Mahn­wa­che für Je­si­din­nen

Eichsfelder Tageblatt - - AUS DER REGION -

Göt­tin­gen. Na­dia Mu­rad er­hält am Mon­tag in Os­lo den Friedensnobelpreis. An­läss­lich der Ver­lei­hung die­ser Aus­zeich­nung an die Je­si­din wol­len Men­schen­recht­ler am Sonn­tag, 9. De­zem­ber, in der Göt­tin­ger City auf das Schick­sal der Volks­grup­pe auf­merk­sam ma­chen. Die Mahn­wa­che am Korn­markt be­ginnt um 14.30 Uhr. „Die Je­si­den brau­chen wei­ter­hin un­se­re So­li­da­ri­tät“, sag­te Ka­mal Si­do, Nah­os­t­re­fe­rent der Ge­sell­schaft für be­droh­te Völ­ker. Mu­rad ist Über­le­ben­de des 2014 von der Ter­ror­mi­liz „Is­la­mi­scher Staat“(IS) an Je­si­den im Irak ver­üb­ten Mas­sen­mor­des. Sie ver­lor 18 Fa­mi­li­en­mit­glie­der, wur­de in Ge­fan­gen­schaft des IS schwer miss­han­delt und ver­ge­wal­tigt. Ihr ge­lang die Flucht.

„Mit wei­ßen Ro­sen in der Hand wol­len die Ak­ti­vis­ten an die mehr als 3000 je­si­di­schen Frau­en er­in­nern, die noch im­mer in der Ge­walt des IS sind“, sag­te Si­do. „Sie wur­den ver­sklavt, miss­braucht, zwangs­ver­hei­ra­tet.“Es müs­se mit Hoch­druck dar­an ge­ar­bei­tet wer­den, die­se Op­fer auf­zu­spü­ren und zu ret­ten. „Wir ru­fen Deutsch­land und die in­ter­na­tio­na­le Ge­mein­schaft da­zu auf, ih­re Un­ter­stüt­zung da­für an­zu­bie­ten.“Die Ge­sell­schaft für be­droh­te Völ­ker set­ze sich da­für ein, dass trau­ma­ti­sier­te ver­ge­wal­tig­te Je­si­din­nen in Deutsch­land auf­ge­nom­men wür­den. ski / epd

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