Kin­der­gar­ten-neu­bau nimmt wei­te­re Hür­de

Ge­mein­de­rat Rh­um­sprin­ge stimmt Pro­jekt trotz An­woh­ner-kri­tik zu

Eichsfelder Tageblatt - - EICHSFELD - Von Micha­el Cas­par

Rh­um­sprin­ge. Der Bau ei­ner Kin­der­ta­ges­stät­te ne­ben der Rh­um­sprin­ger Grund­schu­le, der bei An­woh­nern auf Ab­leh­nung stößt, hat im Ge­mein­de­rat ei­ne wei­te­re Hür­de ge­nom­men.

Mehr Ver­kehrs­lärm in den Mor­gen­stun­den, mehr Fahr­zeu­ge, die im Hal­te­ver­bot ste­hen, und Bus­se, die nicht vor­bei­kom­men: Das be­fürch­ten An­woh­ner der Grund­schu­le. „Die Be­las­tung bleibt auch nach Bau der Kin­der­ta­ges­stät­te im zu­mut­ba­ren Be­reich“, er­klär­te da­zu Bür­ger­meis­ter Franz Ja­co­bi (CDU) wäh­rend der Sit­zung. Zu die­sem Er­geb­nis sei­en zwei Gut­ach­ten zum Ver­kehrs­auf­kom­men und zum Lärm ge­kom­men. Die Ge­mein­de ha­be sie auf Emp­feh­lung des Land­krei­ses be­reits im Auf­stel­lungs- und nicht erst im Bau­ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren in Auf­trag ge­ge­ben.

„Die Zahl der Bus­se bleibt un­ver­än­dert“, er­läu­ter­te der Bür­ger­meis­ter. Der Groß­teil der 105 Kin­der­gar­ten­kin­der kom­me erst nach Schul­be­ginn. Nach Schät­zung des Gut­ach­ters wür­den 90 Pro­zent der Kin­der mit dem Au­to ge­bracht. Ins­be- son­de­re El­tern aus Wol­lers­hau­sen und Rü­ders­hau­sen wür­den vor­aus­sicht­lich meh­re­re Kin­der trans­por­tie­ren. Um die Park­si­tua­ti­on zu ent­schär­fen, pla­ne die Ge­mein­de an der neu­en Ki­ta bis zu zehn Park­plät­ze.

Grö­ße­re Pro­ble­me mit Falsch­par­kern er­war­tet der Bür­ger­meis­ter nicht. Die El­tern sei­en schnell wie­der weg, sag­te er. An der Schul­stra­ße herr­sche im Üb­ri­gen Tem­po 30. Der Bus­wen­de­platz wer­de im Zu­ge des Kin­der­gar­ten­baus um 30 Me­ter in Rich­tung der Wohn­häu­ser ver­legt, was nach Mei­nung des Gut­ach­ters zu­mut­bar sei.

„Dass die Be­las­tung nicht so schlimm sein kann, zeigt die star­ke Nach­fra­ge nach Bau­plät­zen im ge­plan­ten Bau­ge­biet süd­lich der Schu­le“, be­ton­te Ja­co­bi. Sie­ben von zwölf Plät­zen sei­en be­reits ver­ge­ben. Auch zum neu­en Bau­ge­biet be­riet der Rat über ein­ge­gan­ge­ne An­re­gun­gen und Be­den­ken und mach­te den Weg für die wei­te­re Pla­nung frei. „Dort kön­nen vor­aus­sicht­lich im Spät­herbst 2019 die ers­ten jun­gen Fa­mi­li­en, die sich über kur­ze We­ge zum Kin­der­gar­ten und zur Grund­schu­le freu­en, mit dem Bau ih­rer Häu­ser be­gin­nen“, kün­dig­te der Christ­de­mo­krat an.

„Über den Neu­bau des Kin­der­gar­tens be­ra­ten wir seit drei Jah­ren“, gab der Bür­ger­meis­ter zu be­den­ken. Der Stand­ort di­rekt ne­ben der Grund­schu­le er­ge­be Sinn, da den Kin­der­gar­ten­kin­dern dann bei der Ein­schu­lung der Weg be­reits ver­traut sei. Das al­te Kin­der­gar­ten­ge­bäu­de mit sei­nen 65 Plät­zen, dar­un­ter 15 für Ein- bis Drei­jäh­ri­ge, sei be­reits 100 Jah­re alt. Die bau­li­che Si­tua­ti­on las­se zu wün­schen üb­rig. „Zu­dem ist dort kei­ne Er­wei­te­rung mög­lich“, führ­te Ja­co­bi aus. Die­se ste­he aber an, da es ei­nen stei­gen­den Be­darf nach Krip­pen­und auf­grund der Bei­trags­frei­heit nach Kin­der­gar­ten­plät­zen ge­be. Au­ßer­dem sol­le der ein­grup­pi­ge Kin­der­gar­ten in Rü­ders­hau­sen auf­ge­löst wer­den. Die Kin­der sol­len dann nach Rh­um­sprin­ge kom­men.

„Der Neu­bau wird nach ers­ten Schät­zun­gen zwei Mil­lio­nen Eu­ro kos­ten“, sag­te der Bür­ger­meis­ter. Be­reits 2017 ha­be die Ge­mein­de ei­nen Be­wil­li­gungs­be­scheid über 885000 Eu­ro aus der Städ­te­bau­för­de­rung er­hal­ten. Er rech­ne mit ei­ner Er­öff­nung des Kin­der­gar­tens im Jahr 2020.

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