HLF 20

MAN TGM 15.290/Ro­sen­bau­er

Feuerwehr-Magazin - - Aus Den Wehren -

Steht das neue HLF 20 der FF Ca­dolz­burg (BY, Kreis Fürth) ne­ben sei­nem Vor­gän­ger und dem zwei­ten HLF der Wehr, ist sehr gut zu er­ken­nen, wie sich die­ser Fahr­zeug­typ im Lauf der letz­ten 25 Jah­re wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Das LF 16/12, wel­ches jetzt ab­ge­löst wird, hat­te als Ba­sis ein Mer­ce­des 1120-Fahr­ge­stell, ei­ne zu­läs­si­ge Ge­samt­mas­se von 12.000 kg und 1.200 l Was­ser im Tank. Beim 2009 in Di­enst ge­stell­ten HLF 20/16 lag die zu­läs­si­ge Ge­samt­mas­se des MAN TGM 15.280 be­reits bei 14.500 kg und die mit­ge­führ­te Was­ser­men­ge stieg auf 1.600 l. Hier ist zu­sätz­lich ein 200-l-schaum­mit­tel­tank ein­ge­baut. Das jetzt von Ro­sen­bau­er be­schaff­te HLF 20 ba­siert auf ei­nem MAN TGM 15.290 4x4 BL und wiegt 16.000 kg. Sein Was­ser­tank hat ein Vo­lu­men von 2.000 l. Beim Schaum bleibt es na­he­zu un­ver­än­dert: 180 l Mehr­be­reichs­schaum­mit­tel.

Da das neue HLF die Rol­le des Er­st­ein­satz­fahr­zeu­ges bei Brand- und Hil­fe­leis­tungs­ein­sät­zen über­neh­men soll, ist die Aus­stat­tung sehr um­fang­reich. Da­zu ge­hö­ren ein Schnellan­griff mit form­sta­bi­lem Druck­schlauch, Schlauch­pa­ket, Hy­dro­schild, zwei Feu­er­lö- scher mit je 6 kg Abc-pul­ver, ei­ner mit CO und

2 ein Klein­lösch­ge­rät Hy­dro­fix, Lüf­ter, Sprung­pols­ter, trag­ba­rer Mo­ni­tor, Ka­min­keh­rer­werk­zeug und ein Strom­er­zeu­ger RS 14 Su­per si­lent. In den Be­reich der Hil­fe­leis­tun­gen fal­len vier CSA leicht, Tauch­pum­pe, Tür­öff­nungs­werk­zeug, Sä­bel­sä­ge, Mo­tor­sä­ge mit Zu­be­hör, drei He­be­kis­sen, Gul­ly-ei, Leck­dicht­kis­sen, Ge­rä­te­satz Ver­kehrs­un­fall, Stab-fast, Bin­de­mit­tel so­wie Schleif­korb­tra­ge und Ret­tungs­brett.

Aus der neu­es­ten Se­rie von Lu­kas stam­men die hy­drau­li­schen Ret­tungs­ge­rä­te: Sche­re S 788, Sprei­zer SP 777, Pe­dal­schnei­der S 120 und Ret­tungs­zy­lin­der

RZ 420 so­wie RZ 424. Er­wäh­nens­wert ist auch, dass zu­sätz­lich zum nor­ma­len Ket­ten­satz für den Sprei­zer auch noch ein Ket­ten­satz-os­lo mit zur Aus­rüs­tung des HLF ge­hört. Für aus­rei­chend Licht vor Ort sor­gen ne­ben dem in den Auf­bau in­te­grier­ten Licht­mast mit acht Led-schein­wer­fern noch ein Be­leuch­tungs­satz mit Sta­tiv und zwei Led-schein­wer­fern so­wie ein mo­bi­les Be­leuch­tungs­ge­rät RLS 2000.

Bei der Op­tik blei­ben die Ca­dolz­bur­ger ih­rer Li­nie treu. Wie die an­de­ren Groß­fahr­zeu­ge der Wehr ist auch das neue HLF leucht­rot. Al­ler­dings ist es nicht in die­ser Far­be la­ckiert. Par­al­lel zum 2017 be­schaff­ten GW-L1 (Feu­er­wehr-ma­ga­zin 12/2017) be­sitzt es ei­ne wei­ße Gr­und­far­be und wur­de mit Fo­lie be­klebt. Am Heck wird je ei­ne Ein-per­so­nen-has­pel mit BSchläu­chen und ei­ne mit Ma­te­ri­al für die Ver­kehrs­ab­si­che­rung mit­ge­führt.

Fo­tos: A. Mül­ler

Ro­sen­bau­er lie­fer­te das neue Er­st­ein­satz­fahr­zeug auf MAN TGM 15.290 4x4 mit um­fang­rei­cher Aus­stat­tung für die Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung.

Schon be­ein­dru­ckend, die Ent­wick­lung der Lösch­fahr­zeu­ge in den letz­ten 25 Jah­ren: LF 16/12, HLF 20 aus 2009 und HLF 20 aus 2018 der FF Ca­dolz­burg (von rechts).

Wenn man ganz ge­nau hin­sieht, ent­deckt man ei­ne Be­son­der­heit: Der har­te Pa­ti­en­ten­schutz ist über dem hin­te­ren lin­ken Rad­kas­ten ver­staut. Zu se­hen ist er aber erst, wenn der als Tritt­stu­fe ge­nutz­te Kot­flü­gel her­un­ter­ge­klappt wird.

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