„Ei­ne der ganz gro­ßen Bau­maß­nah­men“

Fer­tig­stel­lung der Häu­ser im Wohn­bau­pro­jekt am Cla­ra-ger­lach-gar­ten für 2019 und 2020 ge­plant

Eichsfelder Tageblatt - - EICHSFELD - Von Rü­di­ger Fran­ke

Du­der­stadt. Die Bau­ge­neh­mi­gung für das Wohn­bau­pro­jekt am Cla­ra-ger­lach-gar­ten ist of­fi­zi­ell über­ge­ben wor­den. In die­sem Jahr sol­len Tei­le der Tief­ga­ra­ge ste­hen, 2020 das Pro­jekt kom­plett um­ge­setzt sein. „Das ist in­ner­städ­tisch ei­ne der ganz gro­ßen Bau­maß­nah­men“, be­ton­te Du­der­stadts Bür­ger­meis­ter Wolf­gang Nol­te (CDU).

Die In­ves­to­ren Volk­mar und Do­ris Som­mer­feld er­hiel­ten im Bei­sein von No­tar Hans-pe­ter Men­ge den sehn­süch­tig er­war­te­ten di­cken Pa­cken Pa­pier aus den Hän­den des Bür­ger­meis­ters und des­sen zu­stän­di­gen Mit­ar­bei­ters Jür­gen Ger­merott. Nol­te sprach von ei­nem Baustein zur Be­le­bung der In­nen­stadt, mit dem stadt­nah mo­der­ner Wohn­raum ent­ste­he.

Bis zur Er­tei­lung der Bau­ge­neh­mi­gung hät­ten Som­mer­felds un­zäh­li­ge Ge­sprä­che füh­ren müs­sen, sag­te der Bür­ger­meis­ter: mit den An­woh­nern, den städ­ti­schen Gre­mi­en und der Denk­mal­pfle­ge. Ein Dank ge­büh­re auch der Fa­mi­lie Hol­len­bach/ Art­mann. Du­der­stadt ha­be den Gar­ten da­mals von Wil­hel­mi­ne und Franz Hol­len­bach als Schen­kung er­hal­ten. Jetzt müs­se der Gar­ten im Be­reich der Chris­ti­an­blank-stra­ße für die Tief­ga­ra­gen­zu­fahrt und die Feu­er­wehr­zu­fahrt in der Flä­che re­du­ziert wer­den. Die Stadt ha­be Fa­mi­lie Som­mer­feld ge­be­ten, die Zu­fahrt nicht wie ur­sprüng­lich ge­plant über die Stra­ße Hin­ter der Mau­er, son­dern von der Chris­ti­an-blank­stra­ße aus ein­zu­pla­nen. Des­halb sei es not­wen­dig ge­wor­den, über den Cla­ra-ger­lach-gar­ten, der in den kom­men­den Jah­ren wei­ter- ent­wi­ckelt wer­den sol­le, zu spre­chen.

Mit dem Bau­pro­jekt wür­den 26 Woh­nun­gen und 46 Tief­ga­ra­gen­plät­ze ge­schaf­fen, die den Han­dels- und Er­lebs­ni­sort Du­der­stadt be­le­ben, so Nol­te. In die­sem Jahr sol­len noch Tei­le der Tief­ga­ra­ge fer­tig­ge­stellt wer­den, er­zählt Volk­mar Som­mer­feld. In Ab­stim­mung mit der Archäo­lo­gie sei be­reits ein gro­ßes Loch ent­stan­den. Das Tief­bau­un­ter­neh­men Fried­rich ha­be ziel­ge­nau auf An­wei­sung der Archäo­lo­gen die Schich­ten ab­ge­tra­gen. Da­bei sei­en Res­te des al­ten Hel­ler­gra­bens, ein wei­te­rer Gr­a­ben vor dem Hel­ler­gra­ben so­wie un­ter an­de­rem auch ein Ton­ge­fäß ge­fun­den wor­den.

Die Bau­maß­nah­me sei aus der Idee der Wei­ter­ent­wick­lung der dort vor­han­de­nen Ge­wer­be­bra­che ent­stan­den, sagt der In­ves- tor. Die Pla­nungs­pha­se ha­be zwei Jah­re ge­dau­ert. Zu­sätz­lich zur Archäo­lo­gie hät­ten auch der Denk­mal­schutz und die Gar­ten­denk­mal­pfle­ge des Lan­des Nie­der­sach­sen ein­be­zo­gen wer­den müs­sen. Der Gie­bol­de­häu­ser Ar­chi­tekt Mar­kus Ot­to ha­be „ge­fühl­te zehn Va­ri­an­ten ent­wi­ckelt“.

Das Ge­bäu­de, das auf der Ge­wer­be­bra­che ent­steht, wer­de 18 Wohn­ein­hei­ten zwi­schen 70 und 100 Qua­drat­me­tern er­hal­ten, er­klärt Som­mer­feld, auf­ge­teilt in ein Ein­fa­mi­li­en­haus, ein Rei­hen­haus und Eta­gen­woh­nun­gen. Die un­ter­schied­li­chen Wohn­for­men gren­zen di­rekt an­ein­an­der. Vor­aus­sicht­lich soll das Ge­bäu­de 2019 fer­tig wer­den. Das zwei­te Haus, das zwi­schen Haus eins und dem Cla­ra-ger­lach-gar­ten ge­baut wer­de, wird acht Wohn­ein­hei­ten bie­ten. Ins­ge­samt ent­ste­he ei­ne Wohn- und Nutz­flä­che von knapp 4000 Qua­drat­me­tern.

Durch un­ter­schied­li­che Dach­hö­hen und die zwei­ge­schos­si­ge Bau­wei­se sol­len sich die Häu­ser in das Stadt­bild ein­fü­gen. Je­de Woh­nung er­hal­te ei­nen ge­räu­mi­gen Bal­kon. Drei Fahr­stüh­le füh­ren von der Tief­ga­ra­ge zu den Woh­nun­gen. „Es ist un­ser Be­stre­ben, dass die An­la­ge be­quem und be­hag­lich ist“, sagt Volk­mar Som­mer­feld.

FO­TO: FRAN­KE

Die Über­ga­be der Bau­ge­neh­mi­gung.

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