FF Barg­feld-ste­gen (SH)

Feuerwehr-Magazin - - Aus Den Wehren -

Nach gut 2-jäh­ri­ger Bau­pha­se war es nun so­weit: Die FF Barg­feld-ste­gen (Kreis Stor­marn, SH) be­zog ihr neu­es Feu­er­wehr­haus mit ei­ner Ge­samt­nutz­flä­che von rund 600 m², das auch op­ti­sche Ak­zen­te setzt. Ei­ne Fach­fir­ma hat das ehe­ma­li­ge Feu­er­wehr­ge­rä­te­haus am his­to­ri­schen Dor­fan­ger zu­vor ab­ge­ris­sen, weil es nicht mehr zeit­ge­mäß war. „Das al­te Haus ent­sprach nicht mehr den Richt­li­ni­en der Feu­er­wehr-un­fall­kas­se, son­dern dem Stan­dard der 1960er Jah­re“, so Ge­mein­de­wehr­füh­rer Ro­nald Will­mann. „Die Stell­flä­chen wa­ren zum Bei­spiel viel zu eng.“

Nun stand nach 30-jäh­ri­ger Nut­zung des al­ten Feu­er­wehr­ge­rä­te­hau­ses mit 2.800 Ein­sät­zen die Voll­en­dung mit dem Um­zug der 50-köp­fi­gen Ein­satz­ab­tei­lung, der Ju­gend­feu­er­wehr und den Ein­satz­fahr­zeu­gen in die neue Re­mi­se an. Wäh­rend der Bau­pha­se konn­te die Wehr als pro­vi­so­ri­sches Aus­weich­quar­tier den ört­li­chen Bau­hof nut­zen.

Am glei­chen Stand­ort ent­stand ein neu­es Ge­bäu­de, dass sich deut­lich grö­ßer, mo­der­ner und hel­ler dar­stellt. Der Neu­bau wird den in den letz­ten Jah­ren ge­wach­se­nen An­for­de­run­gen an Si­cher­heit, Per­so­nal, Um­welt­schutz und grö­ße­re Fahr­zeu­ge ge­recht. Auf ei­ner Ge­samt­flä­che von 400 m² im Erd­ge­schoss ein­schließ­lich Fahr­zeug­hal­le mit drei Ein­stell­plät­zen be­fin­den sich Um­klei­de­räu­me, Werk­statt, Atem­schutz­werk­statt so­wie wei­te­re La­ger­mög­lich­kei­ten. Groß­zü­gig ge­hal­ten sind die Um­klei­de­räu­me für die Ein­satz­kräf­te, da die­se auch zu­sam­men mit der Ju­gend­feu­er­wehr ge­nutzt wer­den. Ab­ge­run­det wer­den die Rä­um­lich­kei­ten durch sa­ni­tä­re An­la­gen so­wie Dusch­mög­lich­kei­ten für Män­ner und Frau­en, ei­ne Wä­sche­rei für Feu­er­schutz­klei­dung so­wie ei­ne An­la­ge zur Not­strom­ein­spei­sung.

Ei­ne Ab­gas-ab­saug­an­la­ge so­wie Fin­ger­print-sen­so­ren als Tür­öff­ner sind wei­te­re Fea­tu­res. Das ge­sam­te Ge­bäu­de ist mit Ein­satz­mo­ni­to­ren aus­ge­stat­tet, um ne­ben De­tails zu den Ein­sät­zen auch ak­tu­el­le Wet­ter­da­ten und Son­der­la­gen ein­zu­se­hen. Al­le Ein­satz­kräf­te er­hal­ten par­al­lel zum Alarm über Dme-mel­der auch ei­ne Alar­mie­rung per Smart­pho­ne-app. Sie kön­nen ih­ren Sta­tus zum Ein­satz („kom­me“, „kom­me nicht“, „kom­me spä­ter“, Ab­we­sen­heits­zei­ten bei Ur­laub) ab­ge­ben. Die­se Rück­mel­dun­gen wer­den se­kun­den­ge­nau eben­falls auf dem Mo­ni­tor ab­ge­bil­det und er­lau­ben der Ein­satz­lei­tung ei­ne vor­aus­schau­en­de Per­so­nal­pla­nung.

In der Fahr­zeug­hal­le fin­det ne­ben dem HLF 20/20, dem LF 8/6 und dem MTW auch ein An­hän­ger der Ju­gend­feu­er­wehr Platz. Auch die Ga­le­rie ober­halb der Fahr­zeug­hal­le ist sehr ge­räu­mig ge­hal­ten, da hier der gro­ße Schu­lungs- und Un­ter­richts­raum, ein So­zi­al­raum samt Kü­che, sa­ni­tä­re An­la­gen, wei­te­re La­ger­mög­lich­kei­ten für Ma­te­ri­al, ein Raum für die Ju­gend­feu­er­wehr so­wie ein Bü­ro für Wehr­füh­rung und Vor­stand ein­ge­plant wur­den. Kos­ten: 1,7 Mil­lio­nen Eu­ro.

Das neue Feu­er­wehr­haus der FF Barg­feld-ste­gen wur­de har­mo­nisch in den his­to­ri­schen Dor­fan­ger und das da­ne­ben­lie­gen­de Ge­mein­de­zen­trum in­te­griert.

In meh­re­ren hun­dert St­un­den Ar­beit hat ein Team zu­sam­men mit dem Ge­rä­te­wart ei­nen So­zi­al­raum für die Ka­me­ra­den ge­schaf­fen. Be­son­ders hoch­wer­tig ist die Op­tik aus Holz und dunk­lem Zie­gel­stein. Auch hier be­fin­det sich ein Ein­satz­mo­ni­tor.

Ein Fo­to des ehe­ma­li­gen Feu­er­wehr­ge­rä­te­hau­ses aus dem Jahr 1965.

Blick in die groß­zü­gig an­ge­leg­ten Um­klei­de­räu­me mit kon­se­quen­ter Schwarz-weiß-tren­nung und ab­schließ­ba­ren Spind­plät­zen für Ein­satz­kräf­te und Ju­gend­feu­er­wehr.

Ga­le­rie mit Auf­gang zum Schu­lungs­raum und zur Kü­che mit Blick auf ei­ne his­to­ri­sche Feu­er­lösch-hand­pum­pe und Kur­bel-hand­si­re­ne. Die Dach­fens­ter-be­die­nung im Ober­ge­schoss er­folgt über draht­lo­se Touch-mo­bil­tei­le mit in­te­grier­tem Re­gen­sen­sor.

Hell und mo­dern ist auch der gro­ße Schu­lungs­raum ge­stal­tet. Ne­ben Bea­mer und elek­tri­scher Lein­wand be­fin­det sich hier auch ein Au­dio-so­und­sys­tem. Fo­tos: Po­ser

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