Mo­dell-män­ner der ers­ten St­un­de

Hol­ger Teu­te­berg, Frank Mül­ler und Hans Jörg Bau­mann wa­ren von An­fang an da­bei

Eichsfelder Tageblatt - - AUS DER REGION - Von Matthias Hein­zel

We­en­de. Hol­ger Teu­te­berg ist ein Mo­dell­bör­sen-be­su­cher fast der ers­ten St­un­de. Und mitt­ler­wei­le auch Aus­stel­ler.

Sei­ne ers­te Göt­tin­ger Mo­dell­bör­se als An­bie­ter hat Teu­te­berg am 16. Mai 1993 er­lebt. Der Us­la­rer weiß das des­halb noch so ge­nau, weil er sich ei­nen Wer­be­zet­tel für ge­nau die­se Bör­se auf­be­wahrt hat. Aber schon vor­her ha­be er die Bör­sen in We­en­de ger­ne und re­gel­mä­ßig be­sucht.

Und das, „ob­wohl ich selbst nie ei­ne ei­ge­ne elek­tri­sche Ei­sen­bahn be­ses­sen ha­be“, sagt Teu­te­berg. „Aber ich ha­be wel­che für mei­ne Freunde auf­ge­baut.“Und 1949 „für ein paar Pfen­ni­ge“die ers­ten Wi­king-au­tos ge­kauft.

Sein Mo­dell­au­to-an­ge­bot heu­te, er­klärt der Mo­dell­bau-fan, „ist ein­deu­tig blau­licht­las­tig“. Und das mit eben­so ein­deu­ti­ger Prä­fe­renz für die Feu­er­wehr. Aber auch Po­li­zei und THW sind ver­tre­ten. Spe­zia­li­siert hat sich Teu­te­berg au­ßer­dem auf Zu­rüst­tei­le für Mo­dell­au­tos – kleine und kleins­te Tei­le wie Rück­spie­gel, Hör­ner, Lei­tern oder Trepp­chen, um oh­ne­hin fi­li­gra­ne Mo­dell­au­tos noch rea­lis­ti­scher zu ge­stal­ten.

Nicht ganz im Maß­stab

Eben­falls ein lang­jäh­ri­ger Mo­dell­bör­sen-be­su­cher und -an­bie­ter: Frank Mül­ler. Der Nord­hes­se ist „ge­fühlt seit ewi­gen Zei­ten“da­bei. Ne­ben Mo­dell­ei­sen­bah­nen und Mo­dell­bahn-elek­trik hat sich Mül­ler auf Ra­ri­tä­ten wie Stra­ßen­bah­nen in Grö­ße H0 spe­zia­li­siert. Doch hier ist das An­ge­bot rar. We­ni­ger sel­ten, aber schon ziem­lich alt, ist Mül­lers zwei­tes Spe­zi­al­ge­biet: das elek­tri­sche „Au­to Motor Sport“-sys­tem der Fir­ma Fal­ler, das zu Be­ginn der 1960er-jah­re in die Spiel­zeug­lä­den kam und sehr po­pu­lär wur­de. So­wohl als Renn- wie auch als Ver­kehrs­spiel aus­ge­legt, konn­te „AMS“viel­sei­tig ein­ge­setzt wer­den – un­ter an­de­rem als Er­gän­zung zur klas­si­schen Mo­dell­ei­sen­bahn. Doch mit dem Zug zu im­mer mehr Vor­bild­treue wirk­te sich ne­ga­tiv aus, dass die Fal­ler-au­tos nicht im H0-maß­stab 1:87 ge­fer­tigt wur­den, son­dern aus Grün­den der da­ma­li­gen tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten et­wa im Maß­stab 1:60 bis 1:65 – je nach Mo­dell. Wer sich das heu­te noch ein­mal an­se­hen will: Mül­lers Stand be­fin­det sich an der nörd­li­chen Kopf­sei­te der Ernst-fahl­busch­hal­le.

Kein An­bie­ter, aber den­noch von An­fang an treu­er Be­su­cher der Mo­dell­bör­se der Fa­mi­lie Schmidt: Hans Jörg Bau­mann. Der Göt­tin­ger ist be­geis­ter­ter Samm­ler von (eher hoch­wer­ti­gen) Mo­dell­au­tos, vor­wie­gend in den Maß­stä­ben 1:43 und 1:60. Be­son­ders an­ge­tan hat es ihm das sel­te­ne bri­ti­sche Sport­cou­pé MG-B GT. Kein Wun­der: Er hat­te selbst mal ei­nen – im Maß­stab 1:1, mo­to­ri­siert und mit Tüv-pla­ket­te.

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