Maa­ßen droht Ver­fah­ren

Eichsfelder Tageblatt - - POLITIK -

Ber­lin. Ex-ver­fas­sungs­schutz­chef Hans-ge­org Maa­ßen droht nach der Ver­set­zung in den einst­wei­li­gen Ru­he­stand noch ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren. Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) lässt die Ein­lei­tung ei­nes sol­chen Ver­fah­rens prü­fen. Das wur­de dem Re­dak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land (RND) aus Si­cher­heits­krei­sen be­stä­tigt. Kon­kret wird dem­nach ge­prüft, ob Maa­ßen ge­gen das Ge­bot zur Mä­ßi­gung bei po­li­ti­schen Äu­ße­run­gen ver­sto­ßen hat.

Nach Rnd-in­for­ma­tio­nen wies Maa­ßen am 24. Ok­to­ber ei­nen Mit­ar­bei­ter sei­ner Be­hör­de an, das Ma­nu­skript sei­ner Re­de vor dem Ber­ner Club ins In­tra­net des Bun­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz zu stel­len. In die­ser Re­de vom 18. Ok­to­ber in War­schau vor eu­ro­päi­schen Ge­heim­dienst­chefs sprach Maa­ßen un­ter an­de­rem von „deut­scher Me­di­en­ma­ni­pu­la­ti­on“und „links­ra­di­ka­len Kräf­ten in der SPD“. Die deut­sche Flücht­lings­po­li­tik nann­te er „na­iv“.

Maa­ßen war am Mon­tag von See­ho­fer in den einst­wei­li­gen Ru­he­stand ver­setzt wor­den. Be­auf­tragt mit der Prü­fung ei­nes Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens ist nach Rnd-in­for­ma­tio­nen Jörg Bent­mann, zu­stän­di­ger Ab­tei­lungs­lei­ter im In­nen­mi­nis­te­ri­um. Zur Er­öff­nung ei­nes Ver­fah­rens kann Maa­ßen aus dem einst­wei­li­gen Ru­he­stand zu­rück­ge­holt wer­den. Ihm droht der Ver­lust von Ver­sor­gungs­an­sprü­chen.

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