Wie Selbst­wert­ge­fühl ent­steht

ERFOLG Magazin - - Editorial - Bes­te Grü­ße, Ju­li­en Back­haus

Je mehr ich mit Su­per-er­folg­rei­chen spre­che, des­to stär­ker fällt der Kon­trast aus zu den Ge­sprä­chen mit Ver­tre­tern des Mit­tel­ma­ßes. Wo ich bei den Über­flie­gern hö­re, dass sie sich selbst in die Pflicht ge­nom­men ha­ben, sich der po­si­ti­ven Aus­wir­kun­gen ih­rer Zie­le be­wusst wur­den, hö­re ich beim Durch­schnitt Sät­ze wie: „Ich hat­te mir vor­ge­nom­men, die­ses oder je­nes zu ver­fol­gen, aber ich ha­be es nur drei Mo­na­te durch­ge­hal­ten.“

Ich bin seit Jah­ren über­rascht, dass der Un­ter­schied zwi­schen Mit­tel­maß und Su­per-er­folg­rei­chen so of­fen­sicht­lich ist. Die, die es zu gro­ßem brin­gen, ha­ben ir­gend­wann die Ent­schei­dung ge­trof­fen, dass ih­nen ihr Ziel so viel be­deu­tet, dass es die Dis­zi­plin und Kon­se­quenz wert ist. Zu deutsch: Sie sind be­reit, den - wenn auch ho­hen Preis für Er­folg zu be­zah­len. So sind sie in den Olymp auf­ge­stie­gen und konn­ten ih­re Träu­me ver­wirk­li­chen. Aber wor­an liegt es, dass die ei­nen be­reit sind, kon­se­quent zu sein und die an­de­ren nicht? Ich glau­be, es gibt zwei Ant­wor­ten (oder so­gar noch mehr) auf die­se Fra­ge. Ei­ne ist, dass Sie es sich nicht wert sind. Sprich: Ihr Selbst­wert­ge­fühl ist so im Kel­ler, dass Sie sich selbst ins­ge­heim ein­re­den, Sie hät­ten den gro­ßen Er­folg nicht ver­dient. War­um das so ist, müss­te uns wahr­schein­lich die Tie­fen­psy­cho­lo­gie er­klä­ren. Ar­bei­ten Sie al­so an Ih­rem Selbst­wert­ge­fühl.

Ei­ne wei­te­re Ant­wort kann sein: Das Ziel ist nicht das rich­ti­ge. Wir sind stän­dig ver­lockt, Zie­le zu er­rei­chen, weil es chic klingt. Sol­che „Trends“kön­nen uns durch Me­di­en oder die Ge­sell­schaft sug­ge­riert wer­den. Viel wich­ti­ger aber wä­re, dass wir uns nur sol­che Zie­le set­zen, die mit un­se­ren per­sön­li­chen Wer­ten in Ein­klang ste­hen und bei de­nen wir auch ech­te Emotionen ent­wi­ckeln. Denn die­se star­ken Emotionen be­schüt­zen uns schließ­lich da­vor, ein­zu­kni­cken. Er­folg pas­siert nicht dann, wenn al­les in But­ter ist, son­dern wenn der Ge­gen­wind ein­setzt. Ein Flug­zeug kann nur auf die­se Wei­se ab­he­ben und auch ein Mus­kel kann auch nur wach­sen, wenn er ge­gen ei­nen Wi­der­stand an­kämpft. Da­für be­nö­ti­gen Sie dann aber den rich­ti­gen Treib­stoff - star­ke Ge­füh­le, die Sie dran­blei­ben las­sen. Fest­hal­ten kön­nen wir auf je­den Fall: Er­folg wer­den Sie nur dann ha­ben, wenn Sie auch kon­se­quent die Ver­spre­chen ge­gen­über sich selbst ein­hal­ten. Ih­re Be­zie­hung zu sich selbst wird da­durch bes­ser. Wenn Ih­nen Ihr Part­ner oder Freund stän­dig Ver­spre­chun­gen ma­chen aber nie ein­hal­ten wür­de, wel­chen Stel­len­wert wür­den Sie ihm ein­räu­men? So ist es auch in der Be­zie­hung zu uns selbst. Wir müs­sen uns selbst ver­trau­en kön­nen, um ein gu­tes Selbst­wert­ge­fühl zu ent­wi­ckeln.

Nach­zu­le­sen auch in mei­nem neu­en Buch ER­FOLG - Was Sie von den Su­per-er­folg­rei­chen ler­nen kön­nen.

Ju­li­en Back­haus Ver­le­ger und Her­aus­ge­ber

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.