Razzien ge­gen Is­la­mis­ten in vier Bun­des­län­dern

Po­li­zei: Kei­ne kon­kre­te An­schlags­ge­fahr / Sy­nago­ge und Ein­kaufs­zen­tren aus­ge­kund­schaf­tet

Ems-Zeitung - - VORDERSEIT­E -

Mit Razzien in vier Bun­des­län­dern sind Er­mitt­ler ges­tern ge­gen fünf mut­maß­li­che Is­la­mis­ten vor­ge­gan­gen, die Or­te für ei­nen is­la­mis­ti­schen An­schlag aus­ge­späht ha­ben sol­len. Ei­ne kon­kre­te An­schlags­ge­fahr ha­be nach „jet­zi­gem In­for­ma­ti­ons­stand“noch nicht be­stan­den, teil­ten Ber­li­ner Po­li­zei und Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft mit. Sie sol­len aber be­reits ei­ne Ber­li­ner

Sy­nago­ge und Ein­kaufs­zen­tren aus­ge­kund­schaf­tet ha­ben. Haft­be­feh­le wur­den man­gels drin­gen­den Tat­ver­dachts nicht er­las­sen.

Die Durch­su­chun­gen „we­gen des Ver­dachts der Vor­be­rei­tung ei­ner schwe­ren staats­ge­fähr­den­den Ge­walt­tat“fan­den nach An­ga­ben der Er­mitt­ler ges­tern Mor­gen an sechs Or­ten in Berlin und je­weils ei­nem im bran­den­bur­gi­schen

Lud­wigs­fel­de, in Ha­gen in Nord­rhein-West­fa­len so­wie im thü­rin­gi­schen Arn­stadt statt.

Der „Spie­gel“be­rich­te­te, die Ver­däch­ti­gen hät­ten un­ter an­de­rem En­de Sep­tem­ber die Neue Sy­nago­ge in Berlin-Mit­te aus­ge­kund­schaf­tet. Dem­nach fer­tig­ten sie Vi­deo­auf­nah­men des Ge­bäu­des an. Zu­sätz­lich sol­len die Be­schul­dig­ten auch meh­re­re Ein­kaufs­zen­tren aus­ge­späht ha­ben. Die Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft

in Berlin war für ei­ne Stel­lung­nah­me da­zu nicht er­reich­bar.

Die fünf Ver­däch­ti­gen tsche­tsche­ni­scher Ab­stam­mung sei­en zwi­schen 23 und 28 Jah­ren alt, teil­ten die Er­mitt­ler mit. Nach An­ga­ben der Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft la­gen je­doch der­zeit kei­ne Vor­aus­set­zun­gen für den Er­lass von Haft­be­feh­len vor. „Die bis­he­ri­gen Er­mitt­lun­gen ha­ben die be­ste­hen­den Ver­dachts­mo­men­te bis­lang nicht zum drin­gen­den Tat­ver­dacht er­här­tet“, hieß es. Bei ei­nem der Ver­däch­ti­gen sei bei ei­ner Po­li­zei­kon­trol­le ent­spre­chen­des Bild­ma­te­ri­al auf dem Han­dy ge­fun­den wor­den. „Die heu­ti­gen Durch­su­chun­gen sol­len Klar­heit über die wirk­li­che Mo­tiv­la­ge brin­gen“, er­klär­te die Ge­ne­ral­staats­an­walt­schaft.

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