In der Carl Zeiss-stadt Je­na (TH) muss die Be­rufs­feu­er­wehr – ge­mein­sam mit den Frei­wil­li­gen

Feuerwehr-Magazin - - Inhalt - Text und Fo­tos: Ti­mo Jann, Feu­er­wehr-ma­ga­zin-au­tor [5711]

– für vie­le un­ter­schied­li­che Ge­fah­ren­schwer­punk­te ge­wapp­net sein. Da­für set­zen die Thü­rin­ger auf

Spe­zi­al­aus­rüs­tung und Ef­fek­ti­vi­tät. Sie kom­bi­nie­ren bei­spiels­wei­se Wald­brand­be­kämp­fung und Win­ter­dienst, trai­nie­ren für Tun­nel­brän­de nach Schwei­zer Aus­bil­dungs­stan­dard. Dreh- und An­gel­punkt ist das 2015 fer­tig­ge­stell­te Ge­fah­ren­ab­wehr­zen­trum. Die gro­ße Re­por­ta­ge.

Als am 27. Ju­li 2016 ein Sat­tel­zug auf der Au­to­bahn 4 im Jagd­berg­tun­nel bei Je­na auf ei­nen vor­aus­fah­ren­den Lkw auf­fährt, ge­rät die Zug­ma­schi­ne des Un­fall­ver­ur­sa­chers in Brand. Der Fah­rer kann sich leicht ver­letzt be­frei­en, er so­wie wei­te­re Au­to- und Lkw-fah­rer brin­gen sich in Si­cher­heit. De­tek­to­ren der fest in­stal­lier­ten au­to­ma­ti­schen Brand­be­kämp­fungs­an- la­ge re­gis­trie­ren das Feu­er und lö­sen die Schaum­lösch­an­la­ge in dem be­trof­fe­nen Be­reich aus. Schon nach 30 Mi­nu­ten ist der Brand in dem 3.074 Me­ter lan­gen Tun­nel un­ter Kon­trol­le, die Feu­er­wehr­leu­te der Jena­er Weh­ren ha­ben dank der tech­ni­schen Un­ter­stüt­zung leich­tes Spiel.

„Der Tun­nel ist in 300 Me­ter lan­ge Sek­to­ren un­ter­teilt, in de­nen sich al­le 25 Me­ter ein Aus­lö­se­punkt für die Schaum­lösch­an­la­ge be­fin­det“, er­klärt Uwe Koch. Der Sach­be­ar­bei­ter Aus­bil­dung der Be­rufs­feu­er­wehr Je­na hat am Si­cher­heits­kon­zept für den En­de 2014 er­öff­ne­ten Jagd­berg­tun­nel maß­geb­lich mit­ge­wirkt. Er kennt das Bau­werk bes­tens. Zwar stan­den die Lkw nach dem Auf­fahr­un­fall vor 2 Jah­ren ganz rechts an der Tun­nel­wand, so­dass es ei­ni­ge Au­gen­bli­cke län­ger

In der Carl Zeiss-stadt Je­na ( TH) muss die Be­rufs­feu­er­wehr – ge­mein­sam mit den Frei­wil­li­gen – für vie­le un­ter­schied­li­che Ge­fah­ren­schwer­punk­te ge­wapp­net sein. Da­für set­zen die Thü­rin­ger auf Spe­zi­al­aus­rüs­tung und Ef­fek­ti­vi­tät. Sie kom­bi­nie­ren bei­spiels­wei­se Wald­brand­be­kämp­fung und Win­ter­dienst, trai­nie­ren für Tun­nel­brän­de nach Schwei­zer Stan­dard. Dreh- und An­gel­punkt ist das mo­der­ne Ge­fah­ren­ab­wehr­zen­trum.

als ge­plant dau­er­te, ehe die mit­tig über den drei Fahr­strei­fen mon­tier­ten Sen­so­ren den Brand be­merk­ten. Den­noch funk­tio­nier­te das Kon­zept wie ge­plant. „Wir hat­ten es be­reits vor der In­be­trieb­nah­me des Tun­nels aus­gie­big ge­tes­tet und selbst schon wäh­rend der Bau­pha­se im Tun­nel Übun­gen ab­sol­viert“, so Koch.

Der Jagd­berg­tun­nel ist ei­ner von zwölf Stra­ßen­tun­neln in Thü­rin­gen – und laut ADAC ei­nes der si­chers­ten Sys­te­me in Eu­ro­pa. Auch we­gen der Lösch­an­la­ge. Koch: „Die war ur­sprüng­lich nicht vor­ge­se­hen.“Tech­ni­sche Vor­schrif­ten zum Schutz in Tun­nel­bau­ten se­hen le­dig­lich Wand­hy­dran­ten vor. Und für Ge­fahr­gut-trans­por­te sind sol­che Bau­wer­ke ei­gent­lich ta­bu.

In Je­na reg­te sich al­ler­dings Wi­der­stand, als be­kannt wur­de, dass Ge­fahr­gut-last­wa­gen trotz des neu­en Tun­nels wei­ter­hin durch die Uni­ver­si­täts­stadt rol­len soll­ten. Bür­ger lie­fen Sturm, die Po­li­tik kri­ti­sier­te die Pla­nun­gen und das Land re­agier­te: Für 14 Mil­lio­nen Eu­ro wur­de die Schaum­lösch­an­la­ge in­stal­liert.

Trotz die­ser Tech­nik im Jagd­berg­tun­nel ist das Bau­werk ei­ner der we­sent­li­chen Ge­fah­ren­punk­te für die Feu­er­wehr Je­na ge­blie­ben. Die Be­rufs­feu­er­wehr mit zwei Wa­chen und die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr mit 15 Ein­hei­ten sind für Brand­schutz und Hil­fe­leis­tung in der Stadt zu­stän­dig.

Knapp be­setzt für ers­ten Ab­marsch

Pe­ter Schör­nig, Lei­ter der Feu­er­wehr Je­na: „Wir sind ei­ne hoch mo­ti­vier­te Trup­pe.“Und das ist gut so. Denn an der Feu­er­wa­che Nord (Am An­ger 28) sind Ein­satz­leit­wa­gen (ELW) 1 mit Be­sat­zung 1/1, Hil­fe­leis­tungs-lösch­fahr­zeug (HLF) 20 mit 1/3, Tank­lösch­fahr­zeug (TLF) 4000 mit 0/1 so­wie Dreh­lei­ter (DLAK) 23/12 mit 1/1 ein­satz­be­reit. An der Feu­er­wa­che Süd (Park­stra­ße 10) be­set­zen die Kräf­te ein HLF 20 mit 1/4 und den Ge­rä­te­wa­gen Haus (Gw-haus) mit 1/1 – plus ei­ne Sprin­ger­funk­ti­on für Ge­rä­te­wa­gen Ge­fahr­gut (GW-G) 3, Ge­rä­te­wa­gen Lo­gis­tik (GW-L) 2 oder Wech­sel­la­der­fahr­zeug (WLF). Dies muss im ers­ten Ab­marsch aus­rei­chen, um al­le an­fal­len­den Ein­sät­ze zu be­wäl­ti­gen.

„Un­ser Kon­zept sieht vor, dass wir als Be­rufs­feu­er­wehr ei­nen Lösch­zug stel­len und frei­wil­li­ge Ein­hei­ten so zu­sam­men­ge­fasst sind, dass zwei wei­te­re Lösch­zü­ge ge­bil­det wer­den kön­nen“, er­klärt Feu­er­wehr­chef Schör­nig. Die Eh­ren­amt­li­chen kom­men je nach Ein­satz­ort und La­ge da­zu oder ar­bei­ten, ab­hän­gig von der Aus­stat­tung und der Ta­ges­zeit, La­gen mit be­stimm­ten Ein­satz­stich­wor­ten al­lei­ne ab.

Be­rufs­feu­er­wehr­män­ner im Ta­ges­dienst oder in Sprin­ger­funk­tio­nen kön­nen bei Be- darf au­ßer­dem noch ei­nen Rüst­wa­gen (RW) 1 oder ein wei­te­res Wech­sel­la­der­fahr­zeug be­set­zen. Mon­tags bis don­ners­tags von 7 bis 22 Uhr und an den an­de­ren Ta­gen rund um die Uhr ist ein 1/1 be­setz­ter Ret­tungs­wa­gen (RTW) im Di­enst, der eben­so wie ein ELW 1 für den Ein­satz­leit­dienst (A-di­enst mit Füh­rungs­ge­hil­fe, 1/1) an der Feu­er­wa­che Nord sta­tio­niert ist.

Der RTW wür­de bei Be­darf auch nachts rol­len, sol­l­ten die Ret­tungs­wa­gen des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes (DRK), vom Ar­bei­terSa­ma­ri­terBund (ASB) und der Fir­ma Am­bu­lan­ce Sei­fert aus­ge­bucht sein und ein aku­ter Not­fall vor­lie­gen. Der Mal­te­serHilfs­di­enst (MHD) fährt aus­schließ­lich Kran­ken­trans­por­te. Auf­grund der ho­hen Ein­satz­fre­quenz auf dem Feu­er­wehrRTW wech­selt des­sen Be­sat­zung im 24-Stun­den-di­enst nach 12 Stun­den.

Schör­nig lei­tet die Feu­er­wehr Je­na seit Ju­li 2017. Ei­gent­lich ist der 57-Jäh­ri­ge Team­lei­ter Leit­stel­le

und Ret­tungs­dienst, doch als der ehe­ma­li­ge Chef nach Bran­den­burg wech­sel­te, über­nahm Schör­nig den Chef­pos­ten. Ihm zur Sei­te steht Ralf Her­tig (56, Lei­ter Team Ein­satz und Feu­er­wa­chen) als Stell­ver­tre­ter. „Es macht wahn­sin­nig Spaß, in die­sem La­den zu ar­bei­ten. Was für ein klas­se Team wir sind, ha­be ich ei­gent­lich erst in der neu­en Funk­ti­on be­merkt, denn zu­vor hat­te ich 3 Jah­re lang mit dem Auf­bau der Leit­stel­le doch nur ei­nen sehr ein­ge­schränk­ten Blick“, sagt Schör­nig. Die ur­sprüng­li­che Leit­stel­le wur­de 1990 aus der Alarm­zen­tra­le der Feu­er­wehr und der Zen­tra­le der Schnel­len Me­di­zi­ni­schen Hil­fe in Je­na ge­grün­det, tech­nisch galt sie als ver­al­tet.

Neue, gro­ße Leit­stel­le bringt mehr Po­ten­zi­al

Die Leit­stel­le Je­na hat ih­ren Sitz im drit­ten Ober­ge­schoss der Feu­er­wa­che Nord. Von hier aus wer­den die Ein­sät­ze von Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst so­wie Ka­ta­stro­phen­schutz in Je­na und in der Nach­bar­stadt Wei­mar dis­po­niert, au­ßer­dem die im öst­lich ge­le­ge­nen Saa­le-holz­land­kreis. Ins­ge­samt ist die Leit­stel­le so für die Si­cher­heit von 265.000 Men­schen zu­stän­dig. „Per­spek­ti­visch ist die Leit­stel­le auf Wachs­tum aus­ge­legt“, be­rich­tet der Feu­er­wehr­chef. Ak­tu­ell wird noch ana­log ge­funkt, 2019 sol­len al­le Fahr­zeu­ge auf Di­gi­tal­funk um­ge­stellt wer­den. „Wir pla­nen ei­ne red­un­dan­te Tech­nik zu­sam­men mit der Leit­stel­le Ge­ra und wol­len dann lang­fris­tig für 800.000 Men­schen zu­stän­dig sein“, er­klärt Mar­co Foh­mann, Ver­wal­tungs­lei­ter der Feu­er­wehr Je­na. An­ge­dacht ist die Auf­nah­me wei­te­rer Re­gio­nen aus dem Um­land.

Der Bau, in dem Leit­stel­le und Feu­er­wehr un­ter­ge­bracht sind, ge­hört ei­nem kom­mu­na­len Im­mo­bi­li­en­ser­vice. „Wir sind hier nur Mie­ter, mit al­len Vor- und Nach­tei­len“, sagt Schör­nig. 23 Mil­lio­nen Eu­ro kos­te­te das En­de 2015 ein­ge­weih­te Ge­fah­ren­ab­wehr­zen­trum (GAZ) der Stadt. Er­rich­tet wur­de es an­stel­le ehe­ma­li­ger Kauf­hal­len di­rekt an ei­ner Bahn­tras­se und ge­gen­über der al­ten Feu­er­wa­che. „Der Stand­ort hat­te sich be­währt. Al­ler­dings er­gab ei­ne Struk­tur­ana­ly­se, dass wir mit ei­nem Stand­ort al­lein nicht hin­kom­men wür­den“, be­rich­tet Her­tig.

Bis zur Deut­schen Ein­heit hat­te es nur ei­nen Stand­ort der Be­rufs­feu­er­wehr Je­na und meh­re­re frei­wil­li­ge Be­triebs­feu­er­weh­ren ge­ge­ben. Die wa­ren je­weils mit Lösch­fahr-

zeug und Tank­lösch­fahr­zeug aus­ge­stat­tet und un­ter­stütz­ten auch bei Ein­sät­zen im Stadt­ge­biet. Als dann die Markt­wirt­schaft in Je­na Ein­zug hielt, blie­ben zu­erst die Be­triebs­feu­er­weh­ren in den sich wan­deln­den Un­ter­neh­men auf der Stre­cke. Im Sü­den der Stadt wur­de dar­auf­hin ein Stand­ort für die Be­rufs­feu­er­wehr ent­wi­ckelt, an­ders war das sich über 13 Ki­lo­me­ter in Nord-süd­Rich­tung aus­ge­dehn­te Stadt­ge­biet nicht zu schüt­zen. Ei­ne be­ste­hen­de Lehr­werk­statt von Carl Zeiss wur­de um­ge­baut und er­wei­tert.

Drit­ter Stand­ort ist ak­tu­ell noch ein Ka­ta­stro­phen­schutz­la­ger, das in ei­ne Er­wei­te­rung an der Park­stra­ße um­zie­hen soll. „Die Flä­che, auf der un­ser Neu­bau er­rich­tet wur­de, ist schon ein Sah­ne­stück für uns, weil es so zen­tral liegt“, sagt Schör­nig. Der al­te Stand­ort soll für die künf­ti­ge Nut­zung noch über­plant wer­den.

„Wohn­ge­mein­schaft“im Ge­fah­ren­ab­wehr­zen­trum

Am An­ger 28 gibt es vier Ge­bäu­de­tei­le. Teil A wird im Erd­ge­schoss als La­ger und Stell­platz für Pkw der Feu­er­wehr ge­nutzt, in den Stock­wer­ken dar­über hat der Fach­dienst Fi­nan­zen, Ord­nung und Si­cher­heit sei­nen Sitz. In Teil C hat die FF Je­na-mit­te ih­re Fahr­zeu­ge un­ter­ge­stellt und ih­re Räu­me, dar­über sitzt die Ver­wal­tung der Feu­er­wehr. Bau­teil B ist ein Qu­er­rie­gel, der aus der Luft be­trach­tet die Bau­tei­le A und C zu ei­nem über­di­men­sio­na­len H ver­bin­det. Hier ste­hen zum so ge­nann­ten Alarm­hof (nach Nor­den) und zum Übungs­hof (nach Sü­den) die Fahr­zeu­ge der Be­rufs­feu­er­wehr für den ers­ten Ab­marsch be­zie­hungs­wei­se Er­gän­zungs- und Aus­bil­dungs­fahr­zeu­ge.

Über der Fahr­zeug­hal­le be­fin­den sich in zwei auf­ge­setz­ten Bau­kör­pern die Ru­he­räu­me der Wach­ab­tei­lung. Zum Alarm­hof hat auch der Bau­teil D sei­ne Ga­ra­gen, die vom Ret­tungs­dienst (DRK und ASB) ge­nutzt wer­den. Über den Stell­plät­zen be­fin­den sich Ru­he- und Auf­ent­halts­räu­me des Ret­tungs­diens­tes. Die Leit­stel­le kann ei­ne Licht­si­gnal­an­la­ge vor der Aus­fahrt des Alarm­ho­fes zur Stra­ße Am An­ger steu­ern. ELW 1, RTW, HLF 20, DLAK 23/12, RW 1 und das Fahr­zeug für die Was­ser­ret­tung rü­cken zum Alarm­hof aus.

Nach­rü­cken­de Fahr­zeu­ge kom­men über den Übungs­hof und ei­ne Durch­fahrt zum Alarm­hof und fah­ren dann auf die Stra­ße Am An­ger. Über den Übungs­hof keh­ren die Fahr­zeu­ge nach ge­ta­ner Ar­beit zu­rück. Der Neu­bau zeich­net sich in­nen wie au­ßen durch die Far­be der Feu­er­wehr aus: Der Putz des Wär­me­dämm­ver­bund­sys­tems, die Fron­ten der Kü­chen, De­tails in den Sa­ni­tär­räu­men und die Fuß­bö­den sind in ro­ter Farb­ge­bung ge­hal­ten.

„Lei­der ist der Neu­bau at­mo­sphä­risch nicht mehr mit un­se­rer al­ten Wa­che zu ver­glei­chen. Das Per­sön­li­che und der be­son­de­re Charme sind hier im Neu­bau ab­han­den­ge­kom­men. Frü­her war es ein­fach ge­müt­li­cher, heu­te ist al­les so ste­ril. Und der Fern­seh­raum ist so klein, dass wir uns es da nicht al­le zu­sam­men mal ge­müt­lich ma­chen kön­nen“, be­rich­tet Wach­ab­tei­lungs­füh­rer Micha­el Sch­leste­in. Sei­ne Kol­le­gen zie­hen ihn ger­ne als „äl­tes­ten Wach­ab­tei­lungs­füh­rer Deutsch­lands“auf. Sch­leste­in wird im Ja­nu­ar 61 Jah­re alt und ist noch im­mer im Schicht­dienst. 1976 hat­te er sei­ne Feu­er­wehr­lauf­bahn in Ge­ra be­gon­nen, 1983 wech­sel­te er nach Je­na.

Auch beim letz­ten gro­ßen Feu­er in Je­na war er als Zug­füh­rer zu­erst vor Ort. Das liegt im­mer­hin schon 13 Jah­re zu­rück. Am 2. Ok­to­ber 2005, um 13.24 Uhr, hat­te die Brand­mel­de­an­la­ge ei­ner Fir­ma für Ober­flä­chen­tech­nik aus­ge­löst. „Wir sind da hin und gin­gen von ei­nem Fehl­alarm aus. Wie so oft. Als ich dann in die Brand­mel­de­zen­tra­le ge­gan­gen bin, ha­be ich ei­ne Rauch­ent­wick­lung fest­ge­stellt, von au­ßen war bis da­hin nichts zu se­hen“, er­in­nert sich Sch­leste­in, als wä­re es ges­tern ge­we­sen. Schlag­ar­tig brei­te­te sich von den mit Säu­re ge­füll­ten Gal­va­nik­bä­dern ein rie­si­ges Feu­er aus.

„Es war das ers­te und ein­zi­ge Mal, dass al­le Feu­er­wehr­kräf­te aus Je­na an ei­nem Ein­satz­ort wa­ren“, so Sch­leste­in. Auf ei­ner Flä­che von 50 mal 60 Me­tern stand die Pro­duk­ti­ons­hal­le in Voll­brand. In der Spit­ze wur­den bis zu 45.000 Li­ter Was­ser pro Mi­nu­te in die Flam­men ge­spritzt.

So funk­tio­niert Je­nas Vor­beu­gen­der Brand­schutz

„Dass es heu­te bei uns viel sel­te­ner und vor al­lem nicht mehr so mas­siv brennt wie noch zu Ddr-zei­ten, ist vor al­lem un­se­ren Kol­le­gen im Vor­beu­gen­den Brand­schutz und der bes­se­ren Tech­nik zu ver­dan­ken“, ist Sch­leste­in über­zeugt. „Heu­te wer­den viel frü­her mit dem Mo­bil­te­le­fon auf­fäl­li­ge Be­ob­ach­tun­gen per No­t­ruf ge­mel­det, es gibt Rauch­warn­mel­der und Brand­mel­de­an­la­gen und vor al­lem nicht mehr die al­te Heiz­tech- nik von frü­her, die uns zu Ddr-zei­ten vie­le Schorn­stein­brän­de be­schert hat­te“, sagt der Wach­ab­tei­lungs­füh­rer.

Im Vor­beu­gen­den Brand­schutz (VB) küm­mern sich vier Mit­ar­bei­ter um das The­ma Si­cher­heit. Ei­ne von ih­nen ist An­ja Le Mai­re, die stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin des Teams. „Un­ser Schwer­punkt ist das Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum“, be­rich­tet die Ex­per­tin. 26 Häu­ser be­treu­en 272.000 am­bu­lan­te und 52.600 sta­tio­nä­re Pa­ti­en­ten pro Jahr. Es ste­hen 1.400 Bet­ten zur Ver­fü­gung. Noch in die­sem Jahr soll ein zwei­ter Bau­ab­schnitt am Neu­bau be­zugs­fer­tig sein. „Wir sind dort schon in der Bau­p­la- nung ein­ge­bun­den und ha­ben da­bei auch ei­ne sehr gu­te Zu­sam­men­ar­beit mit dem Fach­dienst Bau­ord­nung“, er­klärt Le Mai­re.

Sie ist bei der Be­rufs­feu­er­wehr Je­na die ein­zi­ge Frau im Ein­satz­team, re­gel­mä­ßig fährt sie im Wech­sel mit den Kol­le­gen des Ta­ges­diens­tes auch als Ein­satz­leit­dienst (A-di­enst) mit raus. „Das ist für die Auf­ga­be im Vor­beu­gen­den Brand­schutz wich­tig, man braucht ein­fach den Be­zug zur Pra­xis“, sagt sie.

Die Team­lei­ter und Sach­be­ar­bei­ter tei­len sich den A-füh­rungs­dienst und sind in der Funk­ti­on dann nach den Bü­ro­zei­ten der Stadt­ver­wal­tung auch die ent­schei­den­den

höchs­ten Be­am­ten der Stadt mit den ent­spre­chen­den Be­fug­nis­sen. Ein Bür­ger­te­le­fon läuft nach Bü­ro­schluss in der Leit­stel­le auf, der A-di­enst hat ein Mo­bil­te­le­fon, das für ver­wal­tungs­tech­ni­sche An­lie­gen ge­nutzt wird.

Ge­mäß der An­for­de­run­gen für Ge­fah­ren­ver­hü­tungs­schau­en müs­sen ent­spre­chend der Prüf­zy­klen (3 bis 5 Jah­re) jähr­lich et­wa 194 Ob­jek­te über­prüft wer­den. Ins­ge­samt sind es 830 in Je­na. Hin­zu kom­men Be­ra­tun­gen von Ar­chi­tek­ten und In­ves­to­ren. „Lei­der wird auf un­se­re Hin­wei­se hin das, was über die Pflicht­auf­ga­ben hin­aus­geht, aus Kos­ten­grün­den beim Bau meis­tens nicht be­rück- sich­tigt“, be­rich­tet Le Mai­re, die sich mehr En­ga­ge­ment der In­ves­to­ren für den Vor­beu­gen­den Brand­schutz wün­schen wür­de. „Nein, VB ist nicht Schuld, die In­ves­to­ren scheu­en frei­wil­li­ge Zu­satz­kos­ten.“

Brand­mel­de-, Lösch-, Wär­me­ab­zugs­an­la­gen, Feu­er­wehr­plä­ne so­wie Brand­si­cher­heits­wa­chen – all das ge­hört zum Tä­tig­keits­feld des Teams, das ei­nen Au­di A6 oder ein E-bike als Di­enst­fahr­zeu­ge nutzt. „Ge­ra­de in der Kern­stadt, wo al­les dicht an dicht be­baut ist und der Park­druck ent­spre­chend groß ist, hilft uns das E-bike sehr, wenn wir zu Ter­mi­nen müs­sen“, sagt die Feu­er­wehr­frau. „Aber was wir in Sa­chen VB durch­set­zen, ma­chen wir ja nicht nur für die Nut­zer der be­trof­fe­nen Ge­bäu­de, son­dern auch zur Si­cher­heit un­se­rer ei­ge­nen Kräf­te. Die Ob­jek­te müs­sen für uns be­herrsch­bar blei­ben“, sagt sie.

Ei­ne Stadt im Wan­del mit Fol­gen für die Feu­er­wehr

Wie beim 29 Stock­wer­ke ho­hen Stadt­turm (Bau­jahr 1972), der ne­ben dem Uni­K­li­ni­kum ei­nes der vie­len Son­der­ge­bäu­de in der Stadt ist. Mit Re­stau­rant, Aus­sichts­platt­form, Kon­fe­renz­räu­men und Ho­tel ganz

oben. 1915 er­rich­tet, war der 42 Me­ter ho­he „Zeiss Bau 15“der Carl Zeiss AG in Je­na das ers­te Hoch­haus Deutsch­lands. Sa­niert und mo­der­ni­siert steht es noch heu­te.

Je­na hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zum For­schungs- und Wis­sen­schafts­stand­ort ent­wi­ckelt, un­ter an­de­rem mit dem „Cam­pus Beu­ten­berg“. „Hier ha­ben Wis­sen­schaft und In­dus­trie ih­ren Sitz und wir kom­men da auf al­les, was die CBRNPa­let­te zu bie­ten hat“, be­rich­tet Her­tig. Das Fried­rich-löff­ler-in­sti­tut ar­bei­tet et­wa mit bio­lo­gi­schen Ge­fahr­stof­fen. Her­tig: „Der Aus­tausch mit den Ver­ant­wort­li­chen in den La­bo­ren, In­sti­tu­ten und Fir­men funk­tio­niert aber, wir wis­sen, was dort wo pas­siert.“

Die Carl Zeiss AG, nach der Wen­de zer­schla­gen, sorgt mit ih­ren Pro­duk­ten in Op­tik und Fein­me­cha­nik noch heu­te für vie­le Ar­beits­plät­ze und vor al­lem für Steu­er­ein­nah­men der Stadt. Vie­le Un­ter­neh­men ha­ben sich als Zu­lie­fe­rer oder we­gen ei­ge­ner Pro­duk­te in der zweit­größ­ten Stadt Thü­rin­gens an­ge­sie­delt. „Ak­tu­ell plant Zeiss auf ei­nem nicht mehr be­nö­tig­ten Grund­stück von Schott Glas, ei­nem wei­te­ren gro­ßen Un­ter­neh­men, das auf Glä­ser für Fern­roh­re und Mi­kro­sko­pe spe­zia­li­siert war, für 300 Mil­lio­nen Eu­ro ei­ne Er­wei­te­rung. Das soll 500 neue Ar­beits­plät­ze brin­gen“, so Her­tig.

Fol­ge des Booms in Je­na: Grund­stü­cke wer­den knapp, Prei­se für Bau­plät­ze und Mie­ten stei­gen. „Ge­ra­de jun­ge Fa­mi­li­en, auch die un­se­rer Feu­er­wehr­leu­te, kön­nen sich das Le­ben in Je­na kaum noch leis­ten“, weiß Her­tig. Man­che Mit­ar­bei­ter pen­deln bis zu 100 Ki­lo­me­ter pro Stre­cke nach Je­na. Es gibt kei­ne Re­si­denz­pflicht für die Kräf­te der Be­rufs­feu­er­wehr. Pro­ble­me, freie Stel­len be­set­zen zu kön­nen, gibt es ak­tu­ell – viel­leicht auch des­halb – nicht. Ein ab­sol­vier­ter B3-lehr­gang (Grup­pen­füh­rer haupt­amt­lich) wird als Ein­stiegs­vor­aus­set­zung er­war­tet. „Der Markt ist aber re­la­tiv leer­ge­fegt, des­halb bil­den wir auch in­ten­siv selbst fort und aus“, so Her­tig. Bis­her zu­sam­men mit der BF Ge­ra fünf Mann pro Jahr, ab 2019 zum ers­ten Mal selbst in ei­nem B1-lehr­gang.

„Die An­zahl der Be­wer­ber sinkt, was si­cher da­mit zu­sam­men­hängt, dass sich in der In­dus­trie mehr Geld ver­die­nen lässt“, meint der stell­ver­tre­ten­de Feu­er­wehr­chef.

Zu­sam­men mit den Be­rufs­feu­er­weh­ren in Er­furt und Ge­ra plant die BF Je­na ei­nen Aus­bil­dungs­ver­bund. Schör­nig: „Wir wol­len uns da ge­gen­sei­tig hel­fen.“Ak­tu­ell ist es so, dass aus Je­na zu vie­le Aus­zu­bil­den­de nach Ge­ra ge­hen müss­ten und man des­halb den ei­ge­nen Lehr­gang plant.

Ge­ar­bei­tet wird in Je­na in 24-St­un­denSchich­ten. Drei­mal fol­gen auf ei­nen Di­enst 24 Stun­den frei, dann ste­hen 4 freie Ta­ge an. Ein Sys­tem, das seit Ja­nu­ar 1991 in Je­na läuft. Zwei Mann ha­ben mor­gens zwi­schen 7 und 8 Uhr Ruf­be­reit­schaft, um mög­li­che kurz­fris­ti­ge Per­so­nal­aus­fäl­le in der Wach­ab­tei­lung oder in der Leit­stel­le aus­glei­chen zu kön­nen. Drei Be­rufs­feu­er­wehr­män­ner der Wach­ab­tei­lun­gen ar­bei­ten 3 Mo­na­te am Stück in der Leit­stel­le und dann wie­der auf dem RTW oder im Lösch­zug.

Hö­hen- und Was­ser­ret­ter im­mer ein­satz­be­reit

Täg­lich müs­sen drei aus­ge­bil­de­te Hö­hen­ret­ter und drei Mann mit der Zu­satz­aus­bil­dung zur Was­ser­ret­tung im Di­enst­plan vor­ge­se­hen sein, um die nö­ti­gen Funk­tio­nen be­set­zen zu kön­nen. Nicht nur die ho­hen Ge­bäu­de, son­dern auch das ber­gi­ge Um­land er­for­dern Hö­hen­ret­ter. We­gen der durch die Stadt flie­ßen­den Saa­le wer­den auch Was­ser­ret­ter vor­ge­hal­ten. Seit 1986 wird bei der Feu­er­wehr Je­na be­reits die Hö­hen­ret­tung be­trie­ben. „Da hat so­gar in Frank­furt am Main, wo man ja den Ur­sprung der Hö­hen­ret­tung ver­mu­tet, noch kei­ner über das The­ma ge­spro­chen“, meint Her­tig.

Häu­fig gilt der Ein­satz der Spe­zia­lis­ten ab­ge­stürz­ten Wan­de­rern an Steil­hän­gen. Am Ge­bäu­de­flü­gel der FF Je­na-mit­te gibt es ei­ne Übungs­wand, die zur Lei­ter­aus­bil­dung und zum Trai­ning der Hö­hen­ret­ter ge­nutzt wer­den kann. Ein ehe­ma­li­ges Mess­fahr­zeug (Bau­jahr 1994) dient als Ge­rä­te­wa­gen mit dem Equip­ment der Hö­hen­ret­ter. 2019 soll er vor­aus­sicht­lich er­setzt wer­den.

Die Was­ser­ret­ter ver­fü­gen an bei­den Feu­er­wa­chen über Mo­tor- und Schlauch­boo­te, Über­le­bens­an­zü­ge und Zu­satz­ge­rät. Im Nor­den zieht ein Mitsu­bi­shi die bei­den über­ein­an­der auf ei­nem Trailer ver­las­te­ten Boo­te, im Sü­den wird da­zu ein Unimog der FF ge­nutzt. Ver­schie­de­ne Slip­stel­len kön- nen je nach Ein­satz­ort an­ge­fah­ren wer­den. Auf­grund meh­re­rer Weh­re ist die Saa­le nicht durch­gän­gig be­fahr­bar. Ei­gent­lich fah­ren auf dem Fluss kei­ne Mo­tor­boo­te, viel­mehr ist es ein Re­vier für Was­ser­sport­ler, Aus­flüg­ler und Tou­ris­ten. Al­ler­dings ver­wan­delt sich die Saa­le auf­grund von Schnee­schmel­ze im Früh­jahr häu­fig in ei­nen rei­ßen­den Strom, der Hoch­was­ser führt.

Aus­ge­rückt wird bei Zu­galarm-stich­wor­ten in Je­na grund­sätz­lich von bei­den Wa­chen aus. Je nach Ta­ges­zeit kommt auch die Ein­heit der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr, in de­ren Zu­stän­dig­keits­be­reich sich der Ein­satz­ort be­fin­det, hin­zu. „Wir er­le­di­gen klei­ne Ein­sät­ze, et­wa Tür­öff­nun­gen, Öl­spu­ren, Tier­la­gen oder Re­pa­ra­tur­auf­trä­ge ei­gen­stän­dig“, er­klärt Mat­thi­as Pom­mer, Grup­pen­füh­rer an der Feu­er­wa­che Süd. Der Gw-haus aus dem Sü­den fährt bei ent­spre­chen­den Ein­sät­zen ins ge­sam­te Stadt­ge­biet. Ba­sis für den Gw-haus ist ein Ive­co Dai­ly. „Un­se­re rol­len­de Werk­zeug­kis­te“, so

Pom­mer. Da der Jagd­berg­tun­nel von der Süd­wa­che aus zu­erst er­reicht wird, be­fin­den sich aber auch Atem­schutz­ge­rä­te für die Be­sat­zung auf dem Fahr­zeug.

Als Er­stan­griffs­fahr­zeu­ge sind bei der BF im Nor­den wie im Sü­den zwei iden­ti­sche HLF 20 (Ro­sen­bau­er auf MAN TGM 13.290) im Di­enst. Auf­fäl­lig: Eins der Lösch­fahr­zeu­ge ver­fügt über kei­ne Schlauch­has­pel am Heck. „Das war uns ir­gend­wie zu un­fall­träch­tig ge­wor­den. Wir ha­ben statt­des­sen jetzt B-schläu­che in Buch­ten über der Pum­pe im Heck­ge­rä­te­raum un­ter­ge­bracht. Das wol­len wir jetzt ein­mal aus­pro­bie­ren“, be­rich­tet Her­tig. 200 Me­ter kön­nen dort ent­nom­men wer­den, je­weils zwei B-schläu­che sind be­reits ge­kup­pelt.

Fuhr­park nach 2007 schritt­wei­se mo­der­ni­siert

Um die Fahr­zeug­be­schaf­fung und de­ren War­tung küm­mert sich das Team Tech­nik, das eben­so wie die Werk­stät­ten an der Feu­er­wa­che Süd sei­nen Sitz hat. Zur Ver­fü­gung steht hier ei­ne Kfz-werk­statt mit zwei Ar­beits­plät­zen. In der Hal­le gibt es ei­ne Ar­beits­büh­ne mit fünf Ton­nen Trag­kraft, auf dem Hof ei­ne mit 30 Ton­nen. Der stell­ver­tre­ten­de Team­lei­ter Tech­nik Chris Erd­mann: „Uns ist bei­spiels­wei­se der Un­ter­bo­den­schutz sehr wich­tig. Das ge­hen wir Jahr für Jahr an und man sieht, dass das nö­tig ist.“

Au­ßer­dem wer­den Re­pa­ra­tu­ren an den Fahr­zeu­gen von FF und BF durch­ge­führt. Erd­mann: „Auf un­se­re Aus­stat­tung sind wir durch­aus stolz.“Die HLF 20 wur­den eben-

so wie das TLF 4000 im Jahr 2016 in Di­enst ge­stellt, die DLAK 23/12 stammt aus dem Jahr 2012. 2019 soll auch für die Süd-wa­che ei­ne DLAK 23/12 be­schafft wer­den, bis­her steht ei­ne zwei­te Dreh­lei­ter bei der FF Jen­aLo­be­da.

Erd­mann: „2007 ha­ben wir ein um­fang­rei­ches Aus­tausch­pro­gramm be­gon­nen, weil die nach der Wen­de be­schaff­te ers­te Fahr­zeug­gene­ra­ti­on ihr Le­bens­al­ter ab­seh­bar er­reicht hat­te.“Über den Brand­schutz­be­darfs­plan ist klar de­fi­niert, was die Stadt als Schutz be­nö­tigt. Und dem fol­gen Ver­wal­tung und Po­li­tik auch. Auf­grund der To­po­gra­fie – das Stadt­ge­biet liegt zwi­schen 170 und 390 Me­ter über Nor­mal Null (NN) – wer­den meis­tens All­rad-fahr­ge­stel­le aus­ge­wählt.

Fle­xi­bler Ita­lie­ner als MZF

Be­vor­zug­te Wohn­la­gen und Berg­gast­stät­ten be­fin­den sich ab­seits vom Stadt­kern in teil­wei­se un­weg­sa­mem Ge­län­de. Da­her hat sich in Je­na ei­ne wei­te­re Be­son­der­heit im Fuhr­park eta­bliert. Ein Mehr­zweck­fahr­zeug (MZF) auf Ba­sis ei­nes ita­lie­ni­schen Bo­net­ti 4x4. Be­kannt sind Fahr­zeu­ge von Bo­net­ti vor al­lem im kom­mu­na­len Be­reich der Bau­hö­fe. Aber die Feu­er­wehr Je­na ist mit dem 2015 be­schaff­ten MZF bis­her sehr zu­frie­den.

Das MZF ver­fügt über ein Ha­ken­sys­tem. Her­tig: „Im Win­ter set­zen wir ei­nen Streu­auf­bau drauf und bau­en vorn ein Räums­child an. Dann be­glei­tet das MZF bei Schnee­fall den RTW oder den Lösch­zug in die Ber­ge. Im Som­mer wird ein Tank­be­häl­ter mit 1.800 Li­ter Was­ser und den nö­ti­gen Ge­rä­ten für ei­nen Lösch­an­griff auf­ge­sat­telt, so­dass wir im Wald oder in Gar­ten­an­la­gen auch bei en­gen We­gen gut an die Ein­satz­stel­len fah­ren kön­nen.“

Bei Wald- und Flä­chen­brän­den wird der wen­di­ge Ita­lie­ner durch ein TLF 2000 von Empl auf Mer­ce­des Unimog U20 er­gänzt, das bei der FF Je­na-is­selstedt sta­tio­niert ist. Die Ein­heit ver­fügt über ei­ne ver­läss­li­che Ta­ges­ver­füg­bar­keit.

„Bis 2023 wol­len wir un­ser Fahr­zeug­kon­zept um­ge­setzt ha­ben. Ers­te Prio­ri­tät hat­te der Grund­schutz. In dem Zu­ge ha­ben wir

auch die frei­wil­li­gen Ein­hei­ten bes­ser aus­ge­stat­tet. Dann folg­ten Er­gän­zungs fahr­zeu­ge und in­der drit­ten Stu­fe jetzt der Be­reich Ka­ta­stro­phen schutz “, be­rich­tet Erd­mann. Auf­grund der en­gen Stra­ßen in der Alt­stadt wur­de bei­spiels­wei­se die Dreh­lei­ter mit Hin­ter achs­len­kungbe schafft.

Ge­for­dert wird bei vie­len Fahr­zeu­gen in­zwi­schen auch ei­ne ho­he Was­ser dur ch fahrts­fä­hig­keit .„ Es gab Aus­fäl­le im Fuhr­park, auf die wir da­mit re­agiert ha­ben“, so Erd­mann. Drei bau­glei­che Jeep Wrang­ler et­wa die­nen als Kom­man­do fahr­zeu­ge( K dow) und zur Er­kun­dung im Ge­län­de oder bei Hoch­was­ser.

Eben­falls auf der Wa­che Süd an­ge­sie­delt sind die Schlauch pfle­ge und die Atem schutz­werk­statt .„ Ins­ge­samt ver­fügt die Feu­er­wehr Je­na über 611 Atem­luft­fla­schen ver­schie­de­ner Grö­ße, 296 Atem­schutz­ge­rä­te und 630 Atem­mas­ken“, be­rich­tet Andre­as Rein­hold, der sich im Ta­ges­dienst um die­se Tech­nik küm­mert. Auch 42 Che­mi­ka­li­en schutz­an­zü­ge fal­len in sei­ne Zu­stän­dig­keit. Die An­gri ff strupps­derBe rufs feu­er­wehr set­zen 9-Li­ter-atem­luft­fla­schen ein, um ei­ne län­ge­re Ein­satz­dau­er ge­gen­über den ver­brei­te­ten 6-Li­ter-fla­schen zu er­mög­li­chen. Die ge­sam­te Schutz­be­klei­dung ist per­so­na­li­siert und wird eben­falls am Stand­ort Süd ge­wa­schen.

Schläu­che kom­men bei der Feu­er­wehr Je­na vor al­lem in rot und weiß zum Ein­satz. Pom­mer: „Der Schlauch des An­griff­s­trupps im Schlauch­pa­ket ist gelb, we­gen der bes­se­ren Sicht­bar­keit im In­nen­an­griff. Das hat sich be­währt.“

Bei den hy­drau­li­schen Ret­tungs­ge­rä­ten setzt die BF auf Tech­nik von We­ber Res­cue. Der Hil­fel eis tungs satz auf ei­ne­mHLF20i st ak­ku­be­trie­ben. Mit dem RW 1 kann au­ßer­dem ein zu­sätz­li­cher her­kömm­li­cher Ret­tungs­satz in den Ein­satz ge­bracht wer­den.

Ein­satz­ort Jagd­berg­tun­nel

Durch Je­na ver­läuft die Bahn­stre­cke zwi­schen Ber­lin und Mün­chen, wo­bei der ICE seit Ein­wei­hung der Schnell­fahr­stre­cke über Er­furt rollt. Stark fre­quen­tiert sind die Bun­des­stra­ßen 7 und 88 so­wie die Au­to­bahn 4 als wich­ti­ge West-ost-tan­gen­te. Die A4 führt eben auch durch den Jagd­berg­tun­nel.

An bei­den Sei­ten be­fin­den sich Be­triebs­ge­bäu­de. Zwar wer­den al­le zwölf Stra­ßen­tun­nel in Thü­rin­gen von ei­ner zen­tra­len Be­triebs­leit­stel­le über­wacht, doch bei ei­nem Zwi­schen­fall kann Per­so­nal die Be­triebs­ge­bäu­de di­rekt vor Ort be­set­zen. Die Feu­er­wehr er­reicht sie ent­we­der di­rekt über die Au­to­bahn oder über ein Brü­cken­bau­werk und Ne­ben­we­ge aus Je­na kom­mend. Da der Tun­nel über ein Ge­fäl­le von 90 Me­tern ver­fügt, ist vor al­lem die Lüf­tung ein we­sent­li­cher Baustein. In der Tun­nel­mit­te gibt es ein 130 Me­ter ho­hes Lüf­tungs­bau­werk.

Um al­le ein­fah­ren­den Kräf­te mit Atem­schutz­ge­rä­ten schüt­zen zu kön­nen, sind auch der Gw-haus und der GW-L2 mit Atem­schutz­ge­rä­ten aus­ge­stat­tet. Für den Ge­rä­te­wa­gen Lo­gis­tik 2 stell­te das Land Thü­rin­gen au­ßer­dem ei­ne Zu­satz­aus­rüs­tung zur Ver­fü­gung: Wär­me­bild­ka­me­ra, Such­stö­cke, Selbstret­ter, Blink­leuch­ten und Atem­schutz­re­ser­ven. „Bei ei­nem Brand fah­ren wir zu- erst im­mer di­rekt in die be­trof­fe­ne Röh­re. Er­gän­zend wird dann durch die Par­al­lel­röh­re und den nächst ge­le­ge­nen Qu­er­schlag vor­ge­gan­gen“, er­klärt Koch.

Um sich auf die Brand­be­kämp­fung im Tun­nel vor­zu­be­rei­ten, ab­sol­vier­ten 21 Jena­er Feu­er­wehr­leu­te in der Schweiz (In­ter­na­tio­nal

Fi­re Aca­de­my, www.ifa-swiss.ch) ei­ne Spe­zi­al­aus­bil­dung. Als Mul­ti­pli­ka­to­ren ge­ben sie ihr Wis­sen re­gel­mä­ßig in der Hei­mat wei­ter. Koch: „Auch die Stan­dard­ein­satz­re­gel Tun­nel an der Lan­des­feu­er­wehr­schu­le passt zu un­se­rem Vor­ge­hen, so­dass die Lehr­gän­ge den Teil­neh­mern gleich die bes­te Tak­tik ver­mit­teln.“Das ist wich­tig, weil auch Feu­er­weh­ren aus dem Um­land in der Tun­nel­brand­be­kämp­fung ein­ge­setzt wer­den. Auch wenn beim Lkw-brand vor zwei Jah­ren im Jagd­berg­tun­nel ein Scha­den von meh­re­ren hun­dert­tau­send Eu­ro ent­stan­den war: Die Ver­ant­wort­li­chen sind zu­frie­den – das Schutz­kon­zept hat­te funk­tio­niert.

Zum tra­di­tio­nel­len Mann­schafts­bild stell­ten sich die Feu­er­wehr­män­ner der Jena­er Be­rufs­feu­er­wehr ge­mein­sam auf. Mit ELW 1, HLF 20, DLAK 23/12, TLF 4000, HLF 20/16, Gw-haus, Kdow und RTW (von rechts). Im Hin­ter­grund das mit 29 Stock­wer­ken höchs­te Bau­werk der Stadt, der Stadt­turm mit Ein­zel­han­del, Bü­ros, Ho­tel und Re­stau­rant.

Das TLF 4000 der Feu­er­wa­che Nord. Ba­sis ist ein Sca­nia G360. Empl bau­te das Tank­lösch­fahr­zeug 2016 auf. Se­bas­ti­an Teub­ner am Pum­pen­be­dien­stand des TLF 4000. Als Re­gen- und Schaum­schutz öff­net der Ge­rä­te­raum mit ei­ner Klap­pe nach oben.

Das WLF der Wa­che Nord mit dem auf­ge­sat­tel­ten ABSchlauch. Meil­ler/ Käp­pel sorg­te für den Auf­bau des Sca­nia G440, der AB stammt von GSF.

Die Pum­pe am MZF be­fin­det sich of­fen am Heck. Da­ne­ben kann ein Zu­mi­scher ein­ge­setzt wer­den.

Ma­gi­rus bau­te 2012 auf ei­nem Ive­co 160 E30 die­se Dreh­lei­ter (DLAK) 23/12 der Feu­er­wehr Je­na auf. Sie ist an der Nord­wache sta­tio­niert. Ein äl­te­res Mo­dell steht als Re­ser­vefahr­zeug oder er­gän­zen­de zwei­te Dreh­lei­ter bei der Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Lo­be­da.

Für Ein­sät­ze auf der Saa­le, die von vie­len Was­ser­sport­lern und Aus­flüg­lern ge­nutzt wird, steht der Feu­er­wehr Je­na an der Feu­er­wa­che Nord die­ses Ret­tungs­boot zur Ver­fü­gung. Es wird bei Ein­sät­zen durch drei Mann be­setzt, ei­ner da­von im Über­le­bens­an­zug, da­mit er zu Ver­un­glück­ten ins Was­ser sprin­gen kann.

Als Mehr­zweck­fahr­zeug ist die­ser Bo­net­ti im Ein­satz. Es ver­fügt über ei­nen Wech­sel­la­derauf­bau mit Ha­ken­sys­tem. Hier ist es mit dem 1.800 Li­ter fas­sen­den Tank aus­ge­stat­tet und kann so zur Brand­be­kämp­fung im Wald oder in Gar­ten­an­la­gen ein­ge­setzt wer­den. Im Win­ter ist die Mon­ta­ge von Räums­child und Streu­auf­satz mög­lich.

Ein Mitsu­bi­shi dient als Zug­fahr­zeug für den Trailer mit den Boo­ten an der Feu­er­wa­che Nord. Auf dem Ret­tungs­boot ist mit Spann­gur­ten ein Schlauch­boot ver­las­tet.

Wach­ab­tei­lungs­füh­rer Micha­el Sch­leste­in an dem Schrank ne­ben dem ELW des Lösch­zugs in der Fahr­zeug­hal­le, in dem die Ob­jekt­plä­ne ge­la­gert wer­den. Im Ein­satz­fall nimmt der Ein­satz­lei­ter von hier die nö­ti­gen Un­ter­la­gen mit. An­ja Le Mai­re ar­bei­tet im Sach­ge­biet Vor­beu­gen­der Brand­schutz ( VB). Die Ab­tei­lung küm­mert sich un­ter an­de­rem um 830 Ob­jek­te, für die re­gel­mä­ßig Ge­fah­ren­ver­hü­tungs­schau­en nö­tig sind.

Die Leit­stel­le in der Feu­er­wa­che Nord wur­de 2017 nach 3-jäh­ri­ger Rea­li­sie­rungs­zeit in Be­trieb ge­nom­men. Sie ist für die Städ­te Je­na und Wei­mar so­wie den Saa­le-holz­land-kreis mit 265.000 Ein­woh­nern zu­stän­dig. Per­spek­ti­visch kön­nen wei­te­re Ein­satz­ge­bie­te auf­ge­nom­men wer­den.

Pe­ter Schör­nig ist am­tie­ren­der Lei­ter der Feu­er­wehr Je­na. Er wech­sel­te 1990 von ei­ner Be­triebs­feu­er­wehr zur Be­rufs­feu­er­wehr.

Ralf Her­tig ist Team­lei­ter Ein­satz, Lei­ter Feu­er­wa­chen und am­tie­ren­der stell­ver­tre­ten­der Chef der Feu­er­wehr Je­na.

In Stahl­bau­wei­se ist ei­ne mit Holz­lat­ten ver­klei­de­te Übungs­wand an das Ge­bäu­de an­ge­dockt. Dort kön­nen die Hö­hen­ret­ter trai­nie­ren und der Ein­satz von Lei­tern ge­schult wer­den. Hö­hen­ret­ter Mar­tin Groll seilt sich an der Übungs­wand der Feu­er­wa­che Nord ab. Täg­lich sind min­des­tens drei Be­rufs­feu­er­wehr­leu­te mit Zu­satz­aus­bil­dung Hö­hen­ret­tung ein­ge­teilt.

Der 2016 be­zo­ge­ne Neu­bau der Feu­er­wa­che Nord: Vorn der Rie­gel, den die Stadt­ver­wal­tung nutzt, links der Trakt für den Ret­tungs­dienst. Im Qu­er­rie­gel hin­ten ha­ben die FF Mit­te und die Ver­wal­tung der Feu­er­wehr ih­re Räu­me. Der Ver­bin­dungs­bau zwi­schen den Rie­geln nimmt die Fahr­zeu­ge der Be­rufs­feu­er­wehr auf und bie­tet im Ge­schoss dar­über die Ru­he­räu­me für die Mann­schaft. Zwi­schen der Wa­che und dem wei­ßen Ge­bäu­de im Hin­ter­grund ver­läuft ei­ne Bahn­stre­cke

Hö­hen­ret­ter Mar­tin Groll am Ge­rä­te­wa­gen Hö­hen­ret­tung, der un­ter an­de­rem mit ei­ner Schwer­last­tra­ge aus­ge­rüs­tet ist.

Am An­ger 28 lau­tet die Adres­se der Feu­er­wa­che Nord in Je­na. Die Licht­si­gnal­an­la­ge vor dem Alarm­hof kann bei Ein­sät­zen für den Qu­er­ver­kehr auf Rot ge­schal­tet wer­den.

Drei die­ser Jeep Wrang­ler als Kom­man­do­wa­gen gibt es im Fuhr­park der Feu­er­wehr. Aus­ge­sucht vor al­lem auf­grund der Was­ser­durch­fahr­ei­gen­schaf­ten, die bei Hoch­was­ser nö­tig sind. Der Unimog (TLF 2000) der FF Je­na-is­selstedt kommt im ge­sam­ten Stadt­ge­biet von Je­na zum Ein­satz, wenn es Brand­stel­len in un­weg­sa­mem Ge­län­de gibt. Er ist Teil des Ff-lösch­zu­ges, der die BF bei Be­darf un­ter­stützt. Klei­nes Bild: Im Ge­län­de gibt es für den Unimog kaum Gren­zen.

Schmitz bau­te den Ge­rä­te­wa­gen-ge­fahr­gut 2001 nach Wün­schen der Feu­er­wehr Je­na aus. Ba­sis ist ein MAN LE 220 C.

Das WLF auf MAN TGA 26.400 der Wa­che Süd mit dem ABA­tem­schutz. 2012 wur­de es in Di­enst ge­stellt, zur Aus­stat­tung ge­hört auch ein Kran von Pal­fin­ger.

Ein Mer­ce­des Ate­go 1529 mit Auf­bau von Ro­sen­bau­er (Bau­jahr 2010) dient als Re­ser­ve-hlf für die Be­rufs­feu­er­wehr.

Ro­sen­bau­er bau­te zwei die­ser HLF 20 für die BF Je­na. 2016 wur­den die bei­den Fahr­zeu­ge in Di­enst ge­stellt. Auf­ge­baut wur­den sie auf Fahr­ge­stel­len vom Typ MAN TGM 13.290. 1/3 ist die Be­sat­zung ei­nes HLF 20.

In der Mann­schafts­ka­bi­ne des GW-L be­fin­den sich Atem­schutz­ge­rä­te für den Ein­satz im Jagd­berg­tun­nel.

Über dem Pum­pen­be­dien­stand sind 200 Me­ter BSchlauch ver­staut. Da­für gibt es an dem Fahr­zeug ver­suchs­wei­se kei­ne Schlauch­has­pel.

Die­ser Ford Tran­sit mit Prit­sche steht als Lo­gis­tik­fahr­zeug für klei­ne Trans­port­auf­ga­ben an der Süd­wa­che be­reit. Er wird vor al­lem durch die Werk­statt­mit­ar­bei­ter ge­nutzt.

Auf ei­nem Sca­nia P310 4x4 bau­te Rie­ge ei­nen Ge­rä­te­wa­gen Lo­gis­tik 2 auf. Das Fahr­zeug ist mit ei­ner Staf­fel­ka­bi­ne ver­se­hen. Zur Be­la­dung ge­hört Aus­rüs­tung für Ein­sät­ze im Jagd­berg­tun­nel.

Blick auf die Feu­er­wa­che Süd. Ganz links der Schlaucht­ro­cken­turm, der an ei­ne frü­he­re Lehr­werk­statt an­ge­dockt wur­de. Der Bau­kör­per rechts wur­de bei der Er­schlie­ßung der Feu­er­wa­che neu er­rich­tet.

Andre­as Rein­hold in der Atem­schutz­werk­statt, die für die Feu­er­wehr Je­na zen­tral an der Süd­wa­che ein­ge­rich­tet wur­de. 611 Atem­luft­fla­schen, 296 Lun­ge­nau­to­ma­ten und 630 Atem­mas­ken wer­den hier ge­pflegt. Tho­mas Rie­mann ar­bei­tet hier an an ei­nem Lösch­fahr­zeug. Auch die Kfz-werk­statt ist in der Wa­che Süd sta­tio­niert.

Mat­thi­as Pom­mer an der Schlauch­wasch­an­la­ge. Die Schlauch­pfle­ge er­folgt zen­tral für die ge­sam­te Feu­er­wehr Je­na auf der Wa­che Süd. Das zen­tra­le Schlauch­la­ger der Feu­er­wehr Je­na. Ro­te und wei­ße Schläu­che kom­men nor­ma­ler­wei­se zum Ein­satz, der Schlauch für den An­griff­s­trupp ist auf­grund der bes­se­ren Sicht­bar­keit gelb.

Auf ei­nem Po­dest in der Schlauch­pfle­ge der Feu­er­wa­che Süd gibt es ein klei­nes Mu­se­um, un­ter an­de­rem mit his­to­ri­scher Lösch­tech­nik wie ei­ner Hand­druck­sprit­ze (rechts).

Das öst­li­che Por­tal zum Jagd­berg­tun­nel. Der ge­hört mit 3.074 Me­tern zu den zehn längs­ten deut­schen Stra­ßen­tun­neln. 2014 wur­de er in Be­trieb ge­nom­men. Die Feu­er­wehr Je­na ist mit wei­te­ren Weh­ren in das Si­cher­heits­kon­zept für den mit zwei­mal drei Fahr­spu­ren aus­ge­bau­ten Tun­nel (zwei Röh­ren) ein­ge­bun­den.

Füh­rungs­ge­hil­fe Ste­phan Schö­nig (in­nen) und Ein­satz­lei­ter Patrick Rockstroh an dem Füh­rungs­fahr­zeug der Be­rufs­feu­er­wehr Je­na, am ELW 1.Hier ist der Au­di A6 Avant zu se­hen, der dem Vor­beu­gen­den Brand­schutz als Di­enst­wa­gen zu­ge­ord­net ist.

Der Gw-haus ist die rol­len­de Werk­zeug­kis­te der BF Je­na. Der Klein­trans­por­ter vom Typ Ive­co Dai­ly ist voll­ge­packt mit Aus­rüs­tung für klei­ne Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tun­gen.

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