Zu­frie­de­ne De­le­gier­te

Nicht al­le stim­men für Kramp-kar­ren­bau­er, aber lo­ben den Cdu-par­tei­tag

Eichsfelder Tageblatt - - REGION - Von Pe­ter Krü­ger-lenz

Ham­burg. Ha­rald Noack, Fritz Günt­zler und Lothar Koch ha­ben als De­le­gier­te an der Wahl zum Par­tei­vor­sitz der CDU teil­ge­nom­men. Al­le zeig­ten sich nach der Wahl sehr zuf­rie­den mit dem Aus­gang. Mit knap­per Mehr­heit ha­ben die De­le­gier­ten im zwei­ten Wahl­gang für An­ne­gret Kramp-kar­ren­bau­er ge­stimmt. Sie er­hielt 517 Stim­men, ihr Kon­kur­rent Fried­rich Merz 482. Jens Spahn war nach dem ers­ten Wahl­gang aus­ge­schie­den.

Ha­rald Noack, Vor­sit­zen­der der Cdu-kreis­tags­frak­ti­on in Göt­tin­gen, sprach von dem „un­ge­mein fai­ren Kräf­te­mes­sen“. Schwer sei es zu ent­schei­den, was den Aus­schlag ge­ge­ben ha­be. Er ha­be Merz ge­wählt. Vie­le Leu­te hät­ten ihn im Vor­feld an­ge­spro­chen. Er sol­le Merz sei­ne Stim- me ge­ben, so de­ren Auf­for­de­rung, „dann kön­nen wir wie­der die CDU wäh­len“. Kramp-kar­ren­bau­er ha­be ei­ne „sehr gu­te Be­wer­bungs­re­de ge­hal­ten“.

Das schätz­te auch der CDU-BUN­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Günt­zler so ein, der Kramp-kar­ren­bau­er ge­wählt hat­te, ei­ne kurz­fris­ti­ge Ent­schei­dung, so Günt­zler. Er hielt de­ren Re­de für aus­schlag­ge­bend an die­sem Nach­mit­tag. Das knap­pe Er­geb­nis spie­ge­le die Zer­ris­sen­heit vie­ler Ab­ge­ord­ne­ter wi­der, die sich die Ent­schei­dung nicht leicht ge­macht hät­ten. Be­son­ders be­ein­druckt zeig­te er sich von Kramp-kar­ren­bau­ers Aus­sa­gen dar­über, „wo­hin sie die CDU füh­ren­möchte­und­wie­sie­sie­füh­ren möch­te“. Die Re­de von Merz sei hin­ge­gen sehr theo­re­tisch und we­nig kon­kret ge­we­sen.

Koch woll­te nicht preis­ge­ben, für wen er sei­ne Stim­me ab­ge­ge­ben hat­te, sag­te aber: „Ich bin sehr zuf­rie­den mit dem Er­geb­nis“, das für ihn nach dem ers­ten Wahl­gang ab­zu­se­hen ge­we­sen sei. Die Schluss­wor­te­der­drei­be­wer­ber­ha­be­e­rals „auf­rich­tig ver­söhn­lich“wahr­ge­nom­men. Das las­se hof­fen, dass sie Ko­ope­ra­tio­nen an­ge­hen wür­den. Für ihn es ei­ne gu­te Er­fah­rung ge­we­sen. Er ha­be „sel­ten ei­ne so ba­sis­de­mo­kra­ti­sche Stim­mung auf ei­nem Par­tei­tag er­lebt“.

Der Blick in die Zu­kunft fällt bei den drei De­le­gier­ten sehr po­si­tiv aus. Merz und Spahn woll­ten sich ein­brin­gen, Merz Kramp-kar­ren­bau­er nach Kräf­ten un­ter­stüt­zen, be­rich­te­te Noack.günt­zle­rist­sich­si­cher,dass„die CDU ge­stärkt aus dem Par­tei­tag her­vor­ge­hen wird“.

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