Wie man sich täg­lich neu ver­liebt! 33 Chan­cen für ei­ne er­füll­te Part­ner­schaft ..

ERFOLG Magazin - - Inhalt -

Was gibt es Schö­ne­res als ei­ne er­füll­te Lie­bes­be­zie­hung, in der sich bei­de Part­ner frei ent­wi­ckeln und das Zu­sam­men­sein ge­nie­ßen, im­mer wie­der frisch und im­mer wie­der neu ver­liebt? Vie­le le­ben im All­tag ne­ben­ein­an­der her und ha­ben die Freu­de am Zu­sam­men­sein fast ver­lo­ren. Man­che Paa­re ha­dern mit im­mer glei­chen Kon­flik­ten und Pro­ble­men, wol­len und kön­nen sich je­doch nicht tren­nen.

Ist es über­haupt mög­lich, sich stän­dig neu in den­sel­ben Part­ner zu ver­lie­ben? Un­se­re Ant­wort ist ein ganz kla­res „Ja“. Das The­ma Part­ner­schaft ha­ben wir uns zum Le­bens­the­ma ge­macht. In­zwi­schen sind wir seit vie­len Jah­ren zu­sam­men und spü­ren trotz­dem im­mer wie­der Schmet­ter­lin­ge im Bauch. Na­tür­lich er­le­ben wir ne­ben den Hö­hen auch Tie­fen, so­wohl in un­se­rer Be­zie­hung zu uns selbst als auch in un­se­rer Be­zie­hung mit­ein­an­der. Das Le­ben ist viel­fäl­tig und manch­mal wir­belt es uns ge­hö­rig durch­ein­an­der. Dann füh­len auch wir uns nicht leicht und ver­liebt, son­dern eher ge­trennt und al­lein. Doch wir wol­len kei­nen die­ser Mo­men­te mis­sen, weil sie uns im­mer wei­ter mehr zu uns selbst brin­gen und in un­ser vol­les Po­ten­ti­al.

Wir sind da­von über­zeugt: Wenn bei­de Tei­le be­reit sind, ih­rer Part­ner­schaft Ener­gie zu­zu­wen­den, kann man auch in die­ser schnell­le­bi­gen Zeit ge­mein­sam glück­lich und zu­frie­den alt wer­den. In un­se­ren Se­mi­na­ren und Coa­chings hö­ren wir an die­ser Stel­le oft: „Ich wür­de mich ja ger­ne ent­wi­ckeln, aber mein Part­ner/mei­ne Part­ne­rin macht nicht mit.“„Ich wür­de mich ja ver­än­dern, aber er/sie lässt nicht mit sich re­den.“Ei­ne Be­zie­hung ist ein Sys­tem, wel­ches von al­len Be­tei­lig­ten ge­stal­tet wird, und je­der trägt ei­ne ge­wis­se

Wenn bei­de Tei­le be­reit sind, ih­rer Part­ner­schaft Ener­gie zu­zu­wen­den, kann man auch in die­ser schnell­le­bi­gen Zeit ge­mein­sam glück­lich und zu­frie­den alt wer­den.

Ver­ant­wor­tung dar­an, wenn es nicht rund läuft. Sprich: Wenn ei­ner der bei­den sich ver­än­dert und be­wuss­ter mit sei­nem Le­ben um­geht, wirkt sich das un­wei­ger­lich auch auf den

Part­ner aus.

Ei­ne der Ba­sis-zu­ta­ten für ei­ne ehr­li­che und re­spekt­vol­le Be­zie­hung ist das freund­li­che Nein. Vie­le Men­schen wis­sen nicht, wie sie au­then­tisch „Nein“sa­gen kön­nen. Die meis­ten Men­schen ler­nen sich an­zu­pas­sen und lie­ber auf die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se zu ver­zich­ten, als an­de­re even­tu­ell vor den Kopf zu sto­ßen und da­durch ab­ge­lehnt zu wer­den.

In un­se­ren Se­mi­na­ren er­le­ben wir es im­mer wie­der, wie groß die Angst ist, in en­gen Be­zie­hun­gen „Nein“zu sa­gen. Die Be­fürch­tung ist ver­brei­tet, dann nicht mehr ge­liebt zu wer­den, oder den ge­lieb­ten Men­schen mit ei­nem Nein zu ver­let­zen. Doch dar­über bleibt dann leicht die Ehr­lich­keit auf der Stre­cke. Es ist für ei­ne kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­schei­dend wich­tig, das ei­ge­ne in­ne­re Nein ernst zu neh­men, gut auf sich und die ei­ge­nen Be­dürf­nis­se zu ach­ten und sie klar, deut­lich zu ver­mit­teln.

In der Kind­heit vie­ler Men­schen gab es nur höchst sel­ten die Mög­lich­keit, mit ei­nem Nein ge­hört zu wer­den. Das Wort der El­tern war das Ge­setz, dem sich das Kind un­ter­ord­nen muss­te. Die Angst, ver­las­sen zu wer­den, be­stimmt dann manch­mal un­be­wusst bis ins Er­wach­se­nen­al­ter hin­ein das Han­deln. Lie­ber in ei­ner schlech­ten Be­zie­hung blei­ben, als al­lei­ne durch die­se Welt ge­hen zu müs­sen, lau­tet oft die De­vi­se. Vie­len graut vor der Vor­stel­lung, nach Hau­se zu kom­men und nie­mand ist da, be­son­ders je­nen, die den Fo­kus haupt­säch­lich auf den ei­ge­nen Part­ner rich­ten. Dar­aus ent­steht dann leicht ei­ne ge­fühl­te Ab­hän­gig­keit von der Gunst des An­de­ren, was nicht son­der­lich at­trak­tiv und an­zie­hend wirkt.

Ein Mensch, der klar und deut­lich sei­ne Mei­nung ver­tritt, wird re­spek­tiert, weil er For­mat und Stär­ke zeigt. Vi­el­leicht ist der Part­ner zu­nächst nicht ganz so be­geis­tert von die­ser neu­en Fä­hig­keit, da es al­te Ge­wohn­hei­ten durch­ein­an­der­brin­gen kann. Der neue und ehr­li­che­re Um­gang mit­ein­an­der führt je­doch zu ei­nem Kon­takt auf Au­gen­hö­he und zu mehr Re­spekt vor­ein­an­der.

In Coa­chings wer­den wir oft mit Frau­en kon­fron­tiert, die sich jah­re­lang für ih­ren Mann ver­bo­gen ha­ben und dar­über re­gel­recht krank wur­den. Die Be­zie­hung wur­de dar­über oft zur rei­nen Zweck­ge­mein­schaft. Der Weg zu­rück zur Wahr­neh­mung der ei­ge­nen Be­dürf­nis­se ist dann oft schwer. Lie­be­voll Nein sa­gen ler­nen ist ein wich­ti­ger Teil die­ses Wegs, der un­se­rer Er­fah­rung nach zu sehr viel mehr Frei­heit und Wachs­tum führt.

Das „freund­li­che Nein“ist nur ei­ner von ins­ge­samt 33 Schlüs­seln, um sich dau­er­haft in sei­nen Part­ner zu ver­lie­ben. In un­se­rem Buch fin­den sich pra­xis­na­he Werk­zeu­ge so­wie Übun­gen und kon­kre­te Tipps für ei­nen glück­li­chen und er­füll­ten Be­zie­hungs­all­tag. Dar­über hin­aus tei­len wir un­se­re per­sön­li­chen Be­zie­hungs­her­aus­for­de­run­gen – was wir zu den un­ter­schied­li­chen The­men er­lebt und wie wir dar­aus ge­lernt ha­ben.

Vie­le Men­schen wis­sen nicht, wie sie au­then­tisch „Nein“sa­gen kön­nen.

Die Au­to­ren Chris­ti­na Grahn-hom­mels­heim und Wal­ter Hom­mels­heim sind Paar­coa­ches und -Trai­ner so­wie In­ha­ber der Coa­ching Aka­de­mie und der Platt­form „Herz über Kopf“. Sie tre­ten als Spea­ker und Trai­ner un­ter an­de­rem bei GEDANKENTA­NKEN auf. Neu ist auch ihr ge­mein­sa­mes Buch „Herz über Kopf, die ein­fa­che For­mel zum Glück“er­schie­nen.

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