Fens­ter zum Berg

Ein nor­we­gi­sches Fe­ri­en­haus aus Glas und mit fei­nen Ide­en

Elle Decoration (Germany) - - INHALT - Fo­tos: BRIGITTA WOLF­GANG Pro­duk­ti­on: MALUE DREJER

Drau­ßen neigt sich der Tag dem En­de zu, und die Son­ne ver­sinkt hin­ter der schnee­be­deck­ten Berg­ket­te. Drin­nen ha­ben es sich He­ge und Ei­rik Bergh ge­müt­lich ge­macht und be­ob­ach­ten das Schau­spiel vom So­fa aus in Echt­zeit. Denn was den Dä­nen ihr „hyg­ge“, ist den Nor­we­gern ihr „ko­se­lig“. Und ge­nau für sol­che Mo­men­te gibt es die­ses Wo­chen­end­haus hier in Nor­ef­jell. Nur 90 Au­to Mi­nu­ten von Os­lo, ge­le­gen auf 850 Me­tern – und mit ganz viel Blick. Man muss nur die Tür öff­nen, sich die Lang­lauf­ski an­schnal­len und kann los­glei­ten durch die stil­le Na­tur­schön­heit. Und ein paar Mi­nu­ten ent­fernt liegt ein Al­pinski­ge­biet. Denn auch das ge­hört zu Nor­we­gen: Fri­luft­s­liv. Ein Be­griff, der nicht über­setzt wer­den kann, den man am bes­ten an der fri­schen Luft er­lebt. An ko­se­lig und Fri­luft­s­liv ori­en­tiert sich das De­sign der „Bergh“-Hüt­te. Der Wohn­be­reich ist of­fen, und doch

fin­det je­der in den Ni­schen des kreuz­för­mi­gen Grund­ris­ses ei­nen per­fek­ten Ru­he­platz. Das wich­tigs­te Ele­ment aber sind die gro­ßen Fens­ter, die bis hoch in die Gie­bel­spit­ze rei­chen. „Sie brin­gen die Na­tur di­rekt ins Haus“, sagt He­ge Bergh. Zu­sätz­li­che Stock­wer­ke gibt es nicht, da­mit die Bäu­me das Höchs­te blei­ben. Statt­des­sen streckt sich der Grund­riss auf 155 Qua­drat­me­tern in die Län­ge. Und über den Schlaf- und Ba­de­zim­mern wur­de ei­ne De­cke ein­ge­zo­gen, um un­ter dem Dach­stuhl ei­nen Mu­sik- und Fern­seh­platz zu schaf­fen. Bö­den und De­cken sind in hel­lem Grau ein­ge­las­sen – da­durch wir­ken die Räu­me mit ih­ren stei­len Schrä­gen hö­her. Das Dach selbst ist be­grünt, von in­nen sieht man Holz. „Die Win­ter kön­nen sehr kalt wer­den hier“, er­klärt He­ge Bergh, „da bie­ten Torf­dä­cher und Holz aus der Ge­gend ei­ne per­fek­te Iso­la­ti­on.“Und so ist al­les da und be­reit für das schöns­te „Ko­se­lig“-Ge­fühl der Welt.

„Jah­res­zei­ten sind bei uns so herr­lich un­ter­schied­lich – wir möch­ten kei­nen Mo­ment ver­pas­sen“

Rechts: Die Kin­der schla­fen im Hoch­bett. Der Ho­cker im Kuh­fell­de­sign ist von Ygg og Lyng. Rech­te Sei­te: Über­all Blick – auch von den Muubs-Bar­ho­ckern aus in der Kvik-Kü­che. Die Hän­ge­leuch­ten „Ja­cob“sind von Watt & Ve­ke

Oben: Das stei­ner­ne Wasch­be­cken aus Bali passt per­fekt zum dunk­len nor­we­gi­schen Holz. Rechts: Son­nen­un­ter­gang über den schnee­be­deck­ten Bäu­men

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