Das Ge­setz der Aus­dau­er

ERFOLG Magazin - - Story -

Von Ye­hu­di Men­u­hin, ei­nem der größ­ten Gei­gen­vir­tuo­sen des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts, stammt fol­gen­des Zi­tat:

„Wenn ich ei­nen Tag lang nicht übe, mer­ke ich den Un­ter­schied.

Wenn ich zwei Ta­ge lang nicht übe, mer­ken mei­ne Freun­de den Un­ter­schied. Wenn ich drei Ta­ge lang nicht übe, spricht das Pu­bli­kum dar­über!“

Was Men­u­hin da­mit mein­te, war: Es ist nicht wich­tig ein Meis­ter zu sein – wich­tig ist das per­ma­nen­te Trai­ning, das „am Ball blei­ben“. Wie oft ist es auch Dir schon so er­gan­gen, dass Du et­was an­ge­fan­gen hast – aber da­mit zu schnell auf­gabst? Wie will je­mand im Le­ben wirk­lich er­folg­reich wer­den – wenn er et­was an­fängt, es nicht gleich op­ti­mal funk­tio­niert – und so­fort wie­der auf­hört?

Je­des Sa­men­korn braucht Zeit. Es nutzt gar nichts, im Früh­jahr zu sä­en – und dann zwei Wo­chen spä­ter die Wei­zen­kör­ner wie­der aus­zu­gra­ben, um nach­zu­se­hen, was los ist, weil bis­her noch nichts ge­wach­sen ist…

Ich be­schäf­ti­ge mich bei­spiels­wei­se be­reits seit 1985 mit den Ge­set­zen des Le­bens und den Ge­set­zen des Er­folgs. Im Lau­fe der Zeit hat sich mein Wis­sen im­mer wei­ter auf­ge­baut, im­mer mehr ver­tieft, im­mer mehr er­wei­tert - und den­noch ler­ne ich täg­lich im­mer wie­der neu hin­zu.

Vor kur­zem lie­ßen wir ei­ni­ge Zim­mer in un­se­rem Haus re­no­vie­ren, dar­un­ter auch mein Ar­beits­zim­mer. Dort ha­be ich vie­le Re­ga­le mit mei­nen Bü­chern, CDS, DVDS ste­hen, dar­un­ter auch al­le mei­ne ei­ge­nen Wer­ke. Für die Re­no­vie­rung räum­te ich sämt­li­che Bü­cher usw. aus und stieß da­bei auch auf frü­he­re Vi­de­os von mir selbst. Neu­gie­rig ge­wor­den, leg­te ich sie in un­se­ren Vi­deo­re­kor­der (für die jün­ge­ren Le­ser: Vor­gän­ger des Dvd-play­ers…) und er­schrak: Die Auf­nah­men stamm­ten von 1991 bis 1993 und ich er­kann­te mich kaum wie­der (nein nicht, weil ich et­wa so viel jün­ger und bes­ser aus­ge­se­hen hät­te, im Ver­gleich zu heu­te…). Ich stand stock­steif auf der Büh­ne, ich hat­te ei­nen gan­zen Sta­pel Kar­tei­kar­ten als Ma­nu­skript in der Hand, mei­ne Aus­strah­lung war über­haupt nicht zu ver­glei­chen mit mei­ner heu­ti­gen. Fast schäm­te ich mich ein we­nig da­für, da­mals die­se Vi­de­os über­haupt ver­kauft zu ha­ben…

Wenn mich heu­te man­che Se­mi­nar­teil­neh­mer auf der Büh­ne er­le­ben, dann schwär­men sie mir vor, wie groß­ar­tig ich als Re­fe­rent sei und, dass sie ger­ne auch die­ses Ta­lent hät­ten, vor Men­schen so re­den zu kön­nen. Doch an­ge­sichts die­ser frü­he­ren Auf­nah­men, steht ei­nes zwei­fels­frei fest:

Ich hat­te gar nicht mehr Ta­lent als die Se­mi­nar­teil­neh­mer – ich stand ein­fach in 30 Jah­ren über 3.000 Mal auf der Büh­ne und re­de­te. Und mit je­dem Re­den, mit je­der Wie­der­ho­lung wur­de ich ein klei­nes biss­chen bes­ser. Dies nennt man auch:

Die Macht der Wie­der­ho­lung!

In jun­gen Jah­ren be­trieb ich ein­mal Kampf­sport und aus der Kampf­kunst „Ai­ki­do“weiß ich: Der­je­ni­ge ist ein Meis­ter, der je­den Tag fünf Mi­nu­ten län­ger auf der Mat­te bleibt, als al­le an­de­ren!

Le­ben und Er­folg sind ein Ma­ra­thon, kein 100-Me­ter-sprint. Es ist nicht wich­tig, die ers­ten 100 Me­ter schnellst­mög­lich zu­rück­zu­le­gen, dann ste­hen­zu­blei­ben und auf­zu­ge­ben – ent­schei­dend ist, die 42 Ki­lo­me­ter des Ma­ra­thons durch­zu­hal­ten.

Das Ge­heim­nis von der „Macht der Wie­der­ho­lung“be­steht dar­in, dass al­les was wie­der­holt wird, ob nun ein Ge­dan­ke oder ei­ne Hand­lung, im Lau­fe der Zeit zur Ge­wohn­heit wird!

Und, wenn es ei­ne Ge­wohn­heit wur­de, musst Du Dich nicht mehr an­stren­gen, nicht mehr be­mü­hen – Du führst es als au­to­ma­ti­sier­tes Pro­gramm aus! In der Au­to­bio­gra­phie von Hans Rie­gel, dem Grün­der der welt­be­kann­ten Mar­ke „Ha­ri­bo“(Hans Rie­gel-bonn) schreibt er:

„Oh­ne Ar­beit, früh bis spät, wird Dir nichts ge­ra­ten. Neid sieht nur das Blu­men­beet, aber nicht den Spa­ten!“

Was er da­mit mein­te ist: Er konn­te Ha­ri­bo nur des­halb zu ei­ner welt­be­kann­ten Mar­ke auf­bau­en, weil er be­harr­lich und aus­dau­ernd da­ran ar­bei­te­te. Wenn Du et­was Neu­es tust (oder auch et­was Neu­es denkst!), dann gilt das Ge­setz der „be­schleu­nig­ten Be­schleu­ni­gung“:

Am An­fang be­nö­tigst Du viel Auf­wand – und er­hältst nur ein ge­rin­ges oder schlech­tes Er­geb­nis.

Spä­ter je­doch brauchst Du im­mer we­ni­ger Ener­gie-ein­satz und die er­ziel­ten Er­geb­nis­se wer­den im­mer bes­ser!

Leo Tol­stoi sag­te da­zu: „Al­les Leich­te am An­fang ist schwer, al­les Schwe­re ist spä­ter leicht!“

Du musst nur et­was lan­ge ge­nug tun, al­so wie­der­ho­len (gilt auch für Denk­wie­der­ho­lun­gen!) – und Du wirst dar­in schnel­ler, bes­ser und er­folg­rei­cher!

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„Wenn ich ei­nen Tag lang nicht übe, mer­ke ich den Un­ter­schied. Wenn ich zwei Ta­ge lang nicht übe, mer­ken mei­ne Freun­de den Un­ter­schied. Wenn ich drei Ta­ge lang nicht übe, spricht das Pu­bli­kum dar­über!“

ist Men­tal­trai­ner und schul­te über ei­ne Mil­lio­nen Men­schen. Er ist Best­sel­ler­au­tor und grün­de­te meh­re­re Fir­men. Jür­gen Höl­ler

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