Jas­min Hoff­mann & Fa­bi­an Sieg­ler - Das Po­wer-coup­le im On­line Bu­si­ness

Wie Fa­bi­an Sieg­ler und Jas­min Hoff­mann ei­ne Bran­che re­vo­lu­tio­nie­ren

ERFOLG Magazin - - Inhalt -

Es klingt wie ein Block­bus­ter aus Hol­ly­wood: Ein dick­li­cher Jun­ge oh­ne Freun­de und mit schlech­ten No­ten in der Schu­le ver­liebt sich in das blon­de, sport­li­che und be­lieb­te Mäd­chen mit Ein­ser-durch­schnitt. Al­les, was er zu bie­ten hat­te, war ein Ver­spre­chen. „Ei­nes Ta­ges wer­den wir Mil­lio­nen ma­chen und woh­nen in ei­ner Vil­la auf ei­ner In­sel im Mit­tel­meer.“Das sag­te Fa­bi­an Sieg­ler da­mals zu der schö­nen Jas­min Hoff­mann und tat­säch­lich ging al­les in Er­fül­lung.

Durch das Un­ter­neh­mer-gen von Sieg­ler und die ana­ly­ti­schen Fä­hig­kei­ten Hoff­manns ge­lang es dem jun­gen Un­ter­neh­mer­paar, ein mil­lio­nen­schwe­res On­li­ne­un­ter­neh­men auf­zu­bau­en und in ei­ne Vil­la auf der Son­nen­in­sel Mallor­ca zu zie­hen. Ge­lun­gen ist ih­nen das mit ei­nem Ge­schäfts­mo­dell na­mens Drop­ship­ping. Aber von An­fang an. Fa­bi­an Sieg­ler war ein schlech­ter Schü­ler. Mit fün­fen und sech­sen quäl­te er sich durch die Haupt­schu­le. Sei­ne Fa­mi­lie zog stän­dig um, Freund­schaf­ten konn­te er kei­ne auf­bau­en. „Mein Glück war, dass ich schon im­mer vi­sio­när ver­an­lagt war. Ich kann mir Din­ge leb­haft vor­stel­len und Stra­te­gi­en aus­ar­bei­ten, die Din­ge Rea­li­tät wer­den zu las­sen.“So grün­de­te Sieg­ler tat­säch­lich mit 16 sei­ne ers­te klei­ne Fir­ma und ver­dien­te sein ei­ge­nes Geld. In­spi­riert von sei­nem Va­ter - ei­nem in­ter­na­tio­na­len Star-fri­seur, gab es für ihn nur ei­ne Rich­tung: Nach oben. „Ich bin ein ganz oder gar nicht-typ.“Er kam mit sei­ner Fir­ma gut vor­an. Ein La­ger wur­de ge­mie­tet, Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt.

Die streb­sa­me Jas­min Hoff­mann ging den klas­si­schen Weg. Sie hat­te ei­nen gro­ßen Freun­des­kreis, mit dem sie auf den vie­len Sport­ler­par­ties zeit ver­brach­te. „Ich ha­be nie ge­trun­ken, dar­um muss­te ich auch im­mer fah­ren.“(lacht) Nach dem Abitur be­gann sie ei­ne Aus­bil­dung zur In­dus­trie­kauf­frau. Bis zu­letzt ar­bei­te­te sie dort in der Pro­zess­op­ti­mie­rung. Als sie sich be­ruf­lich neu ori­en­tie­ren woll­te, pas­sier­te et­was un­ge­plan­tes. Sie ver­lieb­te sich - in Fa­bi­an. So ver­schie­den sie auch wa­ren, ver­band sie doch vie­les. Das In­ter­es­se am Wa­ren­han­del bei­spiels­wei­se. Die be­geis­ter­te Sport­le­rin Jas­min hat­te durch das Vor­bild ih­rer Schwes­ter schon früh über­legt, Sport­ge­rä­te über das In­ter­net zu ver­kau­fen. Und bei­de wa­ren schon als Kin­der in die In­sel Mallor­ca ver­liebt. Im Lau­fe der Jah­re wur­de Fa­bi­an Sieg­ler so­gar zu ei­ner rich­ti­gen Le­se­rat­te. Bis zu drei Bü­cher - pro Wo­che - liest der Un­ter­neh­mer über Er­folgs­stra­te­gi­en, Bio­gra­fi­en und Wirt­schafts­wis­sen. Jas­min Hoff­mann zieht sich die sel­be Men­ge an Wis­sen aus Vi­de­os und Pod­casts.

In den letz­ten Jah­ren ha­ben sie mit ih­rem Un­ter­neh­men EXPERTISER­OCKS di­ver­se On­li­nes­to­res mit dem Drop­ship­ping-sys­tem für Kun­den auf­ge­baut, die ei­nen Ge­samt­um­satz von über 42 Mil­lio­nen Eu­ro brach­ten. Sieg­ler wur­de so­gar zum ers­ten deut­schen Sach­ver­stän­di­gen für Drop­ship­ping be­ru­fen. Mitt­ler­wei­le ha­ben die bei­den zahl­rei­chen an­de­ren Men­schen ge­hol­fen, ei­ge­ne Shops auf­zu­bau­en und da­mit be­trächt­li­che Ge­win­ne zu er­zie­len. „Wir ha­ben ver­schie­de­ne schlüs­sel­fer­ti­ge Shops pro­gram­miert, die wir an zu­künf­ti­ge Drop­ship­per ver­kau­fen. Die kön­nen al­so so­fort los­le­gen und Geld ver­die­nen“, sagt Hoff­mann. Nach Aus­sa­ge auf der Web­site ver­die­nen Neu­lin­ge, die ei­nen sol­chen Shop über­neh­men, rund 8.000 Eu­ro im Mo­nat. Aber das reich­te Sieg­ler und Hoff­mann noch nicht. „Wir ha­ben nun die Drop­ship­ping Uni­ver­si­ty ge­grün­det für Men­schen, die das Ge­schäft von Grund auf ler­nen wol­len. Hier kann man so­gar sei­nen Drop­ship­ping-be­triebs­wirt ma­chen.“Ge­ne­rell kon­zen­trie­ren sich die bei­den Un­ter­neh­mer aber auf den eu­ro­päi­schen Markt. „Das Be­son­de­re an Drop­ship­ping ist, dass die Wa­re nicht erst ein­ge­kauft wer­den muss. Die Wa­ren­be­schaf­fung er­folgt al­so erst nach dem Kauf durch den Kun­den. In­so­fern ent­steht auch nicht das klas­si­sche Pro­blem ei­ner Wa­ren­vor­fi­nan­zie­rung. Der Lie­fe­rant oder Groß­händ­ler lie­fert dann mit neu­tra­lem Ab­sen­der und Lie­fer­schein an den ei­ge­nen Kun­den. Un­ser Schwer­punkt ist hier Eu­ro­pa. Drop­ship­ping wird fast im­mer mit Chi­na und Ali­ex­press as­so­zi­iert, wir zei­gen ganz klar, dass dies nicht der ein­zi­ge Weg ist. Vor­tei­le sind hier kla­re recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und deut­lich kür­ze­re Lie­fer­zei­ten. Auf un­se­rer neu­en Web­sei­te eli­te-drop­ship­ping.rocks fin­den sich stets die ak­tu­el­len Shops“, er­klärt Sieg­ler. Das Know-how ver­mit­teln sie zu­sätz­lich auf ih­rem Youtu­be-ka­nal, der die Mil­lio­nen-mar­ke an Zu­schau­ern kna­cken konn­te. Dass die bei­den vor Ide­en spru­deln, merkt man pau­sen­los. Kürz­lich brach­ten die bei­den ein Drop­ship­ping-brett­spiel auf den Markt, bei dem man das Bu­si­ness spie­le­risch er­ler­nen kann. Mo­no­po­ly für On­line­händ­ler - aber mit Ta­schen­rech­ner.

Ich bin ein ganz oder gar nicht-typ.

Mein Glück war, dass ich schon im­mer vi­sio­när ver­an­lagt war.

Jas­min Hoff­mann und Fa­bi­an Sieg­ler er­gän­zen sich pri­vat wie ge­schäft­lich. Das Er­geb­nis: Flo­rie­ren­de Ge­schäf­te und Traum­le­ben.

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