Am 29. Ju­ni 2017 geht in Berlin so viel Re­gen nie­der, wie es sta­tis­tisch al­le 100 Jah­re mal pas­siert.

Feuerwehr-Magazin - - Inhalt - Text: Jo­han­nes Koh­len, frei­er Jour­na­list [5321]

Die Bun­des­haupt­stadt wird re­gel­recht ge­flu­tet. Rund 1.300 Kräf­te von Be­rufs- und frei­wil­li­ger Feu­er­wehr kämp­fen ge­gen die Was­ser­mas­sen. Der et­was an­de­re Ein­satz­be­richt.

Der Ju­ni 2017 geht als ei­ner der re­gen­reichs­ten Mo­na­te in die Ber­li­ner Ge­schich­te ein. Am 29. Ju­ni fal­len in­ner­halb von 7 St­un­den in man­chen Stadt­tei­len bis zu 130 Li­ter pro Qua­drat­me­ter. Die Feu­er­weh­ren fah­ren 1.830 Ein­sät­ze. Sechs Kräf­te in un­ter­schied­li­chen Funk­tio­nen be­rich­ten, wie sie den Aus­nah­me­zu­stand „Wetter“er­lebt ha­ben.

Je­des Jahr reg­net es in Berlin durch­schnitt­lich 580 Li­ter pro Qua­drat­me­ter. Am Don­ners­tag, 29. Ju­ni 2017, fal­len aber bei­spiels­wei­se in Berlin-wil­mers­dorf 100 Li­ter pro Qua­drat­me­ter – in we­ni­gen St­un­den. Am dar­auf­fol­gen­den Mor­gen schreibt der Deut­sche Wet­ter­dienst: „Zu den bis­her ge­fal­le­nen Men­gen von ge­biets­wei­se 70 bis 130 Li­ter pro Qua­drat­me­ter kom­men noch wei­te­re 10 bis 35 Li­ter pro Qua­drat­me­ter hin­zu.“Es sind die hef­tigs­ten Re­gen­fäl­le seit fast 60 Jah­ren in der Bun­des­haupt­stadt.

Im­mer mehr No­t­ru­fe er­rei­chen in den Mit­tags­stun­den des Don­ners­ta­ges die Leit­stel­le der Ber­li­ner Feu­er­wehr auf der Feu­er­wa­che Char­lot­ten­burg-nord. Um 12.26 Uhr ruft die Leit­stel­le den Aus­nah­me­zu­stand „Wetter“aus. 14 frei­wil­li­ge Feu­er­weh­ren wer­den alar­miert, um die Ein­satz­kräf­te der Be­rufs­feu­er­wehr zu ver­stär­ken. Am Nach­mit­tag und in den frü­hen Abend­stun­den steigt die An­zahl der No­t­ru­fe er­neut. Al­le 57 frei­wil­li­gen Weh­ren der Bun­des­haupt­stadt über­neh­men Ein­sät­ze.

Uwe Ku­busch: der La­ge­dienst

„Um 17.30 Uhr am Don­ners­tag ha­be ich über­nom­men und war dann bis 6.30 Uhr im Di­enst“, er­zählt der 51-jäh­ri­ge Brand­ober­amts­rat Uwe Ku­busch, La­ge­dienst­ler in der Leit­stel­le der Ber­li­ner Feu­er­wehr. „Als ich an­kam, war mir klar, dass uns die­se La­ge lan­ge be­schäf­ti­gen wird. Ich hat­te durch die chao­ti­sche Ver­kehrs­si­tua­ti­on schon Pro­ble­me, über­haupt in die Leit­stel­le zu ge­lan­gen. Seit halb eins be­stand der Aus­nah­me­zu­stand Wetter“.

Der Aus­nah­me­zu­stand Wetter (AZ) ist ein in­ter­ner Be­griff der Ber­li­ner Feu­er­wehr, der bei ei­ner Häu­fung wet­ter­be­ding­ter Ein­sät­ze für Än­de­run­gen der Leit­stel­len­ar­beit sorgt. Das Per­so­nal der Leit­stel­le wird durch dienst­freie Kol­le­gen und die eh­ren­amt­li­che Re­ser­ve ver­stärkt. Im AZ wer­den No­t­ruf­an­nah­me und Ein­satz­dis­po­si­ti­on von­ein­an­der ge­trennt. No­t­ruf­ge­sprä­che wer­den so kurz wie mög­lich ge­hal­ten, Ein­sät­ze nach Prio­ri­tät mit Fahr­zeu­gen und Per­so­nal be­schickt.

„Im Ver­lauf des Abends nahm der Stark­re­gen wei­ter zu. Über St­un­den hin­weg war un­ser No­t­ruf, der über 60 Lei­tun­gen ver­fügt, kom­plett aus­ge­las­tet. Zahl­rei­che An­ru­fer be­fan­den sich in der War­te­schlei­fe“, er­in­nert sich der Brand­ober­amts­rat. Zu die­sem Zeit­punkt ist be­reits ein Ver­tre­ter des Lan­des­be­auf­trag­ten der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren in der Leit­stel­le an­ge­kom­men, um die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu den frei­wil­li­gen Weh­ren auf­recht­zu­er­hal­ten.

„Teil­wei­se ha­ben No­t­ru­fe fast 10 Mi­nu­ten in un­se­rer War­te­schlei­fe hän­gen müs­sen“, sagt La­ge­dienst Ku­busch. Gleich­zei­tig er­reich­ten auch die Po­li­zei vie­le No­t­ru­fe. Die Leit­stel­len von Feu­er­wehr und Po­li­zei sind

in Berlin über ei­ge­ne Lei­tun­gen mit­ein­an­der ver­bun­den und kön­nen No­t­ru­fe ab­fra­gen und die Da­ten über­ge­ben. „Mit dem La­ge­dienst der Po­li­zei ha­be ich ver­ein­bart, dass die Po­li­zei nur Ret­tungs­dienst- und Brand­ein­sät­ze an uns wei­ter­gibt und bei al­len wet­ter­be­ding­ten No­t­ru­fen die An­ru­fer auf die 112 ver­weist“, er­läu­tert Ku­busch. „So konn­ten wir da­von aus­ge­hen, dass die­se No­t­ru­fe be­vor­zugt ab­ge­ar­bei­tet wer­den muss­ten.“

400 Ein­sät­ze konn­ten nicht be­schickt wer­den

„Die­se La­ge war ei­ne ex­tre­me Aus­nah­me­si­tua­ti­on. Man muss dar­auf ach­ten, dass man sich in solch ei­ner Si­tua­ti­on nicht selbst aus­ver­kauft. Und man muss aus­hal­ten, dass wir über ei­ne lan­ge Zeit Ein­sät­ze ha­ben, die nicht be­schickt wer­den kön­nen. Zeit­wei­se hat­ten wir 400 Ein­sät­ze, zu de­nen wir kei­ne Ein­satz­kräf­te schi­cken konn­ten“, er­zählt Ku­busch von sei­nen Er­fah­run­gen aus der Nacht auf den 30. Ju­ni. Es reg­net per­ma­nent wei­ter. Die Ein­satz­klei­dung ist schon nach den ers­ten Ein­sät­zen kom­plett durch­nässt. „Mit nas­ser Ein­satz­klei­dung kann ich die Kräf­te aber nicht in die Brand­be­kämp­fung schi­cken.“Aus die­sem Grund hält die Ber­li­ner Feu­er­wehr Ein­satz­kräf­te zu­rück. Die­se ste­hen dann für die Brand­be­kämp­fung und die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung zur Ver­fü­gung.

Ein wei­te­res Pro­blem: „Wir konn­ten die Kel­ler aus­pum­pen, aber wo­hin mit dem Was­ser? Die Stra­ßen wa­ren be­reits über­flu­tet. Die Ent­wäs­se­rungs­be­trie­be teil­ten mit, dass sich das Ent­wäs­se­rungs­sys­tem der Stadt nach dem En­de des Re­gens ver­mut­lich erst am Mit­tag des fol­gen­den Tages wie­der ent­leert hät­te.“

Ge­gen Mit­ter­nacht ge­hen die Mit­ar­bei­ter der Leit­stel­le da­von aus, dass der Ein­satz ver­mut­lich bis zum Mit­tag des Frei­tags dau­ern wird. „Wir muss­ten dann kon­se­quen­ter­wei­se Kräf­te zu­rück­hal­ten. Vie­le Ein­sät­ze ha­ben sich durch die War­te­zei­ten auch ein­fach er­le­digt“, er­zählt Brand­ober­amts­rat Uwe Ku­busch.

Per Kleist: der B-di­enst

„Un­mit­tel­bar nach­dem der star­ke Re­gen ein­setz­te, be­ka­men wir un­se­ren ers­ten Ein­satz“, er­zählt Brand­di­rek­tor Per Kleist. Am 29. Ju­ni ist er ei­ner von zwei dienst­ha­ben­den B-di­ens­ten der Ber­li­ner Feu­er­wehr. Um 11.54 Uhr wird der Ein­satz­leit­wa­gen 1518 der Feu­er­wa­che Ur­ban mit dem Stich­wort „TH 4 Bahn + MANV“(Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung 4 plus Mas­sen­an­fall von Ver­letz­ten) alar­miert. In den No­t­ru­fen be- schrei­ben Zeu­gen ei­ne Kol­li­si­on von zwei Stra­ßen­bah­nen.

Von der Feu­er­wa­che Mit­te ist es über die Prenz­lau­er Al­lee nur ei­ne kur­ze An­fahrt bis zur Un­fall­stel­le. Schon um 12.04 Uhr er­reicht der Ein­satz­leit­wa­gen (ELW) die Ein­satz­stel­le. „Un­mit­tel­bar mit uns sind das Lösch- und Hil­fe­leis­tungs­fahr­zeug (LHF) aus Prenz­lau­er Berg, die C-di­ens­te von der Wa­che Fried­richs­hain und aus Pan­kow, das LHF aus Wei­ßen­see und meh­re­re Ret­tungs­wa­gen der Lehr­ret­tungs­wa­che Mit­te auf der Kreu­zung ein­ge­trof­fen.“Zwei Stra­ßen­bah­nen sind durch ei­nen Wei­chen­feh­ler fron­tal in­ein­an­der ge­sto­ßen. Die Fah­rer­ka­bi­nen wa­ren stark ver­formt. „Da ich bei­de C-di­ens­te vor Ort hat­te, ha­be ich ei­nen als Or­ga­ni­sa­to­ri­schen Lei­ter Ret­tungs­dienst und den an­de­ren zur Si­che­rung, Tech­ni­schen Ret­tung und Ber­gung ein­ge­setzt“, er­zählt Kleist.

27 Men­schen wer­den durch die erstein­tref­fen­de No­t­ärz­tin und den Ret­tungs­dienst ge­sich­tet. „Es hat ge­schüt­tet. Un­ser Vor­teil aber war, dass wir zwei Tram­zü­ge hat­ten, in de­nen wir in Ru­he und un­pro­ble­ma­tisch die Be­trof­fe­nen sit­zen las­sen und sich­ten konn­ten“, er­klärt der B-dienst­ler das Vor­ge­hen. Zehn Pa­ti­en­ten wer­den in Kran­ken­häu­ser trans­por­tiert. „Die Wit­te­rung hat­te kei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss auf die Ab­ar­bei­tung der La­ge. Mit nur drei Pa­ti­en­ten, die der Ka­te­go­rie Gelb zu­ge­ord­net wur­den, ist der Un­fall sehr glimpf­lich ab­ge­lau­fen. Al­ler­dings war ich bis auf die Un­ter­wä­sche durch­nässt.“

Nach­mit­tags wird der ELW zu ei­ner ver­meint­li­chen Ga­s­aus­strö­mung alar­miert, die sich letzt­lich aber als voll­ge­lau­fe­ner Kel­ler her­aus­stellt. „Im Wes­ten der Stadt wur­de ein Wohn­haus in Char­lot­ten­burg so un­ter­spült, dass die Sta­tik be­ein­träch­tigt war. Hier wa­ren vie­le Kräf­te und auch der an­de­re BDi­enst im Ein­satz. Ich war da­mit der ein­zi­ge ver­blie­be­ne B-di­enst für die ge­sam­te Stadt“, sagt Kleist.

Sven Gries­bach: Ver­tre­ter des Lan­des­be­auf­trag­ten FF

„Ei­gent­lich hat­te ich in die­ser Wo­che gar kei­nen LB FF-RUFbe­reit­schafts­dienst. Aber ei­nes un­se­rer Te­am­mit­glie­der war krank und ich ha­be ihn kurz­fris­tig ver­tre­ten“, er­zählt Sven Gries­bach. Der 39-Jäh­ri­ge ar­bei­tet als Ver­triebs­mit­ar­bei­ter bei ei­nem Feu­er­wehr­auf­bau­her­stel­ler und lei­tet die FF in Berlin-ho­hen­schön­­hau­sen. Seit 2012 ist er stän­di­ger Ver­tre­ter des Lan­des­be­auf­trag­ten der FF in der Di­rek­ti­on Nord der Ber­li­ner Feu­er­wehr. „So ei­ne lang an­hal­ten­de La­ge mit in­ten­si­vem Dau­er­re­gen hat­te ich noch nicht“, sagt der 39-jäh­ri­ge.

„Als es für mich los­ging, saß ich im Au­to und war be­ruf­lich un­ter­wegs. Das ers­te Mal hat­te ich an die­sem Tag um kurz nach 12 Uhr we­gen des Stra­ßen­bahn­un­falls Kon­takt mit dem La­ge­dienst. Zu die­sem Zeit­punkt ha­ben wir noch gar nicht über das Wetter ge­spro­chen“, er­zählt er vom Mit­tag des 29. Ju­ni. „Im Hin­ter­grund hat uns das Wet­te­rer­eig­nis aber qua­si schon über­rollt, so­dass ich mich um 12.30 Uhr auf den Weg zur Leit­stel­le ge­macht ha­be.“Nach der Alar­mie­rung in­for­miert Gries­bach den LB FF und sei­ne Ver­tre­ter. „Durch die chao­ti­sche Ver­kehrs­si­tua­ti­on auf der A 100, hier war ein lan­ger Rück­stau durch die Über­flu­tung auf der Stra­ße ent­stan­den, ha­be ich fast 1,5 St­un­den für die Stre­cke zur Leit­stel­le ge­braucht, die ich sonst in 30 Mi­nu­ten schaf­fe“, er­in­nert sich Gries­bach.

„Als ich an­kam, wa­ren die bei­den Ka­me­ra­den der Leit­stel­len­re­ser­ve schon vor Ort. Ich mel­de­te mich beim La­ge­dienst an und nahm ein Di­enst­te­le­fon ent­ge­gen. Von da an war ich für al­le Rück­fra­gen über und für die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr zu­stän­dig.“In der Leit­stel­le ver­schafft sich Gries­bach ei­nen Über­blick über die Ein­satz­la­ge: „Durch ge­plan­te Ein­satz­diens­te wa­ren zum Start des Aus­nah­me­zu­stands be­reits neun FF Typ-b im Di­enst, die zu­sätz­lich zu den Kräf­ten der BF schon ver­füg­bar wa­ren. Wei­te­re ha­ben wir erst­mal nicht alar­miert.“

„Nach 18 Uhr fing es wie­der an zu reg­nen und die Ein­satz­zah­len stie­gen deut­lich an. Schnell gab es fast 100 of­fe­ne Ein­sät­ze, ge­gen 22.45 Uhr wa­ren es so­gar 560“, er­zählt Gries­bach. Die Fahr­zeu­ge der Feu­er­weh­ren sind lan­ge an den Ein­satz­stel­len und es gibt vie­le Nach­for­de­run­gen. „Die müs­sen rich­ti­ge Was­ser­mas­sen be­wegt ha­ben, wenn die über ei­ne St­un­de an den Ein­satz­stel­len stan­den. Da ha­ben wir dann al­le FF Typ-b und bei al­len FF Typ-a die Lösch­grup­pen­fahr­zeu­ge des Ka­ta­stro­phen­schut­zes alar­miert,

um zu­sätz­li­che Kräf­te und Fahr­zeu­ge auf die Stra­ße zu be­kom­men, die wir au­ßer­halb des nor­ma­len Ein­satz­ge­bie­tes ein­set­zen konn­ten. Doch die Zahl der of­fe­nen Ein­sät­ze sank im­mer noch nicht, so­dass wir teil­wei­se auch die Ffen Typ-a au­ßer­halb ih­res Ge­bie­tes mit ih­rem ers­ten Fahr­zeug ein­set­zen muss­ten.“

„Ei­ne sol­che Si­tua­ti­on und ein sol­ches Ein­satz­auf­kom­men ha­ben wir so vor­her noch nicht ab­ge­ar­bei­tet“, sagt Gries­bach. „Wir hat­ten na­he­zu al­le FF und BF der Stadt auf der Stra­ße. Wir ha­ben in­ner­halb we­ni­ger St­un­den das Per­so­nal der BF durch die Frei­wil­li­gen ver­dop­pelt.“

Auf ei­ner Alarm­fahrt ver­un­glückt ein LHF

„Um 21.40 Uhr wur­de ich über den Un­fall ei­nes LHF in­for­miert. Mich hat der Wehr­lei­ter­ver­tre­ter der FF 6501 aus Karls­horst an­ge­ru­fen und mit­ge­teilt, dass es ei­nen Ver­kehrs­un­fall ei­nes Karls­hors­ter LHF in Char­lot­ten­burg gab. Es sol­le Ver­letz­te ge­ben und das Fahr­zeug mög­li­cher­wei­se ein To­tal­scha­den sein. Da der Ein­satz­ort nur knapp 2 Ki­lo­me­ter von der Leit­stel­le ent­fernt war, bin ich hin­ge­fah­ren, um mir ein ei­ge­nes Bild zu ma­chen und die Ka­me­ra­den zu un­ter­stüt­zen“, er­in­nert sich Gries­bach.

„Vor Ort bot sich mir ein schreck­li­ches Bild: über­all Trüm­mer und Blau­licht, am Rand stand ein völ­lig zer­stör­tes LHF. Die­sen An­blick ver­gisst man nicht so leicht. Ich hoff­te in­ner­lich, dass nie­mand ernst­haft zu Scha­den ge­kom­men ist“, er­zählt Gries­bach. Un­mit­tel­bar nach dem Un­fall for­dert er das Ein­satz­nach­sor­ge­team (ENT) der Ber­li­ner Feu­er­wehr an und be­spricht mit al­len be­trof­fe­nen Ka­me­ra­den das wei­te­re Vor­ge­hen.

Da­ni­el Bro­se: der Zug­füh­rer

„Am Mor­gen woll­te ich nor­mal zur Ar­beit nach Fal­ken­see fah­ren, am Feu­er­wehr­haus in Staa­ken muss­te ich noch ein paar Sa­chen er­le­di­gen. Als ich dort war, wur­den wir zu ei­nem Brand­mel­de­alarm weit au­ßer­halb un­se­res Ein­satz­ge­bie­tes alar­miert“, er­in­nert sich Da­ni­el Bro­se. Der 44-jäh­ri­ge Brand­in­spek­tor ist seit 2007 Wehr­füh­rer der FF Staa­ken, der west­lich ge­le­gens­ten FF der Ber­li­ner Feu­er­wehr. Fal­ken­see ist die nächs­te bran­den­bur­gi­sche Stadt, in der Bro­se be­ruf­lich als Lei­ter der Feu­er­wehr ar­bei­tet.

Ein­satz­ort: Haus des Rund­funks. „Dem Alarm­zet­tel konn­te ich ent­neh­men, dass wir das nächst­ge­le­gens­te LHF wa­ren. Wir ha­ben al­le ge­sagt, dass wir da eh nicht zum Ein­satz kom­men, weil es so weit weg ist“, er­in­nert sich Bro­se. Vom Feu­er­wehr­haus in Staa­ken bis in den Ber­li­ner Stadt­teil Westend sind es fast 12 Ki­lo­me­ter.

An der Ein­satz­stel­le tref­fen die Staa­ke­ner als ers­tes Lösch­fahr­zeug ein. Die Mit­ar­bei­ter des rbb (Radio Berlin Bran­den­burg) ste­hen vor den Tü­ren des Ge­bäu­de­kom­ple­xes im Re­gen und war­ten schon auf die Feu­er­wehr. Der zu­stän­di­ge C-di­enst aus Pan­kow ist noch nicht vor Ort. Auf der Rück­sei­te des Ge­bäu­des trifft Bro­se wäh­rend sei­ner Er­kun­dung auf das LHF der Wa­che Sua­rez: „Durch ei­nen Re­gen­ka­nal war aus den Dop­pel­bö­den Was­ser aus­ge­tre­ten und in ei­nen Sen­de­raum ge­langt. In den Dop­pel­bö­den hat­ten die Brand­mel­der aus­ge­löst.“

Ge­nau da­hin­ter ist der Ar­chiv­raum des rbb un­ter­ge­bracht. Hier droht Was­ser ein­zu­drin­gen und die wert­vol­len ein­ge­la­ger­ten Un­ter­la­gen, Fil­me und ähn­li­ches, zu zer­stö­ren. „Mit al­len Tauch­pum­pen ha­ben wir das Was­ser weg­ge­pumpt, um den Ar­chiv­raum zu schüt­zen. Fast 3 St­un­den ha­ben wir letzt­end­lich dort ver­bracht.“

Spiel­zeug ret­ten mit der Tauch­pum­pe

„Kurz da­nach sind wir zur Un­ter­stüt­zung un­se­res Tank­lösch­fahr­zeu­ges (TLF) in die Ber­li­ner Stra­ße Ecke Ho­hen­zol­lern­damm ge­schickt wor­den. In ei­nem Spiel­wa­ren­ge­schäft in Wil­mers­dorf ar­bei­te­te die drei­köp­fi­ge Be­sat­zung des TLF mit der Tauch­pum­pe ge­gen das Was­ser, das durch ei­nen de­fek­ten Ab­was­ser­an­schluss nicht mehr ab­lau­fen konn­te. Un­ser LHF 2 folg­te kurz da­nach. So wa­ren wir Staa­ke­ner al­le ge­mein­sam an ei­ner Ein­satz­stel­le“, sagt Bro­se.

„Durch die zwei­te Re­gen­wel­le am Abend schwapp­te das Was­ser über die Bür­ger­stei­ge dann wie­der in den Kel­ler. Al­les Was­ser, das wir vor­her weg­ge­pumpt hat­ten, lief wie­der nach. Über­all schwam­men Le­go-männ­chen und Play­mo­bil-fi­gu­ren“, sagt Bro­se. Am Ho­hen­zol­lern­damm herrscht re­gel­recht Welt­un­ter­gangs­stim­mung. „Ich ha­be noch nie so viel Was­ser auf ein­mal ge­se­hen. Die Ka­nal­de­ckel wur­den hoch­ge­drückt. Es lief in die U-bahn­schäch­te hin­ein.“

Das Eck­haus, in dem sich der Spiel­wa­ren­la­den be­fin­det, ist zu die­sem Zeit­punkt we­gen Ar­bei­ten an der Fas­sa­de ein­ge­rüs­tet. „Der Ein­satz stei­ger­te sich so weit, dass der Bür­ger­steig durch die Un­ter­spü­lun­gen weg­sack­te und das Ge­rüst ein­zu­stür­zen droh­te. Es wä­re auf den Ho­hen­zol­lern­damm ge­fal­len und hät­te ei­ne Haupt­schlag­ader der Stadt lahm­ge­legt. Mit Hil­fe des THW ha­ben wir das Ge­rüst si­chern kön­nen“, er­klärt der Wehr­füh­rer.

„Wir wa­ren al­le klitsch­nass. Da es auch kei­ne Poolklei­dung mehr gab, hat un­ser MTF bei je­dem zu­hau­se in der Nacht Un­ter­wä­sche und So­cken ein­ge­sam­melt und die Klei­dung zur Ein­satz­stel­le ge­bracht. Mit

tro­cke­nen Fü­ßen war es nur noch halb so schlimm“, er­zählt Bro­se. Ein be­nach­bar­tes ser­bi­sches Re­stau­rant ver­sorgt die Staa­ke­ner Frei­wil­li­gen nachts mit Ce­vap­ci­ci. „Ex­tra für uns hat der Wirt das Re­stau­rant wie­der ge­öff­net und ge­kocht.“

Um 2 Uhr be­en­den die Staa­ke­ner den Ein­satz, um ei­ne St­un­de spä­ter in Span­dau ei­nen Kel­ler leer zu pum­pen. „Auf dem Rück­weg nach Hau­se sind wir mit un­se­rem LHF 1 auf dem Fal­ken­se­er Platz mit ei­nem Mo­tor­scha­den lie­gen­ge­blie­ben. Der Tech­ni­sche Di­enst hat uns dann ab­ge­schleppt und ge­gen 6 Uhr ha­ben wir end­lich un­se­re Feu­er­wa­che er­reicht“, er­zählt der 44-Jäh­ri­ge. „Am Mor­gen muss­ten wir dann un­se­re Wehr bei der Leit­stel­le ab­mel­den, ha­ben ge­mein­sam ge­früh­stückt und die Ein­satz­klei­dung auf Stän­dern in der Hal­le zum Trock­nen auf­ge­hängt.“Nach ei­ner knapp 4-stün­di­gen Pau­se über­neh­men die Staa­ke­ner neue Ein­sät­ze.

Michael Pa­wel­lek: der Er­kun­der am zwei­ten Tag

„Am Frei­tag bin ich ge­gen 6 Uhr im Bü­ro ge­we­sen und so­fort von un­se­rem C-di­enst in Zeh­len­dorf (C-di­enst 4117) ge­be­ten wor­den, als Er­kun­der in die Stadt zu fah­ren, da es zu die­sem Zeit­punkt noch sehr vie­le of­fe­ne Ein­sät­ze gab“, er­zählt Michael Pa­wel­lek. Der 38-jäh­ri­ge Brand­ober­inspek­tor ist in der Di­rek­ti­on West der Ber­li­ner Feu­er­wehr für die Ko­or­di­na­ti­on des Ein­satz­per­so­nals zu­stän­dig.

„Als Er­kun­der soll­te ich her­aus­fin­den, ob an den Ein­satz­stel­len so­fort Maß­nah­men er­grif­fen wer­den müs­sen, ob das so­fort ab­ge­ar­bei­tet oder die Ein­satz­stel­le ge­schlos­sen wer­den muss.“In Berlin ste­hen für die Er­kun­der ex­tra Fahr­zeu­ge be­reit. Zu­sätz­lich gibt es Er­kun­der­sets, be­ste­hend aus Funk­ge­rä­ten, Schreib­klad­den, Stif­ten, Mar­kier­spray, Ab­sperr­ma­te­ri­al und mehr. Grund­sätz­lich ge­hen die Ber­li­ner auch beim Er­kun­den als Trupp vor.

„Die Ein­satz­stel­len wa­ren bunt ge­mixt: in ei­ner dau­er­haft be­wohn­ten Klein­gar­ten­an­la­ge stand das Was­ser 40 Zen­ti­me­ter hoch in ei­nem Wohn­haus. Dort lief be­reits ei­ne Tauch­pum­pe und ich ha­be nicht dringlich ein Fahr­zeug mit ei­ner wei­te­ren Tauch­pum­pe schi­cken las­sen“, meint Pa­wel­lek. In Char­lot­ten­burg über­gibt er ei­nen voll­ge­lau­fe­nen Kel­ler an die Haus­ver­wal­tung, im Gru­ne­wald steht 3 Zen­ti­me­ter hoch das Was­ser im Kel­ler. Die­sen Ein­satz lässt Pa­wel­lek ab­schlie­ßen, da der Was­ser­stand für die Ge­rä­te der Feu­er­wehr schon zu nied­rig ist.

In ei­nem Re­stau­rant steht nach der gan­zen Nacht nur noch ei­ne ge­rin­ge Men­ge Was­ser. Ein löch­ri­ges Flach­dach ist schon mit ei­ner Pla­ne ab­ge­deckt. „In ei­nem In­nen­hof war auf ei­nem Qua­drat­me­ter Flä­che das Erd­reich un­ter­spült und ab­ge­sackt. Hier ha­ben wir nur ab­ge­sperrt. Die Ein­sät­ze wur­den nicht mehr be­schickt“, er­zählt der Brand­ober­inspek­tor.

60 Grad Cel­si­us hei­ßes Was­ser auf zwei Eta­gen

Am Kur­fürs­ten­damm muss das Team die Bau­stel­le des ehe­ma­li­gen Ki­nos Glo­ria er­kun­den. „Schon bei der Er­kun­dung fühl­te ich mich wie in ei­ner Sau­na. Der Bau­lei­ter sag­te mir, dass der Kel­ler un­ter Was­ser stün-

de und er be­reits den Ener­gier­ver­sor­ger in­for­miert hät­te, weil durch das Ge­bäu­de mit meh­re­ren un­ter­ir­di­schen Eta­gen ei­ne Fern­wär­me­lei­tung ver­lau­fe“, sagt Pa­wel­lek. Das zwei­te Un­ter­ge­schoss ist kom­plett ge­flu­tet, das ers­te zur Hälf­te. „Die Iso­lie­run­gen der Lei­tun­gen wa­ren nicht für den Un­ter­was­ser­ein­satz aus­ge­legt. So er­hitz­ten die hei­ßen Lei­tun­gen meh­re­re St­un­den das ein­ge­drun­ge­ne Was­ser.“

Die Ge­fahr: Bei ei­ner Be­schä­di­gung der Fern­wär­me­lei­tung hät­ten tau­sen­de Haus­hal­te in Berlin kein war­mes Was­ser mehr. Au­ßer­dem könn­te das hei­ße Was­ser wei­te­re Schä­den am un­ter Denk­mal­schutz ste­hen­den Ge­bäu­de an­rich­ten.

Pa­wel­lek alar­miert ei­nen C-di­enst nach, um die Was­ser­tem­pe­ra­tur mit ei­ner Wär­me­bild­ka­me­ra be­stim­men zu kön­nen. Fast 60 Grad Cel­si­us zeigt die Ka­me­ra an. „Wir ha­ben be­schlos­sen, dass das Was­ser raus muss, wir we­nig Per­so­nal, aber vie­le Pum- pen brauch­ten. Da un­ser An­hän­ger Lenz­pum­pe nicht in den Ein­gang zum Kel­ler ge­passt hät­te, ha­ben wir von der Wa­che Moa­bit die so­ge­nann­ten Alarm­pa­let­ten Tauch­pum­pen zur Ein­satz­stel­le kom­men las­sen“, er­klärt er. Spä­ter über­nimmt das THW die Ein­satz­stel­le.

Ste­phan Dan­nig­keit: THW Orts­ver­band Lich­ten­berg

„Ich war ge­ra­de von der Ar­beit nach Hau­se ge­kom­men, als uns die Ge­schäfts­stel­le alar­miert hat“, er­zählt Ste­phan Dan­nig­keit. Ge­gen 18.45 Uhr wer­den die Kräf­te des THW von der Ber­li­ner Feu­er­wehr an­ge­for­dert. Der 41-jäh­ri­ge Po­li­zist ist seit 2014 Orts­be­auf­trag­ter in Berlin-lich­ten­berg. Nach dem An­ruf in­for­miert er sei­ne Zug­füh­rer über die An­for­de­rung. „Mit der Stra­ßen­bahn bin ich dann in den Orts­ver­band (OV) ge­fah­ren. Als ich an­kam, war ich trotz mei­ner su­per Re­gen­ja­cke und nur 10 Mi­nu­ten Lauf­weg von zu­hau­se bis zur Stra­ßen­bahn das ers­te Mal in die­ser Nacht nass bis auf die Un­ter­ho­se“, er­in­nert sich Dan­nig­keit.

Nach­dem er sich vor Ort um­ge­zo­gen hat, alar­miert er die Ein­satz­kräf­te, über­nimmt die Ein­satz­ko­or­di­na­ti­on und Hin­ter­grund­lo­gis­tik im Orts­ver­band. Mit 95 ak­ti­ven Hel­fern ge­hört Lich­ten­berg zu den gro­ßen Orts­ver­bän­den des THW in Berlin. „Wir brau­chen et­wa 60 Mi­nu­ten, um voll ein­satz­be­reit zu sein. Wir ha­ben drei Ber­gungs­grup­pen und ei­nen Zug­trupp ge­stellt“, sagt Dan­nig­keit. Als die Hel­fer ein­tref­fen, mel­det er den OV bei der Thw-füh­rungs­stel­le in Char­lot­ten­burg ein­satz­be­reit.

„In Schö­ne­berg schwam­men in den über­flu­te­ten Kel­lern Ka­nis­ter mit Ge­fahr­stof­fen. Da mein Stell­ver­tre­ter Che­mi­ker ist, sind wir als Fach­be­ra­ter zu die­ser Ein­satz­stel­le ge­fah­ren und ha­ben den Füh­rungs­dienst der Feu­er­wehr un­ter­stützt.“Al­le Ka­nis­ter sind si­cher ver­schlos­sen, so­dass kei­ne Ge­fahr­stof­fe aus­tre­ten. Im Lau­fe der Nacht pum­pen die Lich­ten­ber­ger Ber­gungs­grup­pen meh­re­re Kel­ler aus. In der Nacht auf den 30. Ju­ni be­wäl­ti­gen 199 Ein­satz­kräf­te des THW in Berlin 60 Ein­satz­stel­len. Über den ge­sam­ten Zei­t­raum des Ein­sat­zes, der an ein­zel­nen Stel­len meh­re­re Ta­ge dau­er­te, wa­ren so­gar 376 Thw-kräf­te im Ein­satz.

Foto: Spreepic­tu­re

Auch auf der Trep­pe zum über­flu­te­ten U-bahn­hof hat die Feu­er­wehr ei­ne Trag­krafts­prit­ze in Be­trieb ge­nom­men.

E s o r B : o t F Über ih­re Mel­der er­hal­ten die Ein­satz­kräf­te die Un­wet­ter­war­nung für das ge­sam­te Bun­des­land Berlin.

So sieht es an vie­len Ecken in Berlin am 29. Ju­ni 2018 aus. Hier sind zwei LF-KATS im Ein­satz. Weil der U-bahn­hof Biers­dorf-süd un­ter Was­ser steht, brin­gen Ein­satz­kräf­te ei­ne TS im Auf­gang in Stel­lung. Fotos (3): Spreepic­tu­re Zahl­rei­che Stra­ßen sind so ho

Weil das Ka­nal­sys­tem über­las­tet ist, drückt das Re­gen­was­ser aus die­sem Gul­ly her­aus.

B-di­enst Brand­di­rek­tor Per Kleist. Foto: Ber­li­ner Feu­er­wehr

Land un­ter in Berlin: Pas­san­ten zie­hen ih­re Schu­he aus und Fahr­rad­fah­rer schie­ben ihr Rad, um in den Flu­ten si­cher vor­an zu kom­men. Foto: Di­day Me­dia

Über Ver­tei­ler pum­pen die Feu­er­weh­ren das Re­gen­was­ser aus Ge­bäu­den. Das Pro­blem: Auch vie­le Stra­ßen, ste­hen be­reits un­ter Was­ser. Foto: Spreepic­tu­re Trotz des lang­wie­ri­gen Ein­sat­zes las­sen sich die Feu­er­wehr­leu­te die gu­te Stim­mung beim Leer­pum­pen von Kell

Ty­pi­sches Bild am 29. Ju­ni 2018 in Berlin: Die Feu­er­wehr hat ih­re Ein­satz­stel­len groß­zü­gig ab­ge­sperrt, um vom flie­ßen­den Ver­kehr nicht nass ge­spritzt zu wer­den. Fotos (2): Bro­se

Stän­di­ger Ver­tre­ter des Lan­des­be­auf­trag­ten der FF Sven Gries­bach. Foto: privat

Ein Trupp ver­legt mit­tels Has­pel B-schläu­che, die zum Leer­pum­pen ei­ner Bau­gru­be be­nö­tigt wer­den.

In ei­ner Tief­ga­ra­ge dringt aus der Wand Was­ser aus ei­nem über­flu­te­ten Ne­ben­raum.

Zug­füh­rer Brand­in­spek­tor Da­ni­el Bro­se. Foto: privat

Nach der Kol­li­si­on die­ses LHF wäh­rend ei­ner Ein­satz­fahrt mit ei­nem Pkw bleibt es stark be­schä­digt auf Fuß- und Rad­weg ste­hen. Fotos (3): Spreepic­tu­re

Foto: Ber­li­ner Feu­er­wehr

Brand­ober­inspek­tor Michael Pa­wel­lek war als Er­kun­der im Ein­satz un­ter­wegs.

Durch Un­ter­spü­lung ist ein Bau­ge­rüst ein­sturz­ge­fähr­det. Das THW si­chert es, da­mit es nicht in sich zu­sam­men­fällt. Foto: Bro­se

Das THW nutzt das ei­ge­ne Stro­mag­re­gat, um die Tauch­pum­pen zu be­trei­ben. Foto: THW

In ei­nem über­schwemm­ten Kel­ler hat das Was­ser ei­nen Tank auf­ge­trie­ben und um­ge­stürzt. Foto: Spreepic­tu­re

Thw-orts­be­auf­trag­ter des OV Ber­linLich­ten­berg Ste­phan Dan­nig­keit. Foto: privat

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