5 FRA­GEN

ERFOLG Magazin - - Leben -

Jah­res­wech­sel – Zeit der gu­ten Vor­sät­ze und groß­ar­ti­gen Plä­ne. Doch was wir uns da so mo­ti­viert vor­neh­men, löst sich oft schnel­ler in Wohl­ge­fal­len auf, als der Sil­ves­ter-cham­pa­gner ver­perlt. Das muss nicht sein! Was möch­ten Sie in 2018 an­ders ma­chen? Was wol­len Sie be­gin­nen? Was be­en­den? Wel­che Ve­rän­de­rung wün­schen Sie sich? Und wie sehr glau­ben Sie, wer­den Sie am Ball blei­ben? Oder spü­ren Sie schon jetzt lei­se Zwei­fel, dass Sie „es“doch eh nicht schaf­fen wer­den? Häu­fig trau­en wir uns nicht, Ve­rän­de­run­gen mu­tig an­zu­pa­cken. Weil wir ei­nen gro­ßen „Geht-doch-nicht“teu­fel auf der Schul­ter sit­zen ha­ben. Der da brüllt: „End­lich den Traum­job an­fan­gen? Das geht doch nicht! Heut­zu­ta­ge muss man doch froh sein, über­haupt ei­ne (si­che­re) Stel­le zu ha­ben!“„Mal ei­ne Aus­zeit neh­men? Das geht doch nicht! Da rui­nierst Du Dir doch sämt­li­che Auf­stiegs­chan­cen!“Star­ten Sie Ihr per­sön­li­ches Geht-ja-doch-pro­jekt. Mit die­sen 5 Tipps schaf­fen Sie es ga­ran­tiert.

1. Fra­gen Sie sich: War­um nicht?

Was spricht ge­gen Ih­re neu­en (be­ruf­li­chen) Wün­sche? Wel­che Hin­der­nis­se schie­ßen Ih­nen durch den Kopf? Wel­che Pro­ble­me könn­ten auf­tau­chen, wenn Sie das tun wür­den, was Sie ger­ne tun wol­len? Wel­che mög­li­chen Re­ak­tio­nen in Ih­rem Um­feld brem­sen Sie be­reits aus, be­vor Sie über­haupt los­ge­legt ha­ben? Schrei­ben Sie auf, wel­che Ge­dan­ken Sie gera­de ha­ben, war­um Sie Ihr Traum-pro­jekt nicht wa­gen. Wel­che Ängs­te hal­ten Sie zu­rück? Neh­men Sie Ih­ren „Ge­gen­wind“wahr – denn so­mit Cor­du­la Nuss­baum kön­nen Sie ihn ab­stel­len, oder so­gar in Rü­cken­wind dre­hen. Sind es die zahl­rei­hen (fi­nan­zi­el­len) Ver­pflich­tun­gen, die Ihr Vor­ha­ben brem­sen? Weil Sie zu sehr im Ge­sell­schafts­spiel „Din­ge kau­fen, die ich gar nicht brau­che“hän­gen? Ist es der Angst vor Job­ver­lust? Die Angst, Freun­de und Kol­le­gen zu­rück zu las­sen? So­bald wir un­se­ren Ge­gen­wind ken­nen, kön­nen wir da­mit ar­bei­ten. Zum Bei­spiel auch, weil wir uns fra­gen kön­nen: was könn­te ich tun, um zu­min­dest ein Stück weit in die ge­wünsch­te Rich­tung zu ge­hen?

Vie­le Ex­per­ten pro­pa­gie­ren, Du müss­test Dir nur gut ge­nug wün­schen, was Du willst, dann klappt es schon. Aber das stimmt nicht. Denn wir woh­nen nicht in ei­ner Wun­schwelt, son­dern in der Rea­li­tät. Und da hat je­der von uns Ge­gen­win­de, die uns vom ge­wünsch­ten Kurs weg­bla­sen. Des­halb ist es wich­tig, dass wir nicht uns den mög­li­chen Er­folg im­mer nur po­si­tiv schön den­ken, son­dern uns auch den Miss­er­folg vor Au­gen hal­ten und uns fra­gen: war­um tue ich nicht das, was ich ei­gent­lich tun will. Was sa­bo­tiert mei­nen Er­folg? Wer im­mer nur man­tra-ar­tig vor sich hin­sagt: „ich bin schlank, ich bin schlank“dem wird das Un­ter­be­wusst­sein ein Schnipp­chen schla­gen. Weil es denkt „ach ich bin ja schlank, da kann ich ja in Ru­he wei­ter­fut­tern“.

2. Fra­gen Sie sich: War­um?

Was steht ge­nau hin­ter Ih­ren Wün­schen? Was ist die grund­sätz­li­che Mo­ti­va­ti­on Ih­res Tuns? Was treibt Sie wirk­lich an? Krea­ti­ve Chao­ten sind bei­spiels­wei­se voll mo­ti­viert, wenn sie viel Frei­heit ha­ben, oder viel Ab­wechs­lung le­ben kön­nen. Für an­de­re Men­schen ist es eher die Si­cher­heit oder die Macht, die ih­nen tie­fe in­ne­re Zuf­rie­den­heit schenkt. Aus wel­chem Grund möch­ten Sie die Be­för­de­rung? Mehr Ge­halt? Oder die Aus­zeit? Wol­len Sie das wirk­lich? Oder steckt viel­leicht et­was an­de­res da­hin­ter? Manch­mal wol­len wir et­was, stram­peln uns da­für ab – und er­rei­chen es nicht. In vie­len Fäl­len, weil un­se­re Wün­sche nur vor­der­grün­dig sind, und wir im tiefs­ten In­ne­ren et­was ganz an­de­res wol­len. Sie wol­len die Be­för­de­rung, da­mit Ihr Va­ter Ih­nen end­lich, end­lich mal sagt, dass er stolz auf Sie ist? Dann ist Ihr tie­fer An­trieb die An­er­ken­nung. Sie wol­len die Aus­zeit, weil Sie Ih­ren Drang nach Frei­heit aus­le­ben wol­len? Ma­chen Sie sich die ech­ten Be­weg­grün­de klar. Ent­de­cken Sie Ihr War­um mit der Fra­ge nach Ih­ren Mo­ti­ven, Ih­ren Wer­ten und Ih­ren krea­tiv-chao­ti­schen oder sys­te­ma­ti­schen Ta­len­ten – und pa­cken Sie dann die­se Wün­sche an. Das wird Sie lang­fris­tig glück­li­cher ma­chen.

3. Fra­gen Sie sich: Was?

Stel­len Sie sich Ihr Le­ben wie ei­ne Pad­del­tour im Meer der Mög­lich­kei­ten vor. Ken­nen Sie Ihr „War­um?“dann wer­den Sie schon mal im für Sie rich­ti­gen Ge­wäs­ser un­ter­wegs sein und die rich­ti­gen Leits­ter­ne wer­den Ih­nen ei­nen at­trak­ti­ven Kor­ri­dor auf die Was­ser­ober­flä­che zau-

ist Red­ne­rin und Ex­per­tin für krea­ti­ves Zeit­ma­nage­ment. Sie ist die Au­to­rin des Best­sel­lers "Geht ja doch!"

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