­stands­ma­nage­ment über al­le Ka­nä­le hin­weg ist es­sen­zi­ell. So muss die In­fra­struk­tur dar­auf aus­ge­legt sein, dass Da­ten zwi­schen den Ka­nä­len in nahe­zu Echt­zeit via bi­di­rek­tio­na­ler Schnitt­stel­len aus­ge­tauscht wer­den kön­nen.

In­tel­li­gen­te Wa­ren­ein­gangs­pro­zes­se

Spe­zi­ell für den On­line-Han­del ent­wi­ckel­te Funk­tio­nen be­schleu­ni­gen sämt­li­che Pro­zes­se maß­geb­lich: So wird bei­spiels­wei­se beim so­ge­nann­ten Cross Do­cking-Ver­fah­ren die an­ge­lie­fer­te Wa­re vor der Ein­la­ge­rung durch Scan­nen des Bar­codes iden­ti­fi­ziert. Liegt für ei­nen der Ar­ti­kel be­reits ei­ne Kun­den­be­stel­lung vor, kann der Mit­ar­bei­ter die­sen um­ge­hend zur Ver­sand­sta­ti­on brin­gen. Un­nö­ti­ges, zeit­auf­wen­di­ges Ein­la­gern und nach­fol­gen­des er­neu­tes Pi­cken wer­den mit die­sem Ver­fah­ren um­gan­gen.

Ef­fi­zi­en­te Kom­mis­sio­nie­rung

Der E-Com­mer­ce ist von stark schwan­ken­den Be­stell­vo­lu­mi­na durch Pe­ak­zei­ten wie Black-Fri­day oder Weih­nach­ten so­wie un­ter­schied­li­chen Be­stell­struk­tu­ren je nach Ka­nal ge­prägt. Fle­xi­bi­li­tät so­wie ei­ne ein­fa­che Ska­lier­bar­keit sind da­her ent­schei­dend. Nicht nur in­tel­li­gen­te, viel­fäl­ti­ge Kom­mis­sio­nierS­tra­te­gi­en soll­te das Sys­tem bie­ten, son­dern auch die Nut­zung lauf­we­g­op­ti­mier­ter Pick­lis­ten. Hier­bei wer­den deut­li­che Be­schleu­ni­gungs­ef­fek­te durch Au­to­ma­ti­sie­rung der Auf­trags­ab­wick­lung er­zielt.

Op­ti­ma­le La­ge­r­aus­nut­zung

Chao­ti­sche La­ger­hal­tung ist ein wei­te­rer Vor­teil ei­ner Wa­ren­wirt­schafts­lö­sung mit in­te­grier­tem La­ger­sys­tem. Was zu­nächst un­ge­wöhn­lich klingt, er­laubt dem Händ­ler ei­ne op­ti­mier­te Nut­zung der La­ger­flä­che und Lauf­we­ge. Ar­ti­kel wer­den per Bar­code-Scan ei­nem ein­deu­ti­gen La­ger­platz zu­ge­wie­sen, wo­bei auf ei­nem La­ger­platz durch Mehr­fach­be­le­gung auch un­ter­schied­li­che Ar­ti­kel ein­ge­la­gert wer­den kön­nen. „Auf­grund der Mehr­fach­platz­be­le­gung mit bis zu sechs ver­schie­de­nen Pro­duk­ten pro La­ger­platz und der bild­un­ter­stütz­ten Kom­mis­sio­nie

rung, konn­te 40 Pro­zent mehr frei­er La­ger­platz ge­schaf­fen wer­den. Gleich­zei­tig schaff­te das be­ste­hen­de La­ger­per­so­nal ein Viel­fa­ches an Picks und ge­pack­ten Pa­ke­ten in glei­cher Zeit“, er­klärt Rai­ner Wolf von Art­kis.de, der die Lö­sung von Des­car­tes pi­xi ein­setzt.

Cloud oder In­hou­se

Für den Be­trieb ei­ner Wa­ren­wirt­schafts­lö­sung ha­ben On­line­Händ­ler die Wahl zwi­schen ei­ner Cloud- und In­hou­se-Lö­sung. Beim Cloud-Ver­fah­ren sind kei­ne ei­ge­nen IT-Kennt­nis­se zur Auf­set­zung ei­nes Ser­vers, Da­ten­ban­ken, Tem­pla­tes oder not­wen­di­gen Back­ups er­for­der­lich. Der Händ­ler kann sich auf das Kern­ge­schäft kon­zen­trie­ren. Wird ei­ne In­hou­se-Lö­sung be­vor­zugt, soll­te sich die Lö­sung mög­lichst ein­fach in die be­ste­hen­de Sys­temin­fra­struk­tur in­te­grie­ren las­sen, um den Auf­wand für die haus­ei­ge­ne IT in Gren­zen zu hal­ten.

Wa­ren­wirt­schaft und Lö­sungs­an­bie­ter soll­ten an­hand fol­gen­der Kri­te­ri­en nä­her be­trach­tet wer­den:

→ Wel­che Re­fe­ren­zen kann der An­bie­ter vor­wei­sen? → Ver­fügt die Soft­ware über ei­ne in­tui­ti­ve, vi­su­ell an­spre­chen­de Ober­flä­che?

→ Kön­nen neue Sho­psys­te­me, Markt­plät­ze, ERPs, etc. pro­blem­los, bei­spiels­wei­se über ei­ne leis­tungs­star­ke API, an­ge­bun­den wer­den?

→ Ist die Lö­sung ska­lier­bar und kann sie mit zu­künf­ti­gen An­for­de­run­gen mit­wach­sen?

→ Wer­den auch wei­ter­füh­ren­de Schu­lun­gen und Be­ra­tung

an­ge­bo­ten?

→ Wird ein 24/7 Sup­port für Fra­gen an­ge­bo­ten?

→ Gibt es auch nach der Pro­jekt­ein­füh­rung ei­nen ei­ge­nen An­sprech­part­ner?

Wie läuft die Im­ple­men­tie­rung ei­nes Wa­ren­wirt­schafts­sys­tems ab?

Bei ei­nem te­le­fo­ni­schen Be­ra­tungs­ge­spräch wer­den zu­nächst An­for­de­run­gen an die Lö­sung iden­ti­fi­ziert. Vor der An­ge­bots­er­stel­lung kann et­wa bei ei­ner On­line-Live-De­mo oder ei­nem Be­such ei­nes be­ste­hen­den Kun­den die Soft­ware ken­nen­ge­lernt wer­den. Bei ei­nem gu­ten An­bie­ter pro­fi­tiert der Händ­ler vom Know-how ei­nes er­fah­ren­den Pro­jekt­ma­nage­ment Teams, das sich – ins­be­son­de­re auch mit Blick auf den op­ti­ma­len Zeit­punkt der Um­stel­lung – um die Im­ple­men­tie­rung der Lö­sung vor Ort so­wie die Mit­ar­bei­ter-Schu­lun­gen küm­mert. In der Re­gel er­folgt das Go-Live in­ner­halb von sechs bis acht Wo­chen.

Aus­blick – der Kun­de steht im Fo­kus

Nach dem Ein­kaufs­er­leb­nis im On­line-Shop ist die Ver­sand­ab­wick­lung Kern des Kun­den­er­leb­nis­ses. Hier er­lebt der Kun­de, ob der An­bie­ter die Ver­spre­chen über Ver­füg­bar­keit bis hin zur recht­zei­ti­gen und zeit­ge­nau­en Zu­stel­lung ein­hält oder nicht. Ei­ne gu­te E-Com­mer­ce Lo­gis­tik bie­tet heu­te wie in der Zu­kunft vi­el­leicht den ent­schei­den­den Wett­be­werbs­vor­teil, um nach­hal­tig zu wach­sen. ║

Qu­el­le: Des­car­tes Sys­tems

Kur­ze Ver­sand­zei­ten durch lauf­we­g­op­ti­mier­te Kom­mis­sio­nie­rung;

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