WILL SMITH Vom Rap­per zum Hol­ly­wood Su­per­star

Noch be­vor er 18 war, wur­de Smith Mil­lio­när und stand kurz dar­auf vor dem Bank­rott.

ERFOLG Magazin - - Erfolg -

Schau­spie­ler, Film­pro­du­zent und Pop­star. Will Smith hat Er­folg in Mu­sik, Fern­se­hen und Film ge­nos­sen. Im April 2007 wur­de er der mäch­tigs­te Schau­spie­ler auf dem Pla­ne­ten ge­nannt. Sei­ne Kar­rie­re ver­lief aber al­les an­de­re als ge­wöhn­lich.

Will Smith kam am 25. Sep­tem­ber 1969 als Wil­lard Chris­to­pher „Will" Smith Jr. in Phil­adel­phia auf die Welt. Sein Va­ter war In­ha­ber ei­ner Fir­ma für Käl­te­tech­nik und sei­ne Mut­ter ar­bei­te­te als Leh­re­rin im Schul­aus­schuss. Im Al­ter von 12 Jah­ren fing Smith an zu rap­pen und er­hielt den Spitz­na­men „Prin­ce“. In sei­nen An­fangs­zei­ten als Rap­per nahm er sich ein Vor­bild an er­folg­rei­chen Mu­si­kern wie Grand­mas­ter Flash. Das be­son­de­re an sei­nen Tex­ten wa­ren die wit­zi­gen Ele­men­te, die spä­ter zu sei­nem Mar­ken­zei­chen wur­den. Mit 16 Jah­ren traf er auf den DJ Jeff Tow­nes, die zu­sam­men das Duo DJ Jaz­zy Jeff & The Fresh Prin­ce bil­de­ten. Smith und Tow­nes rapp­ten in ei­nem fa­mi­li­en­freund­li­chen Stil über die Pro­ble­me der Te­enager und be­geis­ter­ten da­mit die brei­te Ma­ße. Die ers­te Sing­le „Girls Ain't Not­hing But Trou­ble" wur­de ein Hit im Jahr 1986. Ihr De­büt-al­bum von 1987 „Rock the Hou­se“schlug so­fort in die Top 200 ein und mach­te Smith vor dem 18. Le­bens­jahr zum Mil­lio­när. Der gro­ße Er­folg zer­schlug al­le Plä­ne, die Smith im Be­zug auf sei­ne schu­li­sche Lauf­bahn hat­te.

Dass man in die­sen jun­gen Jah­ren noch im­mer un­reif sein kann, wur­de Smith nicht viel spä­ter be­wusst. Er fiel dem plötz­li­chen Ruhm zum Op­fer, ver­schleu­der­te sein Geld und fand sich am Ran­de des Bank­rotts wie­der. Glück­li­cher­wei­se soll­te das Fern­se­hen sein Le­ben und sei­ne Kar­rie­re für im­mer ver­än­dern. 1989 lern­te er Ben­ny Me­di­na ken­nen, der ei­ne Idee für ei­ne Sit­com hat­te, die auf sei­nem Le­ben in Be­ver­ly Hills ba­sier­te. Die Fern­seh­show „Fresh Prin­ce of Bel Air“wur­de ge­bo­ren, die sechs Jah­re lief und Smith zwei Gol­den Glo­be Award No­mi­nie­run­gen und zwei Image Award No­mi­nie­run­gen ein­brach­te. Für Smith, der noch nie zu­vor ge­spielt hat­te, war die Show ei­ne ziem­li­che Her­aus­for­de­rung. "Ich war ein ner­vö­ses Wrack. Mei­ne ers­ten Fol­gen wa­ren schreck­lich." Smith war viel­leicht nicht mit sei­ner Ar­beit zu­frie­den, da­für aber das Pu­bli­kum und die Kri­ti­ker.

Zwei Jah­re spä­ter be­wies Smith, dass er auch auf der gro­ßen Lein­wand Er­folg ha­ben kann. Die Ac­tion­ko­mö­die „Bad Boys“ wur­de 1995 zum Kas­sen­schla­ger. Der Film muss­te mit ei­nem be­schei­de­nen Bud­get aus­kom­men, spiel­te aber 65 Mil­lio­nen Dol­lar ein. Der rap­pen­de Schau­spie­ler er­lang­te da­durch ein Ver­mö­gen von über fünf Mil­lio­nen Dol­lar. Im Jahr 1996 spiel­te er die Haupt­rol­le in „In­de­pen­dence Day“und lan­de­te wie­der ei­nen Er­folg. Mit der Sci­ence-fic­tion-ko­mö­die „Men in Black“ge­lang ihm auch im nächs­ten Jahr wie­der ein Hit in den Ki­nos, für den er so­gar den Gram­my-prä­mier­ten Ti­tel­song pro­du­zier­te.

Mit dem dar­auf­fol­gen­den Film „Wild Wild West“konn­te Smith das Pu­bli­kum nicht über­zeu­gen. Die Film­bio­gra­phie „Ali“aus dem Jahr 2001, ba­sie­rend auf der Box­le­gen­de Mu­ham­mad Ali, gab ihm dann aber die lang­er­sehn­te Ge­le­gen­heit, sei­nen Sta­tus als Su­per­star in den Ki­nos wie­der­zu­er­lan­gen. Der Film hat­te zwar Schwie­rig­kei­ten kom­mer­zi­el­len Er­folg zu fin­den, Smiths Leis­tung wur­de je­doch hoch ge­lobt und er er­hielt sei­ne ers­te Os­car-no­mi­nie­rung. Aufs und Abs ge­hö­ren zum Ge­schäft, das war Smith im­mer be­wusst: „Es gibt kei­nen Grund, ei­nen Plan B zu ha­ben. Er lenkt nur von Plan A ab.“

Es folg­ten Fort­set­zun­gen zu „Men in Black“im Jahr 2002 und „Bad Boys“im Jahr 2003. Wie zu er­war­ten, wa­ren bei­de Fil­me ein Er­folg. Im Jahr 2005 be­wies er in der ro­man­ti­schen Ko­mö­die „Hitch“, dass er nicht nur in Ac­tion­fil­men ei­ne gu­te Fi­gur ab­gibt. In dem Film spiel­te er ei­nen Da­ting-be­ra­ter, der Män­nern da­bei half, die Frau­en ih­rer Träu­me ken­nen­zu­ler­nen. Der Film wur­de zu ei­nem in­ter­na­tio­na­len Hit. Im nächs­ten Jahr er­hielt Smith Os­car-, Gol­den Glo­be- und Sag-no­mi­nie­run­gen für das in­spi­rie­ren­de Dra­ma „Das Stre­ben nach Glück“, in dem er als Va­ter mit sei­nem Sohn Ja­den ei­nen Han­dels­ver­tre­ter mit Geld­pro­ble­men spielt. Der Film er­wies sich als ei­ner sei­ner größ­ten kom­mer­zi­el­len Hits.

Nach ei­ner Pau­se kehr­te Smith 2012 mit „Men in Black 3“auf die gro­ße Lein­wand zu­rück, ge­folgt von ei­ner Rol­le als Mi­li­tär­kom­man­dant in dem Sci­ence-fic­tion-film "Af­ter Earth“. Im Jahr 2016 spiel­te Smith in dem DC Co­mics Block­bus­ter „Sui­ci­de Squad“mit, der sein er­folg­reichs­ter Film seit 1996 wur­de. Mitt­ler­wei­le ist Will Smith ei­ner der füh­ren­den Män­ner Hol­ly­woods. Er wur­de durch­gän­gig in der "Ri­chest 40"-Lis­te des For­tu­ne Ma­ga­zi­ne auf­ge­führt. Smith war zwei­mal ver­hei­ra­tet. Sei­ne ers­te Ehe mit She­ree Zam­pi­no dau­er­te nur drei Jah­re, aber brach­te ei­nen Sohn her­vor, Wil­lard Smith III, auch be­kannt als Trey. Er ist seit 1997 mit der Schau­spie­le­rin Ja­da Pin­kett Smith ver­hei­ra­tet. Der Sohn des Paa­res, Ja­den, wur­de 1998 und ih­re Toch­ter Wil­low wur­de 2000 ge­bo­ren. Sein Net­to­ver­mö­gen wur­de im Jahr 2015 auf 250 Mil­lio­nen Us-dol­lar ge­schätzt. Zum The­ma Geld hat Smith ei­ne ge­sun­de Ein­stel­lung: „Geld und Er­folg ver­än­dern die Men­schen nicht - Sie ver­stär­ken le­dig­lich das, was be­reits da ist.“

»Es gibt kei­nen Grund, ei­nen Plan B zu ha­ben. Er lenkt nur von Plan A ab.«

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.