Wald­brand­ge­fähr­de­tes Ge­biet, ein un­fall­träch­ti­ges Au­to­bahn­drei­eck, ei­ne Erd­gas­auf­be­rei­tungs­an­la­ge und der Brand­schutz auf ei­nem Flug­platz: Die FF Ahl­horn (NI) muss vie­le Auf­ga­ben in ih­rem Ein­satz­ge­biet be­wäl­ti­gen kön­nen.

Feuerwehr-Magazin - - Inhalt - Text und Fotos: Nils San­der, Vo­lon­tär Feu­er­wehr-ma­ga­zin [219]

Da­für ver­fügt sie über ei­ne mo­ti­vier­te Trup­pe, ei­nen schlag­kräf­ti­gen Fuhr­park und ein durch­dach­tes Kon­zept.

Wald­brand­ge­fähr­de­tes Ge­biet, ein un­fall­träch­ti­ges Au­to­bahn­drei­eck, ei­ne Erd­gas­auf­be­rei­tungs­an­la­ge und der Brand­schutz auf ei­nem Flug­platz: Um die­se viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben in ih­rem Ein­satz­ge­biet be­wäl­ti­gen zu kön­nen, ver­fügt die FF Ahl­horn (NI) un­ter an­de­rem über ein Groß­t­ank­lösch­fahr­zeug. Die­ses er­hielt sie durch ei­nen un­ge­wöhn­li­chen De­al.

Die Stra­ßen­rän­der in der Ge­mein­de Groß­enk­ne­ten (NI, Kreis Ol­den­burg) glei­chen ei­nem Übungs­ge­län­de für an­ge­hen­de Holz­fäl­ler. Über­all ra­gen Baum­stäm­me mit ih­ren ab­ge­ris­se­nen En­den aus den Stra­ßen­grä­ben, ab­ge­säg­te Äs­te lie­gen dicht an dicht. Ei­ne Schicht von Sä­ge­spä­nen be­deckt den Bo­den und zeugt von den Ar­bei­ten, die Feu­er­wehr und Forst­un­ter­neh­men die letz­ten Ta­ge ge­leis­tet ha­ben. Sturm­tief

„Xa­vier“war über Deutsch­land hin­weg­ge­fegt und hat­te so­gar die Stäm­me hun­dert­jäh­ri­ger Ei­chen durch­bre­chen las­sen.

Zu über 70 Ein­sät­zen war die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr (FF) im Groß­enk­ne­te­ner Orts­teil Ahl­horn zwi­schen Don­ners­tag und Sams­tag (5. bis 7. Ok­to­ber 2017) aus­ge­rückt, um die Sturm­schä­den zu be­sei­ti­gen. Als ich an je­nem Sams­tag um 9 Uhr beim Feu­er­wehr­haus der FF an­kom­me, bli­cke ich je­doch kei­nes­wegs in er­schöpf­te Ge­sich­ter. Et­wa 15 hell­wa­che und er­war­tungs­voll mur­meln­de Feu­er­wehr­män­ner be­grü­ßen mich zu mei­ner ers­ten Feu­er­wehr-re­por­ta­ge.

„Die vie­len Ein­sät­ze die­se Wo­che fin­gen ei­gent­lich schon Don­ners­tag­früh an“, sagt Orts­brand­meis­ter Carsten Rönnau, wäh­rend wir in den Ein­satz­leit­wa­gen (ELW) stei­gen. „Da wur­den wir ge­gen halb fünf zu ei­nem Brand alar­miert.“Als die Kräf­te ein­tra­fen, stand ein Schup­pen be­reits in Voll­brand und die Flam­men hat­ten auf ei­nen da­vor ge­park­ten Pkw über­ge­grif­fen. Rönnau: „Kein gro­ßes Ding. Da ha­ben wir uns nicht lan­ge auf­ge­hal­ten. Aber am Mit­tag ging es dann rich­tig los.“

Ge­gen 13 Uhr alar­mier­te die Leit­stel­le die FF Ahl­horn zu den ers­ten Stur­mein­sät­zen. Da plötz­lich im­mer mehr An­ru­fe in der Groß­leit­stel­le Ol­den­bur­ger Land (GOL) ein­gin­gen, rich­te­ten die Ahl­hor­ner ih­ren ELW als Füh­rungs­stel­le ein und dis­po­nier­ten die Ein­sät­ze der Ge­mein­de Groß­enk­ne­ten. „Wäh­rend des Un­wet­ters hat sich un­ser Fahr­zeug di­rekt be­wäh­ren kön­nen“, freut sich Rönnau. „Seit­dem wir die­sen als größ­te Feu­er­wehr der Ge­mein­de im Ja­nu­ar 2016 in Di­enst ge­stellt hat­ten, üben wir stän­dig den Ein­satz. Bei der Un­wet­ter­la­ge ha­ben wir die Leit­stel­le enorm ent­las­ten kön­nen“, be­rich­tet er. „Zwi­schen­durch war dann so viel los, dass wir es nicht mehr ge­schafft ha­ben, die Ein­satz­füh­rung in

un­se­ren Funk­raum im Feu­er­wehr­haus zu ver­la­gern“, fügt En­no Lu­e­ken, der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter, hin­zu.

Groß­leit­stel­le er­mög­licht bes­se­re Zu­sam­men­ar­beit

Im Som­mer 2012 war die Leit­stel­le des Land­krei­ses durch die Ko­ope­ra­ti­ve Groß­leit­stel­le Ol­den­burg er­setzt wor­den, zu der die GOL zählt. „Bis da­hin kann­ten sich die Di­s­po­nen­ten hier bes­ser aus“, fügt der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter hin­zu. „Die wuss­ten dann, wel­che Feu­er­wehr mit wel­chen Fahr­zeu­gen am bes­ten ein­ge­setzt wer­den kann.“Die nun Edv-ba­sier­te Alar­mie­rung sei zwar un­per­sön­li­cher, ha­be aber un­be­streit­bar Vor­tei­le. Lu­e­ken: „Durch den Zu­sam­men­schluss der Leit­stel­len ist die Ko­ope­ra­ti­on mit den be­nach­bar­ten Land­krei­sen bes­ser ge­wor­den. Und durch die au­to­ma­ti­sier­te Alar­mie­rung der nächst­ge­le­ge­nen Wehr sol­len sich auch die Aus­rü­cke­zei­ten zu den Ein­satz­or­ten ver­rin­gern.“

Mit dem ELW fah­ren wir vom am Flug­platz ge­le­ge­nen Feu­er­wehr­haus Rich­tung Nor­den und durch­que­ren Ahl­horn auf der Su­che nach ge­eig­ne­ten Fo­to­stand­or­ten. Es fängt an zu reg­nen. Auf der Fahrt er­zählt Lue­­ken, war­um auf dem ELW ein De­fi­bril­la­tor ver­las­tet ist: „Vor zir­ka 3 Jah­ren wur­den wir zu ei­nem Schorn­stein­brand alar­miert. Wäh­rend des Ein­sat­zes ist ein Schorn­stein­fe­ger da­zu­ge­kom­men und hat nach ei­ni­ger Zeit plötz­lich ei­nen Herz­an­fall er­lit­ten.“Ei­ne hal­be St­un­de lang ver­such­ten die Ein­satz­kräf­te, ihn zu re­ani­mie­ren. Doch der Mann konn­te nicht ge­ret­tet wer­den. „Nach die­sem trau­ri­gen Er­eig­nis ha­ben wir den De­fi­bril­la­tor ge­spen­det be­kom­men“, sagt Lu­e­ken. Durch ei­nen so ge­nann­ten Kin­der­schlüs­sel kann das Ge­rät auch bei Klein­kin­dern ein­ge­setzt wer­den. Sprach­an­wei­sun­gen lei­ten da­bei den Be­die­ner an.

Da­mit die Feu­er­wehr­leu­te nach sol­chen be­las­ten­den Ein­sät­zen nicht al­lei­ne ge­las­sen wer­den, fin­det da­nach im­mer ei­ne Nach­be­spre­chung statt. Au­ßer­dem ist ei­ner der Ak­ti­ven Psy­cho­the­ra­peut und kann im Not­fall di­rekt an­ge­spro­chen wer­den.

Un­se­re Fahrt geht vor­bei an ei­ner Kli­nik für Sucht­kran­ke, dem Bahn­hof und dem denk­mal­ge­schütz­ten Ahl­hor­ner Stell­werk, das in Zei­ten von Dampf­loks zu­sätz­lich als Was­ser­spei­cher für den Bahn­hof dien­te. Die Ge­mein­de Groß­enk­ne­ten be­steht aus 19 Orts­tei­len, wo­von nur die vier größ­ten (Ahl­horn, Groß­enk­ne­ten, Hunt­lo­sen und Sa­ge) über ei­ne Feu­er­wehr ver­fü­gen. Der ge­werb­li­che Schwer­punkt der Ge­mein­de liegt in Ahl­horn. Auch des­halb ist die­ser Orts­teil in den letz­ten 10 Jah­ren – trotz Ab­wan­de­rung von jun­gen Leu­ten in die Städ­te – stark ge­wach­sen. Zähl­te Ahl­horn 2011 noch zir­ka 4.800 Ein­woh­ner, sind es heu­te rund 7.900. Und die Nach­fra­ge an Bau­grund steigt. Mit der Er­schlie­ßung ei­nes In­dus­trie­parks auf dem Ge­län­de ei­nes ehe­ma­li­gen Mi­li­tär­flug­ha­fens im Sü­den soll der Stand­ort noch at­trak­ti­ver wer­den. Ge­nau dort­hin steu­ern wir jetzt.

Ein un­ge­wöhn­li­cher De­al

Auf dem Weg pas­sie­ren wir zu­nächst das Nord­tor des Flug­plat­zes. „Wenn wir alar­miert wer­den, geht das Tor au­to­ma­tisch auf“, er­klärt Zug­füh­rer Ma­ik Stol­le. „Wir kön­nen dann – statt über die ver­kehrs­be­ru­hig­te Kirch­stra­ße in der Orts­mit­te – über den Flug­platz mit un­se­ren Pkw zum Feu­er­wehr­haus fah­ren und da­nach eben­so hier aus­rü­cken.“Am süd­li­che­ren Haupt­tor wer­den wir durch­ge­las­sen und ge­lan­gen auf das Ge­län­de. „Geht es zu Ein­sät­zen auf der Au­to­bahn, ist

es uns auch mög­lich, hier ab­zu­kür­zen. Ge­gen­über der Kirch­stra­ße oder dem Nord­tor spa­ren wir uns dann ei­ni­ge Mi­nu­ten Fahrt durch den Ort“, merkt Stol­le an.

„Mit dem Flug­platz ver­bin­det uns na­tür­lich ei­ni­ges“, be­merkt Rönnau, wäh­rend wir über die Roll­bahn an moos­be­setz­ten Han­gars vor­bei­fah­ren. „Der Be­trei­ber hat mit uns ei­nen De­al ge­macht. Da­für, dass wir den Brand­schutz bei der flie­ge­ri­schen Nut­zung über­neh­men, be­schaff­te die Fir­ma ein ge­brauch­tes Groß­t­ank­lösch­fahr­zeug (GTLF) und bau­te un­ser Feu­er­wehr­haus di­rekt an dem Are­al.“Die Bun­des­wehr nutzt den ehe­ma­li­gen Flie­ger­horst noch zur Aus­bil­dung ih­rer für Fall­schirm­sprin­ger. Kün­digt sie ei­ne Übung an, so wer­den die Feu­er­wehr­leu­te le­dig­lich in­for­miert, müs­sen aber kei­ne Be­reit­schaft her­stel­len. Rönnau: „Nur wenn Pri­vat­flie­ger lan­den, müs­sen wir vor Ort sein und das GTLF be­set­zen. Das kommt mo­men­tan aber nicht so häu­fig vor.“

Um für Ein­sät­ze auf dem Flug­feld vor­be­rei­tet zu sein, üben die Ahl­hor­ner bei der Flug­ha­fen­feu­er­wehr Bremen für den Ernst­fall. „Bei un­se­rem letz­ten Aus­bil­dungs­tag ha­ben wir mit dem GTLF und dem Rüst­wa­gen (RW) In­nen­an­griff und Men­schen­ret­tung in ei­nem Flug­zeug bei ei­nem Trieb­werks­brand ge­übt“, er­zählt Lu­e­ken.

Rüst­wa­gen zu groß für al­tes Feu­er­wehr­haus

Nach­dem wir vom Flug­platz zu­rück zum Feu­er­wehr­haus ge­langt sind, führt Orts­brand­meis­ter Rönnau mich in den Be­reit­schafts­raum und er­zählt, wie die Ahl­hor­ner zu dem Ge­bäu­de ge­kom­men sind. „Wir ha­ben das Feu­er­wehr­haus hier am Flug­platz seit 2014“, be­ginnt er. 2009 fan­den die ers­ten Ge­sprä­che zu ei­nem neu­en Ge­bäu­de statt. „Da­mals pas­sier­ten dann meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig, die uns schließ­lich zu un­se­rem Feu­er­wehr­haus brach­ten“, sagt Rönnau. Ers­tens ent­sprach das al­te Feu­er­wehr­haus von 1955 in der Orts­mit­te – das in den 1970er und 1990er Jah­ren er­wei­tert wur­de – nicht mehr der Un­fall­ver­hü­tungs­vor­schrift. Zwei­tens kün­dig­te der Land­kreis an, sie­ben Rüst­wa­gen zu be­schaf­fen. Da­von soll­te ei­ner an die FF Ahl­horn ge­hen.

Rönnau: „Das aus­ge­schrie­be­ne Fahr­zeug hät­te nicht mehr in die al­te Fahr­zeug­hal­le ge­passt. Dann kam aber plötz­lich der Um­stand, dass die Fir­ma Bun­te ge­nau zu die­sem Zeit­punkt den Flug­platz er­warb und uns frag­te, ob wir den Brand­schutz dar­auf si­cher­stel­len könn­ten.“

Ge­mein­sam mit dem Un­ter­neh­men und der Ge­mein­de ha­ben die Feu­er­wehr­leu­te das neue Feu­er­wehr­haus in An­bin­dung an das Flug­platz­ge­län­de kon­zi­piert. „Mit Vor­lauf­zeit ha­ben wir ins­ge­samt 5 Jah­re für die Aus­ar­bei­tung und die Dis­kus­si­on um den Stand­ort ge­braucht“, fasst Rönnau zu­sam­men. 2011 la­gen die ers­ten Zeich­nun­gen vor und 2013 er­folg­te der ers­te Spa­ten­stich. Be­reits ein Jahr spä­ter konn­te die Feu­er­wehr ihr neu­es Do­mi­zil be­zie­hen. Bau­herr war wie­der­um die Fir­ma Bun­te. Sie ver­mie­te­te das Ge­bäu­de zu­nächst für 2 Jah­re an die Ge­mein­de und ver­kauf­te es ihr an­schlie­ßend.

Im Ju­ni 2015 stell­ten die Ahl­hor­ner dann den Rüst­wa­gen in Di­enst. Das Fahr­zeug wur­de vom ös­ter­rei­chi­schen Fahr­zeug­bau­er Wal­ser auf ei­nem MAN TGM 13.290 4x4 BL auf­ge­baut. „Vor al­lem we­gen der zahl­rei­chen Ver­kehrs­un­fäl­le auf der Au­to­bahn sind wir auf das Fahr­zeug an­ge­wie­sen“, er­läu­tert Stol­le. „Ins­be­son­de­re bei schwe­ren Ver­kehrs­un­fäl­len set­zen wir die Seil­win­de häu­fig ein. Und weil vier Che­mi­ka­li­en­schutz­an­zü­ge (CSA) und ein Strah­len­mess­ge­rät mit an Bord sind, sind wir in den Ge­fahr­gut-zug des Land­krei­ses mit ein­ge­bun­den.“

Die CSA ka­men zu­letzt zum Ein­satz, als in ei­ner Che­mi­ka­li­en­fir­ma ein 1.000-Li­terSalz­säu­re­fass leck ge­schla­gen war. Ei­nem Stap­ler­fah­rer war das Fass von der Ga­bel ge­rutscht. Es zer­brach auf dem Bo­den und

lief schlag­ar­tig aus. In der Hal­le ver­teil­te sich mit der Säu­re gif­ti­ger Dampf, wel­cher die Sicht ver­ne­bel­te. Die Ein­satz­kräf­te schlu­gen die Gas­wol­ken zu­nächst mit Sprüh­strahl nie­der, be­lüf­te­ten den Be­reich und pump­ten die Säu­re an­schlie­ßend ab. Der Stap­ler­fah­rer muss­te mit Ve­rät­zun­gen in ein Kran­ken­haus ge­bracht wer­den.

Aus­fahrt zum Flug­platz

Zug­füh­rer Stol­le führt mich un­ter­des­sen durch das Feu­er­wehr­haus. Das Ge­län­de hat ei­ne Flä­che von 6.500 Qua­drat­me­tern das Ge­bäu­de von 1.300 Qua­drat­me­tern und die Fahr­zeug­hal­le ver­fügt über sie­ben Stell­plät­ze. Die­se ist zu­dem aus­ge­stat­tet mit ei­ner Ab­gas­ab­saug­an­la­ge und ei­ner Fahr­zeug­ver­sor­gung mit Druck­luft und Strom mit­tels Rett­box-air. Au­ßer­dem be­fin­den sich da­rin Ein­spei­se­mög­lich­kei­ten für die Lösch­mit­tel­tanks. Im Alarm­fall müs­sen die Ein­satz­kräf­te nur ein Tor hin­ter dem Feu­er­wehr­haus öff­nen und kön­nen von dort di­rekt auf den Flug­platz ge­lan­gen. An der Rück­sei­te der Fahr­zeug­hal­le sind ei­ne Werk­statt, ein Ge­rä­te­la­ger, ei­ne Atem­schutz­werk­statt und Um­klei­de­räu­me für Da­men und Her­ren an­ge­glie­dert. Die Um­klei­de­räu­me ver­fü­gen je­weils über Du­schen.

In Ei­gen­leis­tung fer­tig­ten die Ahl­hor­ner die Alarm­steue­rung der Fahr­zeug­to­re. Süd­lich grenzt ein zwei­ge­schos­si­ger So­zi­al­trakt mit Bü­ro­räu­men, Aus­bil­dungs­raum, Klei­der­kam­mer, Ju­gend­feu­er­wehr-raum, Ver­samm­lungs­raum, Groß­kü­che und ei­nen Funk­raum an. Letz­te­rer kann die Feu­er­wehr ganz ein­fach zu ei­nem Son­der­la­gen­raum um­funk­tio­nie­ren und von dort Ein­sät­ze der Ge­mein­de ko­or­di­nie­ren.

Kreis-atem­schutz­ge­rä­te­wart Andreas Rick zeigt mir zum Ab­schluss die Atem­schutz­werk­statt und die Um­klei­de­räu­me. „Es herrscht ei­ne Schwarz/weiß-tren­nung

zwi­schen Fahr­zeug­hal­le und den Rä­um­lich­kei­ten für die Be­reit­schaft“, er­klärt Rick.

„Das ha­ben wir uns von der FF Bre­mer­vör­de ab­ge­guckt“, sagt er und deu­tet auf ei­nen der Spin­de in der Um­klei­de. „Hier sind Roh­re in die In­nen­räu­me und un­ter die Spin­de ver­legt. Da­durch wird die Ein­satz­klei­dung mit Frisch­luft be­lüf­tet und kann schnell trock­nen“, er­zählt er stolz.

Rick ist au­ßer­dem Ret­tungs­sa­ni­tä­ter und froh, dass auf dem Hil­fe­leis­tungs­Lösch­grup­pen­fahr­zeug (HLF) und ELW je­weils Not­fall­ruck­sä­cke ver­las­tet sind. „Erst neu­lich wur­den wir zu ei­nem Pkw-brand ge­ru­fen, der sich aber bei der An­kunft als schwe­rer Ver­kehrs­un­fall her­aus­stell­te. Der Ret­tungs­dienst war noch nicht alar­miert. Durch un­se­re Aus­bil­dung und den Ruck­sack konn­ten wir ei­nen Pa­ti­en­ten di­rekt erst­ver­sor­gen“, be­rich­tet er.

Zum wei­te­ren Fuhr­park der FF ge­hört ein Ge­rä­te­an­hän­ger Lo­gis­tik (GA-L) mit den Roll­con­tai­nern Öl, Tauch­pum­pe, Atem­schutz, Licht und Zelt. Au­ßer­dem ver­fügt die Wehr über ein Schlauch­boot und ei­nen Pul­ver­lösch­an­hän­ger von 1962.

Stän­dig kracht’s auf dem Au­to­bahn­drei­eck

Es hat mitt­ler­wei­le auf­ge­hört zu reg­nen. Ich bit­te die an­we­sen­den Ma­schi­nis­ten, al­le Fahr­zeu­ge aus der Hal­le zu fah­ren, um sie vor dem Feu­er­wehr­haus zu fo­to­gra­fie­ren. Plötz­lich pie­pen die Funk­mel­de­emp­fän­ger. „Wie­der we­gen des Un­wet­ters“, er­klärt mir der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter Lu­e­ken. Wir müs­sen ab­bre­chen, die FF rückt mit dem HLF aus.

Das HLF 20 von Ro­sen­bau­er auf MAN TGM 18.340 BL er­setz­te im Sep­tem­ber 2017 ein TLF 16/25. Zu­sam­men mit dem ELW ist es bei Tech­ni­scher Hil­fe­leis­tung erst­aus­rü­ckend, der Rüst­wa­gen folgt dann nach. Haupt­ein­satz­ge­biet für das HLF ist das Au­to­bahn­drei­eck Ahl­hor­ner Hei­de. Denn: Auf der hier mit der A 29 zu­sam­men­tref­fen­den A 1 be­fin­den sich seit meh­re­ren Jah­ren vie­le Bau­stel­len, auf de­nen sich der Ver­kehr nur sehr zäh be­wegt. Fast re­gel­mä­ßig ra­sen un­auf­merk­sa­me Lkw-fah­rer in Stau­en­den und ver­ur­sa­chen schwe­re Ver­kehrs­un­fäl­le. „Von den 50 bis 60 Ein­sät­zen, die wir im Schnitt pro Jahr be­wäl­ti­gen, sind gut ein Drit­tel Au­to­bahn­un­fäl­le“, sagt der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter.

Zug­füh­rer Stol­le ist ein Ein­satz be­son­ders in Er­in­ne­rung ge­blie­ben: „Am 20. Sep­tem­ber 2017 wur­den wir zu ei­nem Ver­kehrs­un­fall auf der A 29 alar­miert. Die FF Sa­ge war schon vor Ort, be­nö­tig­te aber wei­te­re Ret­tungs­mit­tel.“Meh­re­re Lkw wa­ren zu­sam­men­ge­sto­ßen. Bei ei­nem Lkw war das Fah­rer­haus ab­ge­ris­sen, auf die ge­gen­über­lie­gen­de Fahr­bahn­sei­te ge­schleu­dert und dort kopf­über lie­gen­ge­blie­ben.

„Das war we­ni­ge Ta­ge nach der of­fi­zi­el­len Über­ga­be un­se­res neu­en HLF“, sagt Stol­le. „Auf dem Fahr­zeug be­fin­det sich ne­ben ei­ner Has­pel für die Ver­kehrs­ab­si­che­rung auch ak­ku­be­trie­be­nes Ret­tungs­ge­rät. Durch die Ak­ku-sche­re und den Sprei­zer konn­ten wir den Fah­rer re­la­tiv zü­gig be­frei­en. Mit klas­si­schen hy­drau­li­schen Ge­rä­ten hät­ten wir das Fah­rer­haus auf der an­de­ren Fahr­bahn­sei­te nicht er­reicht und die Ak­ku­ge­rä­te ste­hen de­nen in ih­rer Leis­tungs­fä­hig­keit in nichts nach.“

LF mit 4.000 Li­ter Lösch­was­ser

Ge­lobt wird zu­dem der gu­te Draht zum Au­to­bahn­po­li­zei­kom­mis­sa­ri­at Ahl­horn. „Wir ar­bei­ten häu­fig mit den Be­am­ten zu­sam­men und ha­ben über die Jah­re ein ex­trem gu­tes Ver­hält­nis auf­bau­en kön­nen“, be­merkt Lu­e­ken. „Wir wer­den bei­spiels­wei­se bei ge­plan­ten Bau­stel­len von der Po­li­zei zu ei­nem run­den Tisch ein­ge­la­den

und be­spre­chen ge­mein­sam mit den Ver­ant­wort­li­chen die er­for­der­li­chen Si­cher­heits­maß­nah­men. Und wenn wir an ei­ner Ein­satz­stel­le auf der Au­to­bahn sa­gen, dass ei­ne Fahr­bahn kom­plett ge­sperrt wer­den muss, dann ist das meis­tens über­haupt kein Pro­blem“, zählt der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter auf.

Das Ge­fah­ren­po­ten­ti­al auf der Au­to­bahn ist auch der Grund, war­um die Ahl­hor­ner 2008 ihr Lösch­grup­pen­fahr­zeug (LF) 8 durch ein LF 20 mit ei­nem 4.000-Li­terLösch­wass­ter­tank er­setzt ha­ben. „Heut­zu­ta­ge steckt in den Pkw und Lkw im­mer mehr Elek­tro­nik“, er­klärt Stol­le. „Mehr elek­tro­ni­sche Bau­tei­le be­deu­tet aber auch, dass schnel­ler ein Kurz­schluss ent­ste­hen kann und im schlimms­ten Fall da­durch ein Fahr­zeug in Brand ge­rät.“Pro­blem: Es gibt kei­ne Was­ser­lei­tun­gen auf der Au­to­bahn. Al­so müs­sen die Feu­er­wehr­kräf­te das Lösch­mit­tel mit­brin­gen. Die Kom­bi­na­ti­on der Lösch­mit­tel­vor­rä­te aus HLF, LF und GTLF so­wie dem Pul­ver­lösch­an­hän­ger sei­en bes­tens ge­eig­net, um auch Lk­wBrän­de un­ter Kon­trol­le zu brin­gen. „Mit dem 4.000-Li­ter-tank des LF ha­ben wir in sol­chen Fäl­len ei­nen enor­men Vor­teil“, schließt der Zug­füh­rer.

Fahr­zeug­brän­de auf der Au­to­bahn ber­gen zu­dem die Ge­fahr, auf die an­gren­zen­den Wald­ge­bie­te über­zu­grei­fen. Auf die­se Wei­se wur­den in den 1990er Jah­ren gleich meh­re­re Wald­brän­de ent­facht. 1994 brann­te bei­spiels­wei­se ein Pkw auf ei­nem Sei­ten­strei­fen, 1995 flex­te die Au­to­bahn­meis­te­rei Ab­fahrts­schil­der ab. Bei­de Ma­le ge­lang­ten Fun­ken in die an­gren­zen­de tro­cke­ne Ve­ge­ta­ti­on und setz­ten sie in Brand. 1995 war die

Feu­er­wehr über 14 Ta­ge be­schäf­tigt, um den Wald­brand zu lö­schen. Das Feu­er hat­te sich da­mals in die Wur­zel­schicht ge­brannt.

„Das GTLF kam ja erst we­sent­lich spä­ter“, fügt Stol­le hin­zu. „Ein Tank­lösch­fahr­zeug woll­ten wir zu­nächst üb­ri­gens nicht“, sagt Orts­brand­meis­ter Rönnau. „Es war uns wich­tig, durch das LF di­rekt mehr Per­so­nal vor Ort zu ha­ben.“

Gleich im ers­ten Ein­satz ha­be sich das LF 20 mit Auf­bau von Ro­sen­bau­er be­zahlt ge­macht. Lu­e­ken: „Im Nach­bar­ort Wildeshausen brann­te ei­ne La­ger­hal­le. Wir konn­ten dort di­rekt den Dach­mo­ni­tor von dem LF ein­set­zen und da­mit ef­fek­tiv das Feu­er be­kämp­fen.“Wenn er­for­der­lich, kann der Ma­schi­nist zu­dem mit we­ni­gen Klicks über die Di­gi­dos­Druck­zu­misch­an­la­ge Schaum­mit­tel bei­men­gen.

Ex­plo­si­ve Mi­schung im Nach­bar­ort

Ne­ben dem Au­to­bahn­drei­eck ver­fügt der Ort im Land­kreis Ol­den­burg noch über an­de­re Be­son­der­hei­ten. Ei­ne da­von ist ein Wohn­heim für Ern­te­hel­fer ei­nes Erd­beer­hofs. „In der Sai­son ist hier rich­tig was los“, sagt Rönnau. „Dann kom­men bis zu 2.500 Ern­te­hel­fer, die in Un­ter­künf­ten auf dem Flug­platz woh­nen. Aber bis­lang ist da noch nichts pas­siert.“

Kri­ti­scher sind für die Feu­er­wehr al­ler­dings zwei Bio­gas­an­la­gen so­wie ei­ne Erd­gas­auf­be­rei­tungs­an­la­ge im Nach­bar­ort Sa­ge. Die Erd­gas­an­la­ge wird von Exxon­mo­bil be­trie­ben und ist ei­ne der größ­ten der Welt. In ihr wird Sau­er­gas ge­rei­nigt, ein Ge­misch aus haupt­säch­lich hoch­ent­zünd­li­chem Methan und hoch­gif­ti­gem Schwe­fel­was­ser­stoff. „Das ist kei­ne But­ter­milch­fa­brik“, zi­tiert Rönnau ei­nen al­ten Ge­mein­de­brand­meis­ter. Al­le vier Orts­feu­er­weh­ren von Groß­enk­ne­ten sind in den Alarm­plan für die Erd­gas­an­la­ge in­te­griert. „Je­des Jahr füh­ren wir gro­ße und klei­ne Übun­gen zu­sam­men mit der Werk­feu­er­wehr auf dem Ge­län­de durch“, be­tont Rönnau.

Im Ju­ni 2006 war es dort zu ei­nem schwe­ren Un­fall ge­kom­men. Wie die Nord­wes­t­Zei­tung da­mals be­rich­te­te, sei bei War­tungs­ar­bei­ten Gas aus­ge­tre­ten. Ein 62-Jäh­ri­ger ha­be sich in Si­cher­heit brin­gen wol­len und sei da­bei von ei­nem Ge­län­der ge­stürzt. Er sei spä­ter an sei­nen Ver­let­zun­gen ge­stor­ben.

Im All­täg­li­chen hat die Feu­er­wehr aber mit ganz an­de­ren Pro­ble­men zu kämp­fen. „Es nimmt im­mer mehr zu, dass Per­so­nen bei Be­lang­lo­sig­kei­ten die 112 wäh­len, weil sie sich mit ei­ner ein­fa­chen Si­tua­ti­on über­for­dert füh­len“, be­schwert sich Lu­e­ken. „Das Wis­sen und die Be­reit­schaft, sich selbst zu hel­fen, neh­men ab und wir be­kom­men das zu spü­ren. Bei­spiels­wei­se rück­ten wir ein­mal zu der Mel­dung aus: Woh­nung un­ter Was­ser. Als wir dann bei der Woh­nung ein­tra­fen, stell­te sich her­aus, dass das Was­ser

aus ei­ner Du­schwan­ne nicht rich­tig ab­lief“, sagt er mit erns­ter Mie­ne. We­ni­ger als ein Vier­tel der Ein­sät­ze sei­en noch auf Brän­de zu­rück­zu­füh­ren.

Die Ein­satz­kräf­te spü­ren aber auch ei­ne Zu­nah­me an ex­tre­men Wet­ter­la­gen. „Wenn sich Un­wet­ter wie die­se Wo­che wei­ter­hin so häu­fen, dann ha­ben wir durch­schnitt­lich bald nicht mehr 60, son­dern über 100 Ein­sät­ze im Jahr“, sagt der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter. „Das wür­de dann schon an uns zeh­ren.“

42 Jf-an­mel­dun­gen ganz oh­ne Wer­bung

Da­mit die FF auch zu­künf­tig stei­gen­den Ein­satz­zah­len ge­wach­sen ist, setzt sie un­ter an­de­rem auf ih­re Ju­gend­feu­er­wehr ( JF). Die JF be­steht erst seit 2012 und zählt mo­men­tan rund 35 ak­ti­ve Mit­glie­der. „Als die Ge- mein­de be­kannt­ge­ge­ben hat, dass wir in der Ge­mein­de ei­ne Ju­gend­feu­er­wehr grün­den, tru­del­ten di­rekt 42 An­mel­dun­gen ein – oh­ne jeg­li­che Wer­bung!“, er­in­nert sich Ju­gend­wart Flo­ri­an Rein­ke.

Im Au­gust 2017 schlos­sen sich die Ju­gend­feu­er­weh­ren der vier Groß­enk­ne­te­ner Orts­feu­er­weh­ren zu­sam­men und sind nun in Ahl­horn sta­tio­niert. Im Ahl­hor­ner Feu­er­wehr­haus hat die JF auch ih­re ei­ge­nen Räu­me. Vier­mal im Mo­nat, je­weils frei­tags, üben die Jungs und Mäd­chen Kup­peln und Kno­ten­kun­de. „Mo­men­tan herrscht aber Auf­nah­me­stopp“, sagt Rein­ke. „Wir kön­nen kei­ne neu­en Mit­glie­der mehr auf­neh­men, weil wir zu we­nig Be­treu­er ha­ben.“

Doch die Ju­gend­li­chen in der Feu­er­wehr zu be­hal­ten ist auch in Ahl­horn nicht ein­fach. „Vie­le jun­ge Leu­te zie­hen zum Ar­bei­ten oder Stu­die­ren weg“, be­klagt der stell­ver­tre­ten­de Orts­brand­meis­ter Lu­e­ken. „Gleich- zei­tig wächst der Ort aber. Da­durch be­steht ei­ne ho­he Fluk­tua­ti­on: Von fünf Neu­auf­nah­men bleibt im Schnitt ei­ner ak­tiv“, sagt er.

Um den­noch Nach­wuchs zu ge­win­nen, hat die Ge­mein­de ein neu­es Pro­jekt ge­star­tet. „Da ein gro­ßer An­teil der Zu­zie­hen­den ei­nen Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund hat, ha­ben wir im Ok­to­ber 2016 in Ahl­horn ei­ne In­te­gra­ti­ons­ver­an­stal­tung durch­ge­führt“, er­klärt Rönnau. „Da konn­ten wir zir­ka 130 Teil­neh­mer be­grü­ßen.“Die FF stell­te da­zu Fahr­zeu­ge aus und die Teil­neh­mer durf­ten Pkw zer­le­gen. Au­ßer­dem gab es Schlauch­trai­ning für Kin­der. Zwar sei die Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht im­mer ein­fach, aber es sei um­so wich­ti­ger, dass die Be­völ­ke­rung wis­se, was die Feu­er­wehr macht. Und im bes­ten Fall lie­ßen sich mo­ti­vier­te Mit­glie­der ge­win­nen. „Ein Flücht­ling aus dem Irak macht jetzt die Trupp­mann­aus­bil­dung. Der ist rich­tig en­ga­giert“, be­rich­tet Rönnau.

Die der­zeit 55 Ak­ti­ven der Feu­er­wehr Ahl­horn freu­en sich über je­den Zu­wachs. Und den kön­nen sie auch ge­brau­chen, wenn die Ein­woh­ner­zahl wei­ter so steigt wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. „Die Wei­ter­ent­wick­lung des In­dus­trie­parks auf dem Flug­platz und da­mit auch die Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung in Ahl­horn be­stim­men im End­ef­fekt maß­geb­lich, wie es mit un­se­rer FF wei­ter­geht“, re­sü­miert Orts­brand­meis­ter Rönnau. „Un­se­re Ent­wick­lung seit 2010 ist aber eben­so im­mens. Auch des­we­gen sind un­se­re Ak­ti­ven so hoch mo­ti­viert.“

Grup­pen­bild auf der Start- und Lan­de­bahn des Ahl­hor­ner Flug­plat­zes. Das Ge­län­de ge­hört mitt­ler­­wei­le zum Me­tro­pol­park Han­sa­li­nie, auf dem sich ne­ben dem Flugbetrieb im­mer mehr In­dus­trie an­sie­delt. Den Brand­schutz bei Pri­vat­flü­gen über­nimmt die FF.

Das Feu­er­wehr­haus der FF Ahl­horn ver­fügt über sie­ben Stell­plät­ze für Fahr­zeu­ge. Hier nicht zu se­hen ist das MTF der Ju­gend­feu­er­wehr. Beim Fo­to­gra­fie­ren gin­gen plötz­lich die Funk­mel­de­emp­fän­ger los (Foto rechts). Mit dem HLF 20 rück­ten die Ein­satz­kräf­te zu

Ne­ben dem ELW kann auch der Funk­raum im Feu­er­wehr­haus für die Ko­or­di­na­ti­on bei Son­der­la­gen ge­nutzt wer­den.

Im So­zi­al­trakt des Feu­er­wehr­hau­ses ver­fü­gen die Ahl­hor­ner gleich über zwei grö­ße­re Räu­me für Ver­samm­lun­gen oder Di­enstaben­de. Bei­de sind je­weils mit Kü­che aus­ge­stat­tet.

GSF stat­te­te den ELW 1 un­ter an­de­rem mit zwei Funk­ar­beits­plät­zen und ei­nem Not­strom­ag­gre­gat aus. Au­ßer­dem sind ei­ne Wär­me­bild­ka­me­ra und ein AED dar­auf ver­las­tet. Als das Sturm­tief „Xa­vier“über Deutsch­land hin­weg­feg­te, dis­po­nier­ten die Ahl­hor­ner aus ih­rem

Aus dem TLF konn­te ein Teil der feu­er­wehr­tech­ni­schen Aus­stat­tung über­nom­men wer­den. Ein Rück­fahr­vi­deo­sys­tem sorgt für si­che­res Ran­gie­ren. Die Um­feld­und Ge­rä­te­raum­be­leuch­tung ist in Led-tech­nik aus­ge­führt. Mit ei­nem in der Grup­pen­ka­bi­ne un­ter­ge­brach­ten N

Auf­grund des viel­be­fah­re­nen Au­to­bahn­drei­ecks Ahl­hor­ner Hei­de ge­hö­ren Pkw- und Lk­wUn­fäl­le wie die­ser zum Stan­dardsze­na­rio der FF. Foto: Feu­er­wehr

Der Rüst­wa­gen stammt aus ei­ner Sam­mel­be­schaf­fung des Land­krei­ses Ol­den­burg mit ins­ge­samt sie­ben na­he­zu bau­glei­chen RW von Wal­ser. Vier CSA, Po­wer­moon, um­fang­rei­che Aus­rüs­tung zur TH und ei­ne 50-kn-zug­ein­rich­tung ge­hö­ren zur Aus­stat­tung des Fahr­zeugs.

Um Pkw- oder Lkw-brän­de auf der Au­to­bahn mög­lichst ef­fek­tiv be­kämp­fen zu kön­nen, setz­ten die Ahl­hor­ner auf ein LF 20 mit 4.000-l-lösch­was­ser­tank. Zu­sam­men mit dem HLF ist das LF bei Brand­ein­sät­zen erst­aus­rü­ckend. Mit dem Dachmo­ni­tor las­sen sich 2.400 l/mi

Wenn die Feu­er­wehr­leu­te beim GTLF von der Selbst­schutz­an­la­ge mit Sprüh­dü­sen vorn und an den Rä­dern so­wie vom Dachmo­ni­tor Was­ser ge­ben, bleibt die Start- und Lan­de­bahn auf dem Flug­platz nicht lan­ge tro­cken. Foto: Preu­sch­off

Der Flug­platz Ahl­hor­ner Hei­de wird zum Teil noch von der Bun­des­wehr für Fall­schirm­übun­gen ge­nutzt. Ei­ne die­ser Ge­le­gen­hei­ten nutz­ten die FF, um ein Foto vor ei­ner Trans­all zu schie­ßen. Foto: Feu­er­wehr

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